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Rogge weist Beckenbauer-Kritik von sich

Jaques Rogge
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Der IOC-Vorsitzende Jaques Rogge hat die harsche Kritik von Franz Beckenbauer an der Vergabe von Olympia 2018 von sich gewiesen.

Durban - Ende gut, alles gut: Zufrieden schloss IOC-Boss Rogge die Vollversammlung in Durban - der Wahlkampf um seine Nachfolge gewinnt dagegen immer mehr an Tempo.

Das IOC geht gestärkt in die Zukunft: Eine erfolgreiche Programmpolitik, ein verschärfter Anti-Doping-Kampf, eine prall gefüllte Kasse und ein spannendes Bewerbungsrennen um die Sommerspiele 2020 sowie um seine Nachfolge - IOC-Präsident Jacques Rogge zog nach der 123. Vollversammlung ein hochzufriedenes Fazit. “Es war eine Super-Session“, bilanzierte der Belgier am Samstag in Durban. Er begründete noch einmal die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 an Pyeongchang mit der Eroberung neuer Märkte. Die Südkoreaner seien für “ihre Geduld, Beharrlichkeit und das Konzept neue Horizonte“ belohnt worden.


Olympia skurril

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Die olympischen Spiele sind nicht nur ein Wettkampf der Athleten, sondern auch der Fotografen. Wenn sie nicht gerade ein Nickerchen machen, warten sie allzeit bereit auf den richtigen Augenblick, um ein Stück olympische Zeitgeschichte festzuhalten - seien es Höchstleistungen oder komische Momente. Sehen Sie hier eine Auswahl der skurrilsten Schnappschüsse aus Peking. © dpa
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Es sieht nicht aus wie Ringen, was Zoltan Fodor (unten) und Ma Sanyi aus China (oben) hier machen. Aber es ist Ringen! Wirklich! © dpa
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Die russischen Handballer haben da offenbar was verwechselt: Der Ball muss bei dieser Sportart ins Netz - und nicht etwa der Vasilly Filipov. © dpa
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Da schau her: Die brasilianische Fußballerin Formiga bejubelt ihr Tor im Halbfinale gegen Deutschland. © dpa
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"Das kann ich besser", denkt sich Teamkollegin Cristiane - und zaubert einen Salto aus der Hüfte. © dpa
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Olena Antonova aus der Ukraine stellt beim Diskuswerfen insgeheim Klinsis Tonnentritt nach (Tonne nicht im Bild). © dpa
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Ballverliebt: Victorine Agum Fomum küsst die Kugel. © dpa
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Da wollte sie eigentlich nicht hin: Roisin McGettigan landet im Wassergraben. © dpa
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Jeremy Wariner wirft vor dem 400-Meter-Lauf noch schnell Ballast ab. © dpa
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Was will uns die Künstlerin damit sagen? Beach-Volleyballerin Chen Xue gibt Anweisungen. © dpa
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Leire Olaberria: So glücklich schaut eine Bronze-Medaillengewinnerin. © dpa
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Matthew Mitcham macht die Schraube. © dpa
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Wer hypnotisiert hier wen? Wang Hao den Ball oder umgekehrt? © dpa
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Backe, backe Kuchen! Gewichtheber Nikolaos Kourtidis lässt es stauben. © dpa
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"Ich bin dann mal weg": Cheng Fei macht die Flatter. © dpa
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Ein Tänzchen nach links ... © dpa
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... und eines nach rechts .. © dpa
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... und vor ... © dpa
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... und zurück: Synchronschwimmen ist die heimliche Lieblingssportart der Olympia-Fotografen. © 
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Auch an Land können's die Synchronschwimmerinnen: Saho Harada und Emiko Suzuki üben den Knoten. © dpa
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Die anderen Sportler nehmen sich ein Beispiel: Konstantin Schneider (rot) und Manuchar Kvirkelia (blau) üben das Synchron-Ringen. © dpa

Die harsche Kritik der deutschen Fußball-Legende Franz Beckenbauer, der als Glücksbringer und Last-Minute-Stimmenfänger vergeblich für die Münchner Bewerbung gekämpft hatte, wies Rogge zurück: “Am Ende des Spiels ist immer der Schiedsrichter schuld. Man konnte von ihm keine Freudensprünge erwarten“, meinte der 69 Jahre alte Belgier. Beckenbauer hatte nach dem 25:63-Stimmendebakel vor allem gegen die Zerrissenheit der europäischen IOC-Mitglieder gewettert: “Ich klage an: Die europäischen Mitglieder des IOC haben München verraten.“ Es würden allein Eigeninteressen regieren. Das sei furchtbar, so der “Kaiser“.


Rogge betonte erneut, Pyeongchangs Sieg sei kein Trend. “Die erste Bedingung ist Qualität. Das nächste Mal könnten wir mit den Olympischen Spielen auch wieder in ein sogenanntes traditionelles Land gehen“, erklärte der Ober-Olympier. Er freute sich zudem über 594,6 Millionen Dollar auf dem IOC-Festgeldkonto, das Verbot von Injektionsnadeln bei den Olympischen Spielen 2012 in London und zwölf neue Disziplinen bei den Winterspielen 2014 in Sotschi.

Auch der Bieter-Wettbewerb um die Sommerspiele 2020 und der Wahlkampf um Rogges Nachfolge nehmen immer mehr Fahrt auf. Nur Rom hat sich bisher offiziell als Kandidat für das olympische Sommerspektakel in neun Jahren beworben. Von Madrid, Istanbul, Tokio liegen Absichtserklärungen vor, New York soll ebenfalls Interesse bekundet haben.

Gelassen beobachtet Rogge die taktischen Spielchen möglicher Präsidentschaftskandidaten. “Ich werde mit großem Vergnügen und Interesse aus der ersten Reihe zuschauen, mich nicht einmischen“, sagte er. Derzeit gebe es “mindestens ein halbes Dutzend“ geeigneter Kandidaten. Für IOC-Finanzchef Richard Carrion, selbst ein Anwärter, ist Thomas Bach Favorit auf das höchste Amt der Ringe-Organisation. “Kein Zweifel, im Moment ist er der stärkste Kandidat, das sagt jeder“, sagte Carrion der Nachrichtenagentur dpa. Der neue IOC-Präsident wird im September 2013 in Buenos Aires gewählt.

Gunilla Lindberg kehrte unterdessen am Samstag in die Exekutive der Ringe-Organisation zurück. Die 64 Jahre alte Schwedin, von 2000 bis 2004 schon einmal in der Exekutive, nimmt den Platz des Norwegers Gerhard Heiberg ein, dessen achtjährige Amtszeit endet. Lindberg ist seit 1996 im IOC und war zuletzt Vorsitzende der Evaluierungskommission für die Winterspiele 2018.

dpa

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