Riesch gewinnt Weltcup-Slalom in Levi

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Freude bei Weltmeisterin Maria Riesch.

Levi - Weltmeisterin Maria Riesch hat den ersten Slalom der alpinen Weltcup-Saison gewonnen. Die Partenkirchnerin siegt vor der Amerikanerin Lindsey Vonn und der Finnin Tanja Poutiainen.

Weltmeisterin Maria Riesch hat schon im zweiten Weltcuprennen ihren ersten Sieg der alpinen Skisaison gefeiert und damit ein frühes Ausrufezeichen im Olympia-Winter gesetzt. Im finnischen Levi fuhr die 24-Jährige Partenkirchenerin vor Gesamtweltcupsiegerin Lindsey Vonn aus den USA und Lokalmatadorin Tanja Poutiainen bereits zum zweiten Mal nach ihrem ersten Slalomsieg 2004 ganz nach vorn. “Ich bin überglücklich“, sagte die Verteidigerin des Disziplin-Weltcup. “Levi liegt mir einfach, ich mag den Hang.“

Doch nicht nur der zwölfte Weltcupsieg der Vorzeigefahrerin sorgte für Freude im deutschen Lager: Ihre Schwester Susanne Riesch als Vierte und Katharina Dürr auf Rang sieben steuerten mit ihren besten Karriere-Ergebnissen weitere Top-8-Plätze bei. Sie erfüllten zugleich die Olympia-Norm des Deutschen Skiverbandes (DSV). “Es freut mich, dass die Mädels ihre tollen Trainingsleistungen bestätigen konnten. Levi ist immer ein super Ort für uns“, sagte Damen-Bundestrainer Mathias Berthold, der sich außerdem noch über den neunten Platz von Fanny Chmelar sowie die ersten Weltcup-Punkte von Barbara Wirth (28.) freuen durfte.

Im Mittelpunkt stand trotz der eindrucksvollen Mannschaftsleistung aber Maria Riesch. Bei leicht diffusen Sichtverhältnissen mit Flutlicht und teils leichtem Nebel behielt die beste Slalom-Fahrerin des Vorwinters den Durchblick und fuhr nach Bestzeit im ersten Lauf ihren sechsten Slalomsieg im Weltcup mit 0,08 Sekunden Vorsprung vor Vonn nach Hause. Der Schlüssel zum Erfolg über ihre Freundin und Dauerrivalin Vonn war der Schlussabschnitt der Piste “Black Levi“. “Im Flachen ist Lindsey scheinbar noch schneller als ich“, meinte sie. “Aber das konnte ich in beiden Läufen im Steilhang aufholen.“

Der vorläufige zweite Platz im Gesamtweltcup mit 113 Punkten hinter Poutiainen (160) und vor Vonn (109) hat nach zwei von 33 Wettbewerben zwar noch keine große Aussagekraft, deutet aber auf ein ähnliches Kräfteverhältnis wie im vergangenen Winter. Wenigstens im Slalom müssen die Favoritinnen aber auch wieder mit einer neuen, alten Konkurrentin rechnen. Die Österreicherin Marlies Schild, Disziplin-Gewinnerin von 2007 und 2008, wurde bei ihrem Comeback nach mehr als eineinhalbjähriger Verletzungspause gute Sechste. “Ich bin sehr, sehr zufrieden“, sagte die 28-Jährige.

Mehr als zufrieden war trotz des knapp verpassten Podiums auch Susanne Riesch. “Im ersten Lauf bin ich leider noch etwas mit Handbremse gefahren. Aber ich bin total glücklich mich meinem Ergebnis“, sagte die 21-Jährige. Und Katharina Dürr, die zuvor erst drei Punkteränge im Weltcup zu Buche stehen hatte, konnte ihr Glück kaum fassen: “Das ist einfach der Hammer!“

Nicht ins Finale geschafft hatten es Nina Perner (44./Karlsruhe), Marianne Mair (47./Reichersbeuren), Riesenslalom-Weltmeisterin Kathrin Hölzl (51./Bischofswiesen), Veronika Staber (55./Samerberg- Törwang) sowie die ausgeschiedenen Christina Geiger (Oberstdorf) und Anja Blieninger (Altenau).

dpa

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