Schwimmen: Auffälliger Doping-Befund beim DSV

Hamburg - Der deutsche Schwimmsport wird mit einer auffälligen Doping-Probe konfrontiert.

“Es gibt ein Ermittlungsverfahren, weil wir über einen auffälligen Befund in Kenntnis gesetzt worden sind“, sagte Christa Thiel, Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), am Mittwoch der Deutschen Presse- Agentur dpa. “Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es zu einem Dopingfall wird.“ Den von “SportBild“ genannten Namen wollte Thiel nicht bestätigen. “In einem schwebenden Verfahren gibt es keine weiteren Stellungnahmen“, sagte die Juristin, “das ist auch zum Schutz des betroffenen Athleten.“

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Nach Informationen von “SportBild“ geht es bei dem vorliegenden Befund um “auffällige Testosteron- bzw. Epi-Testosteronwerte“. Ähnlich wie im Fall der gesperrten Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ließen die Test-Ergebnisse nur indirekt Rückschlüsse auf eine mögliche Einnahme verbotener Substanzen zu.

Thiel wollte keine weiteren Einzelheiten nennen. “Ich finde es unfair, wenn ein Name öffentlich gehandelt wird, und es stellt sich nachher heraus, dass es gar kein Dopingfall ist. Dem Betroffenen hilft das nicht mehr“, sagte sie.

„Das Verfahren läuft“, erklärte der DSV-Anti-Doping-Beauftragte Anselm Oehlschlägel der dpa. “Wir ermitteln, aber wir wehren uns gegen Vorverurteilungen.“

dpa

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