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NFL: Tarifstreit beendet - Fans atmen weltweit auf

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NFLPA-Präsident DeMaurice Smith (links) und NFL-Präsident Roger Goodell verkünden das Ende des Tarifstreits.

Washington - Der zähe Tarifstreit zwischen Teambesitzern und Spielern der NFL-Klubs ist vorbei. Vor allem in den footballverrückten USA fällt den Fans ein Stein vom Herzen.

Amerikas Sportfans atmen auf: Der viereinhalbmonatige Machtkampf in der National Football League (NFL) zwischen Millionären und Milliardären ist vorbei, ab sofort stehen Tackles und Touchdowns wieder im Vordergrund. Am Montag stimmten die Vertreter der Spielergewerkschaft NFLPA in einer geheimen Wahl in Washington für die Annahme des von den 32 Teambesitzern vorgelegten neuen Tarifvertrages über zehn Jahre. Während die ausgesperrten Basketball-Stars wie Dirk Nowitzki noch warten, was aus der neuen Saison wird, ist sie im Football nach dem Ende des Lockouts gerettet.


“Dies ist ein fairer Deal, und wir freuen uns, ihn unseren Spielern zu präsentieren“, sagte Jeff Saturday, Gewerkschaftsvertreter und Center der Indianapolis Colts. “Ich möchte mich bei den Spielern bedanken, dass sie auf lange Sicht die Zukunft des Footballs gesichert haben. Ein zehnjähriger Vertrag ist großartig für unseren Sport“, sagte NFL-Chef Roger Goodell erleichtert.

Seit dem 11. März waren die knapp 1900 Profis von den Teambesitzern ausgesperrt worden. Es war der erste Lockout seit 1987, und es wurde der längste in der Geschichte der NFL. Er sei traurig für Spieler und Fans, hatte NFLPA-Präsident DeMaurice Smith betont, nachdem der 2006 abgeschlossene Tarifvertrag endete und die Verhandlungen endgültig gescheitert waren.


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Am Montag strahlte Smith vor dem Büro seiner Gewerkschaft ebenso wie Goodell und die anwesenden Vereinseigentümer. “Ich weiß, dass es seit März ein sehr langer Prozess gewesen ist, aber die Spieler haben zusammengehalten, obwohl uns das niemand zugetraut hat. Und der Football ist deshalb jetzt zurück“, so Smith. Larry Fitzgerald, Wide Receiver der Arizona Cardinals, meinte: “Ich freue mich, dass ich das Wort Lockout jetzt für lange Zeit nicht mehr hören muss.“

Von den 9,3 Milliarden Dollar Gesamteinnahmen, die die reichste Liga der Welt alljährlich erwirtschaftet, fließen ab sofort 53 Prozent in die Taschen der Eigner, 47 Prozent kommen den Profis zu. Der alte Kontrakt sah vor, dass den Teambesitzern vorweg eine Milliarde Dollar zustand und 59,6 Prozent der Restsumme den Spielern. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise und damit verbundenen Millionen-Verlusten waren die “Big Bosse“ jedoch bereits 2008 aus dem Vertrag ausgestiegen.

Saisonvorbereitung kann endlich beginnen

Das Ende des Arbeitskampfes kam gerade noch rechtzeitig, um die finanziell lukrative Testspielphase zu retten. Die Spieler dürfen die Vereinsgelände wieder betreten und Clubs Vertragsverhandlungen mit Neu-Profis und vereinslosen Akteuren aufnehmen. Am Mittwoch starten die ersten zehn Teams, darunter die New England Patriots mit dem einzigen Deutschen, Sebastian Vollmer, ihre Trainingscamps. “Wir freuen uns, endlich wieder aufs Football-Feld zurückzukehren, anstatt in Büroräumen am Verhandlungstisch zu sitzen“, meinte Saturday.

Die Vorbereitungspartien beginnen am 11. August. Der Verlust eines Testspiel-Wochenendes hätte die Liga rund 60 Millionen Dollar gekostet. Die neue Saison wird am 8. September mit der Partie zwischen Meister Green Bay Packers und den New Orleans Saints eröffnet. Den großen Showdown - soviel ist nun garantiert - gibt es im Februar in Indianapolis. Dort wird der Super Bowl ausgetragen, und dort kann sich die lokale Wirtschaft auf zu erwartende 150 000 Fans und Einnahmen von rund 400 Millionen Dollar freuen.

dpa

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