Sixdays klammern sich an Strohhalm

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Die Sixdays stehen vor einer ungewissen Zukunft.

München - Leere Ränge, kaum Stimmung, wenig Umsatz: Das Schicksal des Münchner Sechstagerennens scheint nach drei Pleitejahren in Serie besiegelt, doch die Organisatoren geben sich weiter kämpferisch.

 “Wir werden alles versuchen, diese Traditionsveranstaltung in irgendeiner Weise fortführen zu können“, sagte Olympiapark-Chef Ralph Huber vor dem Bahnrad-Finale am Dienstagabend. Bei der 46. Auflage kamen statt der angepeilten 64 000 Besucher nur rund 52 000 und damit etwa 8000 weniger als im Vorjahr. “Wir haben unser Ziel verfehlt, das ist ganz klar“, sagte Veranstalter Klaus Cyron.

Die Gedankenspiele gehen in alle Richtungen. “Entweder wir machen gar nichts mehr, verkürzen die Veranstaltung oder suchen einen neuen Veranstalter“, sagte Huber. “Bis Jahresende werden wir eine Entscheidung verkünden.“ Das bisherige Konzept mit sechs Renntagen hat wenig Chancen, fortgesetzt zu werden. “Das gleiche Format ohne grundlegende Änderung sehe ich sehr kritisch“, sagte Cyron. “Ich denke, es müsste anders aufbereitet werden.“ Denkbar wäre eine zwei- oder dreitägige Veranstaltung.

Am sportlichen Geschehen ist die Krise nicht festzumachen. “Die Fahrer sind mehr als bemüht, Stimmung in die Halle zu bringen“, sagte Cyron. “Sie bieten hochklassigen Sport.“ Tatsächlich war das Rennen spannend wie selten zuvor. Vor dem Finalabend befanden sich vier Teams in der Nullrunde und hatten damit noch Siegchancen. Das Gelbe Trikot der führenden Mannschaft wechselte bislang an jedem Abend. In der finalen Jagd wurde es von den Dänen Alex Rasmussen und Michael Morkov (271 Punkte) getragen.

dpa

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