Start am 29. August

Tour de France 2020: Großer Wirbel vor dem Mega-Event - Wer holt das Gelbe Trikot?

Egan Arley Bernal Gomez aus Kolumbien vom Team Ineos im Gelben Trikot bei der Tour de France 2019
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Bernal möchte seinen Titel verteidigen: Egan Arley Bernal Gomez aus Kolumbien vom Team Ineos im Gelben Trikot bei der Tour de France im vergangenem Jahr.

Tour de France 2020: Alles deutet auf ein Duell zwischen dem kolumbianischen Titelverteidiger Egan Bernal und Vuelta-Champion Pri­moz Roglic aus Slowenien hin.


Der Titelverteidiger

2019 stieg Egan Bernal mit 22 Jahren und 196 Tagen zum jüngsten Toursieger seit 1909* auf. Dem Kolumbianer wird das Prägen einer Ära zugetraut. Vorher muss aber erst der zweite Schritt gemacht werden. Allerdings lief im Vorfeld nicht alles rund. Bei der Dauphiné-Rundfahrt ließ er sich von Primoz Roglic abschütteln. Bernal stieg vorzeitig aus, um seinen Rückstand mit Extra-Einheiten wettzumachen.


Der Überflieger

Nach seinem Debüt 2016 arbeitete sich Roglic in die Weltspitze vor. Gleich im ersten Jahr gelang ihm ein Giro-Etappensieg, ein Jahr später jubelte er bereits auf einer Tour-Etappe. Den Durchbruch schaffte der 30-Jährige im vergangenen Jahr. Nach Platz drei beim Giro gewann er die Spanien-Rundfahrt. Und so ging es nach der Corona-Pause weiter: Fünf Siege in neun Renntagen sind beeindruckend.

Der Lokalmatador

Das Pech ist bei Thibaut Pinot ständiger Begleiter. Im vergangenen Jahr wäre beim Franzosen der Tour-Sieg drin gewesen, hätte ihn ein Muskelfaserriss im Oberschenkel auf der drittletzten Etappe nicht zur Aufgabe gezwungen. Er bringt jedoch alles mit, um den Franzosen den ersten Sieg seit Bernard Hinault vor 35 Jahren zu bescheren.

Die Ersatzkapitäne

Sollten Bernal und Roglic straucheln, haben ihre Teams starken Ersatz in der Hinterhand. Bernals Ineos-Team hat Richard Carapaz als Edelhelfer aufgeboten. Der Kletterer aus Ecuador hat immerhin den Giro d’Italia gewonnen. Das ist auch schon Roglics Jumbo-Visma-Kollegen Tom Dumoulin im Jahr 2017 gelungen, dazu wurde er 2018 Tour-Zweiter.

Die deutsche Hoffnung

Platz vier im Vorjahr hat Emanuel Buchmann Appetit gemacht. Das Podium hat der schmächtige Ravensburger als Ziel ausgegeben, schließlich haben dazu im letzten Jahr nur 25 Sekunden gefehlt. Seine Form nach der Corona-Pause unterstrich die Ambitionen. Buchmann kletterte mit den Topstars die Berge hoch, ehe ein Sturz ihn zu einer Zwangspause zwang. *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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