Radprofi Klöden bestreitet Zahlung von Geldbuße

Berlin - Radprofi Andreas Klöden hat dementiert, für die Einstellung des gegen ihn laufenden Ermittlungsverfahrens 25 000 Euro Bußgeld gezahlt zu haben.

Dies ließ Klöden am Freitag in Berlin durch seine Anwälte mitteilen. Zugleich bestätigten die Juristen, dass die Staatsanwaltschaft Bonn ihre Ermittlungen gegen Klöden wegen der Blut-Doping-Affäre bei seinem früheren Rennstall T-Mobile einstellen werde. Die Auflage dafür sei, dass Klöden einen Geldbetrag an eine soziale Einrichtung bezahle. “Die in einigen Medien kolportierte Auflagenhöhe von 25 000 Euro ist falsch“, heißt es in der Mitteilung. Die Summe, die an eine Einrichtung für geistig und körperlich schwer behinderte Kinder gehe, liege “natürlich unter diesem Betrag“.

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Klöden, der Doping bestreitet, habe “dieser Verfahrensbeendigung schweren Herzens zugestimmt“, erklärte sein Berliner Anwalt Marcus Hotze. Der zweimalige Zweitplatzierte der Tour de France wolle mit diesem Schritt “sich selbst und seiner Familie die unablässige Berichterstattung über ein laufendes Ermittlungsverfahren ersparen“. Außerdem ließen sich so die Kosten eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens vermeiden. Hotze vertritt auch Klödens früheren Teamkollegen Jan Ullrich.

Gegen Zahlung einer Geldbuße waren im vergangenen Jahr die Akten der ebenfalls in die Blut-Doping-Affäre des T-Mobile-Rennstalls verwickelten Ullrich und Ex-Teamchef Rudy Pevenage geschlossen worden. Gegen Ullrich, dem nachgewiesen worden war, dass 4,5 Liter seines Blutes beim mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes lagerten, wurde gegen Zahlung von 250 000 Euro keine Anklage erhoben. Dessen Intimus und langjähriger Betreuer Pevenage soll 25 000 Euro an die Bonner Behörde bezahlt haben.

dpa

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