Radsport-Profi von Garagentor erschlagen

Granada - Der internationale Radsport wird von einem weiteren tragischen Unglück erschüttert. Der Spanier Xavier Tondo vom Team Movistar ist am Montag in Granada bei einem ungewöhnlichen Unfall ums Leben gekommen.

 Der 32-Jährige wurde vor einer geplanten Trainingsfahrt von einem Garagentor erschlagen. Manager Eusebio Unzue hat den Unfall bestätigt. Das Team Movistar schrieb auf seiner Internetseite: „Xavier Tondo, für immer in unseren Herzen. Wir werden dich niemals vergessen. Ruhe in Frieden.“

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

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Tour de France-Sieger Alberto Contador, der gerade den Giro d'Italia überlegen anführt, drückte via Twitter sein Mitgefühl aus. „Das Leben ist in manchen Momenten so ungerecht und schwer zu verstehen. Es ist unmöglich meine Gefühle über den Tod von Xavier Tondo zu beschreiben“, schrieb Contador: „Mein aufrichtiges Beileid geht an seine Familie. Er war ein toller Mensch, der seinen Sport wie kein anderer liebte. Wir werden dich vermissen. Ruhe in Frieden.

Tondo hatte sich am Vormittag mit seinem Mannschaftskollegen Benat Intxausti zum täglichen Training verabredet. Intxausti soll Augenzeuge des Unglücks gewesen sein, dessen genauer Hergang noch nicht bekannt ist. Die beiden Fahrer befanden sich im Formaufbau für die Tour de France (2. Juli bis 24. Juli). Tondo war erst zu Beginn der Saison zum Movistar-Rennstall gestoßen.

Im März hatte Tondo die Vuelta Castilla y Leon gewonnen und seine Rundfahrtambitionen im Team Movistar unterstrichen. Im vergangenen Jahr belegte er Rang sechs bei der Spanien-Rundfahrt. Außerdem hatte Tondo unter anderem Etappensiege bei Paris-Nizza und der Katalonien-Rundfahrt gefeiert.

Tondo wurde im Jahr 2003 Profi beim Paternina. Anschließend fuhr er unter anderem für das Schweizer Cervelo TestTeam, wo er Mannschaftskollege der Deutschen Andreas Klier und Martin Reimer sowie des Deutsch-Australiers Heinrich Haussler war.

Vor exakt zwei Wochen hatte es beim Giro d'Italia einen tödlichen Unfall gegeben, als der Belgier Wouter Weylandt auf der dritten Etappe verunglückte. Weylandt hatte bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Rad verloren, stürzte schwer und war sofort tot.

sid

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