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Durststrecke beendet

Federer krönt sich zum König von Halle

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Turniersieg in Halle: Roger Federer und sein Pokal

Halle - Roger Federer kann doch noch gewinnen. Nach zehn Monaten ohne Sieg bei einem ATP-Turnier holte sich der Schweizer in Halle zum sechsten Mal den Titel. Für seinen Triumph musste der 31-Jährige aber hart arbeiten.

Nachdem er seine zehnmonatige Durststrecke ohne Turniersieg bei seinem Lieblingsevent im westfälischen Halle beendete hatte, reckte Roger Federer stolz und erleichtertet die imposante Trophäe in die Höhe. „Ich fühle mich super. Ich hatte eine perfekte Woche hier“, sagte der Halbfinal-Bezwinger von Tommy Haas nach seinem sechsten Erfolg bei den Gerry Weber Open. Federer setzte sich am Sonntag in einem packenden Endspiel gegen den Russen Michail Juschni mit 6:7 (5:7), 6:3, 6:4 durch. Damit zeigte es der Schweizer wieder einmal allen Kritikern, die ihn zuletzt nach einigen Niederlagen bereits aufs Altenteil befördern wollten.

Letztmals hatte Federer im August 2012 in Cincinnati triumphiert - für den erfolgsverwöhnten Federer fast eine Ewigkeit. Gutes Omen: Vor zehn Jahren gewann die langjährige Nummer eins der Welt nach seinem Premierensieg in Halle wenig später auch zum ersten Mal in Wimbledon. Dieses Mal kassierte er für seinen ersten Erfolg bei den Gerry Weber Open 123 400 Euro und zog in der Bestenliste mit insgesamt 77 Turniersiegen mit John McEnroe gleich. „Das bedeutet mir sehr viel. John hat dem Tennis so viel gegeben. Es ist etwas ganz Spezielles, mit ihm auf einer Stufe zu stehen“, sagte Federer.

Im Halbfinale hatte Federer am Samstag in der Revanche für das Vorjahresfinale seinen Freund Tommy Haas mit 3:6, 6:3, 6:4 besiegt. „In den entscheidenden Momenten hat Roger wieder einmal gezeigt, aus was für einem Holz er geschnitzt ist. Da muss man den Hut vor ziehen“, sagte Haas nach der verpassten Titelverteidigung. Die deutsche Nummer eins blickt dem Rasen-Highlight in Wimbledon dennoch zuversichtlich entgegen. „Ich denke, ich habe hier eine Woche lang gutes Tennis gespielt“, sagte der 35-Jährige.

Wie mit Haas hatte Federer auch mit Juschni viel Mühe. Die bisherigen 14 Duelle mit dem Russen hatte der 17-malige Grand-Slam-Turnier-Sieger allesamt gewonnen und Juschni dabei gerade einmal drei Sätze gegönnt. Doch der Russe ließ sich von dieser Bilanz nicht einschüchtern und trumpfte unbekümmert auf. Im Nachhinein konnte Federer der Schwerstarbeit aber sogar etwas Gutes abgewinnen. „In dieser Phase vor Wimbledon war es sehr wichtig für mich, auch kämpferisch zu Siegen zu kommen.“

Doch am Anfang war es Juschni, der mit druckvollen Grundlinienschlägen und variablem Spiel die Szenerie bestimmte. Im Tiebreak nutzte der 30-Jährige, der auf dem Weg ins Finale bereits die gesetzten Kei Nishikori (Japan), Philipp Kohlschreiber und Richard Gasquet (Frankreich) ausgeschaltet hatte, nach 57 Minuten seinen zweiten Satzball zum 7:6.

Mitte des zweiten Durchgangs legte die langjährige Nummer eins der Welt dann aber plötzlich los. Federer machte acht Punkte nacheinander, nahm Juschni zum 5:3 zu Null den Aufschlag ab und schaffte nach 1:29 den Satzausgleich. Mit einem lauten „Come on“ pushte sich der sonst auf dem Court eher stille Gentleman des Tennis.

Geldrangliste des Sports: Zwei Deutsche in den Top 100

Geldrangliste des Sports: Zwei Deutsche in den Top 100

Wer verdient am meisten? Wir zeigen die Geldrangliste des Sports 2012. Gezählt werden alle Gehälter, Prämien, Preisgelder und Sponsoreneinnahmen. © dpa
1. Tiger Woods (USA), Golf, 59 Millionen Euro © Getty
2. Roger Federer (Schweiz), Tennis, 54,0 Millionen Euro © AP
3. Kobe Bryant (USA), Basketball, 46,8 Millionen Euro © AP
4. LeBron James (USA), Basketball, 45,2 Millionen Euro © dpa
5. Drew Brees (USA), American Football, 38,5 Millionen Euro © picture alliance / AP Photo
6. Aaron Rodgers (USA), American Football, 37 Millionen Euro © AP
7. Phil Mickelson (USA), Golf, 36,8 Millionen Euro © Getty
8. David Beckham (England), Fußball, 35,7 Millionen Euro © dpa
9. Cristiano Ronaldo (Portugal), Fußball, 33,2 Millionen Euro © Getty
10. Lionel Messi (Argentinien), Fußball, 31,2 Millionen Euro. © Getty
11. Tom Brady (USA), American Football, 29 Millionen Euro © AP
12. Derrick Rose (USA), Basketball, 28,3 Millionen Euro © AP
13. Joe Flacco (USA), American Football, 27,7 Millionen Euro © picture alliance / AP Photo
14. Floyd Mayweather jr. (USA), Boxen, 25,7 Millionen Euro © Getty
14. Manny Pacquiao (Philippinen), Boxen, 52,0 Millionen Euro © dpa
16. Mahendra Singh Dhoni (Indien), Cricket, 23,8 Millionen Euro © AP
17. Kevin Durant (USA), Basketball, 23,3 Millionen Euro © AP
18. Alex Rodriguez (USA), Baseball, 19,7 Millionen Euro © AP
19. Peyton Manning (USA), American Football, 22,7 Millionen Euro © AP
19. Fernando Alonso (Spanien), Formel 1, 22,7 Millionen Euro © Getty
Außerdem erwähnenswert sind folgende Sport-Koryphäen: 22. Maria Scharapowa (Russland), Tennis, 22,0 Millionen Euro © dpa
26. Lewis Hamilton (Großbritannien), Formel 1, 20,8 Millionen Euro © Getty
28. Novak Djokovic (Serbien), Tennis, 20,3 Millionen Euro © picture alliance / dpa
30. Rafael Nadal (Spanien), Tennis, 19,9 Millionen Euro © dpa
40. Usain Bolt (Jamaika), Leichtathletik, Millionen Euro © AP
41. Wladimir Klitschko (Ukraine), Boxen, 18,1 Millionen Euro © dpa
51. Valentino Rossi (Italien), Motorrad, 16,7 Millionen Euro © Getty
58. Dirk Nowitzki (Würzburg), Basketball, 16,2 Millionen Euro © dpa
89. Sebastian Vettel (Heppenheim), Formel 1, 13,6 Millionen Euro © dpa

Auch im dritten Satz musste Federer zunächst jedoch hart kämpfen. Erst zum 4:3 gelang dem Publikumsliebling mit einem technisch perfekten Rückhand-Passierschlag das entscheidende Break. Nach 2:02 Stunden verwandelte Federer seinen ersten Matchball. „Ich habe schon viel gewonnen, aber zuletzt eben nicht so viel. Heute habe ich es wieder geschafft, obwohl Michail sehr gut gespielt hat“, sagte Federer.

dpa

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