Springer optimistisch: Minimalziel eine Medaille

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Hoffnungsträger: Severin Freund

Oslo - Deutschlands Skispringer reisen voller Zuversicht zu den Titelkämpfen nach Oslo. Mindestens eine Medaille wollen Severin Freund & Co. in den vier WM-Entscheidungen gewinnen.

Severin Freund hofft auf eine erfolgreiche Premiere, Michael Uhrmann auf einen glanzvollen Abschied von der WM-Bühne: Ein Shootingstar und ein Altmeister sind die großen Hoffnungsträger der deutschen Skispringer bei den Weltmeisterschaften in Oslo. Angeführt vom zweimaligen Weltcupsieger dieser Saison und dem Team-Olympiasieger von 2002 wollen die DSV-Adler am Holmenkollen zum Höhenflug ansetzen. “Unser Minimalziel ist eine Medaille“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Nach einem Stotterstart in die Saison ist das sechsköpfige Aufgebot, dem ferner die Routiniers Martin Schmitt (33) und Michael Neumayer (32) sowie die Youngster Pascal Bodmer (20) und Richard Freitag (19) angehören, am Dienstag mit breiter Brust gen Oslo gereist. “Diese Mannschaft hat sich stabilisiert und mit Top-Ten-Ergebnissen, Podestplätzen und zwei Einzelsiegen bewiesen, welches Potenzial in ihr steckt“, erklärte Schuster.

Er hat mit seinen Schützlingen im Trainingslager in Oberstdorf am WM-Feinschliff gearbeitet und sieht den ersten Entscheidungen auf der Normalschanze am Samstag im Einzel und Sonntag in der Mannschaft zuversichtlich entgegen. “Hier sollte die gute Athletik unserer Springer zum Tragen kommen und uns einen erfolgreichen Auftakt bescheren“, sagte Schuster. In der zweiten WM-Woche bietet sich auf dem großen Bakken noch einmal eine doppelte Chance auf Gold, Silber oder Bronze.

Bei der Medaillen-Mission setzt Schuster vor allem auf die Klasse von Freund, der als Achter im Gesamt-Weltcup als einziger deutscher Springer bereits für die Einzel-Konkurrenzen qualifiziert ist, und dessen wiedererstarkten Vereinskollegen Uhrmann. “Beide konnten sich mit Podestplatzierungen viel Selbstvertrauen holen und zählen zu den gefährlichsten Außenseitern mit Chancen auf Edelmetall“, sagte der Chefcoach.

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Vor allem Freund kann unbeschwert aufspringen, denn den Favoriten-Rucksack tragen andere: Weltcupsieger und Vierschanzentoruneegewinner Thomas Morgenstern aus Österreich, dessen zuletzt stark auftrumpfender Landsmann Gregor Schlierenzauer, der Norweger Tom Hilde, Polens Ausnahmespringer Adam Malysz und natürlich der viermalige Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz. Schuster traut seiner Nummer 1 an einem guten Tag aber durchaus eine Überraschung zu: “Er kann den Leuten, die im Weltcup vor ihm stehen, in die Suppe spucken.“

Bereits am Freitag greifen die deutschen Frauen zwei Jahre nach der WM-Premiere in Liberec wieder nach Edelmetall. Die besten Chancen werden Vizeweltmeisterin Ulrike Grässler und der aufstrebenden Melanie Faißt eingeräumt. Gold käme jedoch wie bei den männlichen Kollegen einer Sensation gleich. “Was uns in diesem Winter leider ein wenig fehlt, ist eine absolute Siegspringerin. Aber unser klares Ziel ist es natürlich, mit einer Medaille nach Hause zu fahren“, erklärte Bundestrainer Daniel Vogler.

dpa

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