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Tour: Cavendish gewinnt 7. Etappe

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Mark Cavendish hat die siebte Etappe der Tour de France gewonnen

Chateauroux - Der HTC-Radprofi Mark Cavendish konnte sich im Massensprint auf der siebten Etappe der Tour de France gegen Alessandro Petacchi durchsetzen. Dritter wurde ein Deutscher.

Der britische Radprofi Mark Cavendish hat seinen deutschen Dauerrivalen Andre Greipel in einem packenden Duell wieder in die Schranken gewiesen und ist auf dem besten Wege, bei der 98. Tour de France eine Siegesserie zu starten. Der exzentrische Kapitän des Teams HTC-Highroad holte am Freitag auf der 7. Etappe nach 218 km in Chateauroux seinen zweiten Tageserfolg bei der Tour 2011. Es war insgesamt bereits der 17. Etappensieg für den 26-Jährigen, der damit auch seine Position als weltbester Sprinter untermauerte. Der gebürtige Rostocker Greipel (Omega Pharma-Lotto) kam nur knapp geschlagen auf den dritten Rang. Den zweiten Platz belegte der Italiener Alessandro Petacchi (Lampre).


2008 hatte Cavendish an gleicher Stelle den ersten Tour-Etappensieg seiner Karriere gefeiert. Mit dem diesjährigen Erfolg rückte er sich zudem an die achte Stelle der ewigen Siegerliste der Frankreich-Rundfahrt. Auch diesmal war Cavendish von seinen Anfahrern inklusive des Cottbusers Tony Martin perfekt auf letzten Meter geschleppt worden. Auf dem zweitlängsten Teilabschnitt der Tour 2011 hatte sich Greipel lange gewehrt.

In der Gesamtwertung gab es an der Spitze keine Veränderungen. Weltmeister Thor Hushovd (Norwegen/Garmin-Cervelo) verteidigte das Gelbe Trikot mittlerweile zum fünften Mal vor dem Australier Cadel Evans (BMC Racing). Andreas Klöden (Mittweida/RadioShack) ist als Fünfter weiterhin bester Deutscher im Klassement, Martin (HTC-Highroad) schob sich auf Platz acht nach vorne.


Die Gewinner der Tour de France seit 1989

1989: Greg LeMond (USA, auf dem ersten Platz stehend) © Getty Images
1990: Greg LeMond (USA) © Getty Images
1991: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1992: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1993: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1994: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1995: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1996: Bjarne Riis (Dänemark) Riis gab später zu, gedopt zu haben . Die Disqualifikation ist nicht möglich, da die Verwendung von Doping nach acht Jahren verjährt. Die Organisatoren der Tour de France hatte Riis zunächst aus ihrer Siegerliste gestrichen. Mittlerweile wird er dort wieder geführt. © Getty Images
1997: Jan Ullrich (Deutschland) © Getty Images
1998: Marco Pantani (Italien) © Getty Images
1999: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2000: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2001: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2002: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2003: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2004: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2005: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2006: Floyd Landis (USA). Landis wurde aber am 21. September 2007 der Titel aberkannt. Er war positiv auf Testosteron getestet worden. © Getty Images
Dafür wurde Oscar Pereiro nachträglich zum Gewinner der Tour de France 2006 erklärt. © Getty Images
2007: Alberto Contador (Spanien) © Getty Images
2008: Carlos Sastre (Spanien) © Getty Images
2009: Alberto Contador (Spanien) © Getty Images
2010: Alberto Contador (Spanien) © dpa
2011: Cadel Evans (Australien) © ap
2012: Bradley Wiggins (Großbritannien) © ap

Überschattet wurde das bisher flachste Teilstück der Tour von einem neuerlichen, folgenreichen Massensturz etwa 38 Kilometer vor dem Ziel. Der britische Kapitän des Teams Sky, Bradley Wiggins, musste daraufhin seine Hoffnungen auf eine Spitzenplatzierung in Paris begraben. Der Teamkollege des Bonners Christian Knees erlitt einen Schlüsselbeinbruch und konnte nicht weiterfahren.

Ebenfalls betroffen waren Klödens Teamkollegen Chris Horner und Levi Leipheimer (beide USA/RadioShack), der Sieger der 6. Etappe, Edvald Boasson Hagen (Norwegen/Sky) und der Amerikaner Tyler Farrar. Leipheimer hatte später noch einen Reifenschaden und verlor wiederum viel Zeit. Ein weiteres prominentes Ausfallopfer des Tages war der Belgier Tom Boonen (Quick Step), der den Folgen seines schweren Sturzes vom Mittwoch Tribut zollen musste und vom Rad stieg.

Die HTC-Mannschaft unterstrich ihre Siegambitionen mit konsequenter Führungsarbeit an der Spitze des Pelotons, das lange Zeit sehr gemächlich unterwegs war. Im Gegensatz zum Donnerstag erhielt das Team aber stetige Unterstützung von Hushovds Garmin-Cervelo-Crew. Dennoch trug der amerikanische Rennstall wieder das Gros der Verantwortung.

„Wir müssen alles aus den Flachetappen herausholen, bei den vielen ansteigenden Ankünften. Es gibt nicht so viele Möglichkeiten für die klassischen Sprinter“, hatte der australische HTC-Sportdirektor Allan Peiper vor der Etappe gesagt. Cavendish erfüllte den Plan perfekt.

Diesmal legten sich vier Pedaleure gleich nach dem Start mächtig ins Zeug. Der Spanier Pablo Urtasun (Euskaltel), der Franzose Yannick Talabardon (Saur-Sojasun) sowie die Teamkollegen Gianni Meersman (Belgien) und Mickael Delage (Frankreich/beide FDJeux) bauten einen Maximalvorsprung von 8:10 Minuten auf. Delage hatte bereits auf der Etappe nach Redon einer Fluchtgruppe angehört und holte sich 29 km vor der Ankunft den Zwischensprint.

Am Samstag erreichen die Fahrer das Zentralmassiv. Genau vor 60 Jahren lenkte der damalige Organisationschef Jacques Goddet die Tour erstmals in diese Mittelgebirgskette. Diesmal führt die Strecke über 189 Kilometer von Aigurande nach Super-Besse Sancy.

Rund 20 Kilometer vor dem Ziel stellt sich den Fahrern mit dem Col de la Croix der bisher schwerste Anstieg in den Weg. Die Favoriten auf den Sieg in Paris werden sich genau beäugen. Vorstellbar, dass die Podiumskandidaten erste kleinere Attacken starten, um zu sehen, wie gut die Beine der Konkurrenten sind. Hushovd wird wohl vergeblich versuchen, Gelb zu behalten.

dpa/sid

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