Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Neue Anschuldigungen gegen Armstrong

Lance Armstrong wurde bereits mehrmals des Dopings beschuldigt
+
Lance Armstrong wurde bereits mehrmals des Dopings beschuldigt

Mannum - Der siebenmalige Toursieger Lance Armstrong sieht sich erneut schweren Doping-Anschuldigungen ausgesetzt. Diesmal geht es um ein Medikament, das damals noch in der Entwicklung war.

Wie das amerikanische Sportmagazin Sports Illustrated berichtet, soll der Texaner in den späten 90er Jahren das blutsteigernde Medikament HemAssist genommen haben. Das Mittel, das sich noch in der Entwicklungsphase befand, hatte in Versuchen bei Tieren eine erhöhte Sauerstoff-Transportkapazität bewirkt. Das Blatt beruft sich dabei auf Quellen rund um die Ermittlungen im Zuge des Dopingskandals um das frühere US-Postal-Team.

Die lange Liste: Sportstars unter Dopingverdacht

Die lange Liste: Sportstars unter Dopingverdacht

Bei Eisschnelläuferin Claudia Pechstein wurden 2009 auffällige Blutwerte festgestellt. Der Retikulozytenanteil lag bei Proben über dem von der Internationalen Eislaufunion (ISU) festgelegten Höchstwert. Sie bekam eine Sperre aufgebrummt. Pechstein klagt dagegen. © dpa
Jan Ullrich soll in die Doping-Affäre um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes verstrickt gewesen sein. Von seinem Team wurde er suspendiert. Er bestreitet die Vorwürfe. © dpa
Bei der erfolgreichen Sprinterin Katrin Krabbe-Zimmermann wurde im Juli 1992 das Mittel Clenbuterol nachgewiesen. © dpa
Im Oktober 1999 wurde Dieter Baumann positiv auf Nandrolon getestet. Der Wirkstoff stammte angeblich aus einer Zahnpasta. © dpa
Bei der WM 1994 wurde Fußballstar Diego Maradona des Dopings überführt. © dpa
Nach seiner Goldmedaille bei Olympia 1988 in Seoul wurde der Sprinter Ben Johnson positiv getestet. © dpa
2007 gestand Erik Zabel im Rahmen einer Pressekonferenz, bei der Tour de France 1996 eine Woche lang Doping mit EPO betrieben zu haben. © dpa
1992 wurde die Läuferin Grit Breuer überführt. © dpa
John McEnroe hat zugegeben, während seiner aktiven Zeit gedopt worden zu sein. © dpa
Radfahrer Marco Pantani wurde beim Giro d’Italia 1999 wegen überhöhter Hämatokritwerte disqualifiziert. © dpa
1988 hatte Sprinter Carl Lewis bei den US-Ausscheidungskämpfen drei verbotene Doping-Substanzen (Ephedrin, Pseudoephedrin und Phenylpropanolamin) im Blut. © dpa
Negative Schlagzeilen lieferte Ludger Beerbaum 2004, als der deutschen Mannschaft bei Olympia in Athen aufgrund eines positiven Dopingtests von Beerbaums Pferd Goldfever die Mannschafts-Goldmedaille nachträglich aberkannt wurde. © dpa
Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City gewann der für Spanien startende Langläufer Johann Mühlegg mehrere Medaillen. Kurz darauf musste er alle wegen nachgewiesenen Dopingmissbrauchs wieder abgeben. © dpa
Im Jahre 2004 geriet der Fußballer Marco Rehmer in die Schlagzeilen, als er ohne Absprache mit seinem Verein Hertha BSC ein Medikament nahm, das auf der Dopingliste stand. © dpa
Der Radrennfahrer Tom Simpson kam bei der Tour de France 1967 völlig überraschend ums Leben. Kurz vor dem Gipfel des Mont Ventoux bäumt er sich ein letztes Mal auf. Dann sackt er zusammen. Er flüstert: «Setzt mich wieder auf mein Rad». Dann stirbt er. Höchstwahrscheinlich war Doping im Spiel. © dpa
Nemanja Vučićević wurde 2005 positiv auf die verbotene Substanz Finasterid getestet. Er gab an, ein Haarwuchmittel genommen zu haben. © dpa
1999 wurde Linford Christie positiv auf das verbotene Dopingmittel Nandrolon getestet. © dpa
Dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ gestand Jörg Jaksche 2007, jahrelang gedopt zu haben. © dpa
Der Sprinter Konstantinos Kenteris und die Sprinterin Ekaterini Thanou entzogen sich 2004 bei Olympia in Athen einem Doping-Test. Die verweigerte Probe wurde als positiv gewertet. © dpa
Dem Fußballspieler Adrian Mutu konnte Kokainkonsum nachgewiesen werden. Das gilt als Doping, und er wurde für sieben Monate gesperrt. © dpa
Am 29. Juli 2006 gab Justin Gatlin selbst eine positive A-Probe auf Testosteron bekannt. © dpa
Im November 2008 wurde der österreichische Radstar Bernhard Kohl für 2 Jahre wegen Dopings gesperrt. Seine Ergebnisse der Tour de France 2008 wurden annulliert. Er hatte Gesamtplatz 3 belegt. © dpa
Sprinterin Marion Jones gestand im Oktober 2007 die Verwendung des Dopingmittels Tetrahydrogestrinon (THG). © dpa
Floyd Landis gewann 2006 die Tour de France. Im Nachhinein wurde ihm der Titel jedoch wieder aberkannt. © dpa
Ex-Eishockey-Spieler Uwe Krupp (M.) war 1990 bei einer WM positiv getestet worden – der erkältete Krupp, damals NHL-Profi in Buffalo, hatte ein Hustenmittel genommen, das Ephedrin enthielt. © dpa
Bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt 2005 wurde der Radfahrer Stefan Schumacher positiv auf Doping getestet. Im Oktober 2008 berichtete die französische Zeitung L’Équipe, dass Schumacher bei der Tour de France 2008 positiv auf das Blutdopingmittel CERA (EPO) getestet wurde. © dpa
Der Deutsche Leichtathletikverband eröffnete im November gegen Nils Schumann ein sportrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen. © dpa
Der Radprofi Frank Vandenbroucke ist im Alter von 34 Jahren gestorben. Immer wieder hatte er unter Dopingverdacht gestanden © dpa
Am 18. Juli 2007 gab der Bund Deutscher Radfahrer bekannt, dass bei Patrick Sinkewitz in der A-Probe einer unangemeldeten Trainingskontrolle in den Pyrenäen am 8. Juni 2007 ein deutlich erhöhter Testosteron-Epitestosteron-Quotient festgestellt worden sei. © dpa
Das Pferd von Isabell Werth wurde im Jahr 2009 positiv auf die verbotene Substanz Fluphenazin getestet. © dpa
Am 24. Juli 2007 wurde bekannt, dass Alexander Winokurow beim Sieg im Einzelzeitfahren der 13. Etappe sowie drei Tage später auf der 15. Etappe der Tour de France positiv auf Blutdoping getestet wurde. © dpa
Nach mehr als zehn Jahren voller Vorwürfe hat Lance Armstrong gestanden, bei all seinen sieben Tour-de-France-Siegen gedopt zu haben. Bei US-TV-Talkerin Oprah Winfrey legte er eine Beichte ab: Ja, er habe illegale leistungssteigernde Substanzen wie Epo, Testosteron, Kortison und Bluttransfusionen eingenommen. © dpa

