Sensations-Gold für Sprinterin Verena Sailer

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Die deutsche Läuferin Verena Sailer (r) wird Europameisterin über die 100 Meter vor der Französin Veronique Mang.

Barcelona - Verena Sailer ist die neue Sprint-“Königin“ in Europa. In 11,10 Sekunden gewann die Mannheimerin am Donnerstagabend bei der Leichtathletik-EM in Barcelona den Titel über 100 Meter.

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Gold und Silber für Speerwerferinnen

20 Jahre nach Katrin Krabbe hat Europa mit Verena Sailer wieder eine deutsche Sprint-“Königin“. Die 24 Jahre alte Wahl-Mannheimerin stürmte in 11,10 Sekunden sensationell zum Titelgewinn. Silber und Bronze gewannen die Französinnen Veronique Mang in 11,11 Sekunden vor Myriam Soumare (11,18). Bei der EM 1990 in hatte die damalige DDR-Läuferin Krabbe dreimal Gold gewonnen. Sie wurde 1992 des Dopings überführt. Die letzte deutsche Sprint-Medaille der Frauen holte 1994 die Braunschweigerin Melanie Paschke (Bronze). “Eine Medaille im Sprint ist etwas ganz Besonderes. Das ist historisch“, freute sich Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), über diesen Überraschungscoup. Sailers Vereinskollegin Anne Möllinger dagegen im Halbfinale mit 11,60 Sekunden aus; Yasmin Kwadwo aus Wattenscheid war im Vorlauf hängengeblieben.


So schön war die Leichtathletik-EM 2010 in Barcelona

Sehen Sie folgend die schönsten Athletinnen der Leichtathletik-EM in Barcelona (27. Juli bis 1. August 2010). © dpa
Deutschlands Hochsprung-Hoffnung Ariane Friedrich. © Getty
Hammerwerferin Betty Heidler. © Getty
Die deutsche Weitspringerin Bianca Kappler. © Getty
Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic aus Kroatien. © Getty
Hürdenläuferin Carolin Nytra. © Getty
Siebenkämpferin Carolina Klüft aus Schweden. © Getty
Speerwerferin Christina Obergföll. © Getty
Sprinterin Christine Arron aus Frankreich. © Getty
Die Referenz im Stabhochsprung: Elena Isinbajeva aus Russland. © Getty
Was für ein bezauberndes Lächeln: Hochspringerin Emma Green aus Schweden. © Getty
Die deutsche Damen-Sprintstaffel mit Verena Sailer, Katja Tengel, Anne Möllinger, Marion Wagner und Yasmin Kwadwo. © Nike/ Robert Hörnig
Verena Sailer neben Hürdenspezialistin Carolin Nytra (r.). © Nike/ Robert Hörnig
Und nochmal die Sailer mit der Nytra. © Nike/ Robert Hörnig
Carolin Nytra ... © Nike/ Robert Hörnig
... macht fast immer eine gute Figur. © Nike/ Robert Hörnig
Verena Sailer. © Nike/ Robert Hörnig
Verena Sailer nach einem Wettkampf. © Getty
Die britische Siebenkämpferin Jessica Ennis. © Getty
Die britische Siebenkämpferin Kelly Sotherton. © Getty
Diskuswerferin Nadine Müller. © Getty
Die portugiesische Siebenkämpferin Naide Gomes. © Getty
Die dänische Hürdenläuferin Sara Petersen. © Getty
Hürdenläuferin Sarah Claxton aus England. © Getty
Stabhochspringerin Silke Spiegelburg. © Getty
Die holländische Langstreckenläuferin Susan Kuijken. © Getty
Die russische Mittelstreckenläuferin Yelena Soboleva. © Getty

Die aus dem bayerischen Illertissen stammende Sailer hat einen tollen EM-Lauf: Im Vorlauf lief sie in 11,27 Sekunden die Bestzeit aller Starterinnen und im Halbfinale glänzte die Studentin für Sportmanagement und -ökonomie ebenfalls als Schnellste in 11,06 Sekunden. Damit verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit gleich um 12/100 Sekunden. Flotter war in diesem Jahr nur die Weißrussin Alena Neumiarchitskaja (11,05) in Europa unterwegs gewesen. Die Rivalinnen auf dem Kontinent haben schon länger vor der nur 1,66 Meter kleinen Sailer Respekt.


Schließlich konnte sie schon bei der Hallen-EM im vergangenen Jahr über 60 Meter Bronze gewinnen und als Solistin glänzen. Bei der Freiluft-WM 2009 in Berlin war sie dagegen der Erfolgsgarant des deutschen Kollektivs: Als Schlussläuferin holte Sailer mit der deutschen Staffel Bronze. Außerdem war sie über 100 Meter als Elfte schnellste Europäerin.

dpa

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