„Ich habe nichts zu sagen“, meinte Armstrong am Rande der Tour Down Under, seinem letzten Rennen außerhalb der Vereinigten Staaten, und legte sich angesichts der bohrenden Fragen mit einem Reporter an.

In dem Bericht, der am Mittwoch in voller Länge auf den Markt kam, werden aber noch weitere Anschuldigungen gegen Armstrong und Co. erhoben. In der Razzia bei Armstrongs Teamkollege Jaroslaw Popowitsch im November dieses Jahres sollen Dokumente und E-Mails sichergestellt worden sein, die eine Verbindung von Armstrong zum Dopingarzt Michele Ferrari nachweisen sollen. Der frühere Ullrich-Rivale hatte stets betont, dass er seit 2004 nicht mehr mit Ferrari zusammenarbeite.

Auch Floyd Landis erneuerte seine Anschuldigungen gegen Armstrong. Im Jahr 2003 hätten Zollbeamte nach einem Flug nach St. Moritz das Gepäck der US-Postal-Fahrer durchsucht und Spritzen und Dopingmittel gefunden. Die Beschriftung der Präparate sei auf spanisch gewesen. Den Betreuern sei es aber auf Drängen von Armstrong gelungen, die Beamten davon zu überzeugen, dass es sich um Vitaminpräparate und -spritzen handele.

Landis hatte im Mai vergangenen Jahres mit seinem Dopinggeständnis einen großen Skandal ausgelöst, als er schwere Vorwürfe gegen Armstrong und weitere Mitglieder des US-Postal-Teams erhoben hatte. Insbesondere hatte Landis, dem 2006 wegen Dopings der Toursieg aberkannt worden war, von systematischem Sportbetrug im Team berichtet.

sid

Kommentare