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Nach Sturz: Kritik an spektakulären Skirennen

Hans Grugger.

Wien - Nach dem schweren Unfall des Skirennfahrers Hans Grugger haben österreichische Zeitungen am Freitag den Drang zu immer spektakuläreren Abfahrten kritisiert.

Zwar weisen Alpin-Experten und Skirennfahrer stets darauf hin, dass schwere Stürze leider zur Hochrisiko-Sportart dazugehören. Aber trotzdem müssen sie sich in bitteren Momenten wie diesen wieder Fragen nach zu gefährlichen Strecken oder zu viel Spektakel stellen. Die Antwort ist eigentlich immer dieselbe: 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht.

“Das ist das Restrisiko, was eine Abfahrt in sich hat. Das ist die schnellste Disziplin auf Ski und die brutalste“, sagte Doppel- Olympiasieger Markus Wasmeier in der ARD über die “Formel 1 im Winter“. “Jeder ist sich des Risikos bewusst.“ Anders als beim Motorsport “haben wir halt selbst keinen Kasten rum wie die Autofahrer“.

Horrorsturz von Hans Grugger auf der Streif

Horrorsturz von Hans Grugger auf der Streif

Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © ap
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © ap
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © ap
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © ap
Der Österreicher Hans Grugger stürzte bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel schwer und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. © dpa

Spurlos gehen die schweren Stürze wie der von Grugger, der wegen schwerer Kopfverletzungen über fünf Stunden notoperiert werden musste, trotz der sehr sachlichen Betrachtungsweise weder an Experten noch an Sportlern vorbei. “Wie schlimm, das ist sehr schockierend“, sagte Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch, die vor ihrer Abfahrt am Samstag in Cortina d'Ampezzo betonte: “Ich werde mir es nicht anschauen. Das muss man ausblenden.“

Auch wenn nach Gruggers schwerem Sturz auf das Restrisiko und letztlich Fahrfehler hingewiesen wurde - der Unfall zeigt, wie schmal der Grat zwischen Sportspektakel und Sicherheit ist. Zwar seien immer mehr Vorsichtsmaßnahmen in den vergangenen Jahren getroffen worden und die Standards in Kitzbühel seien vorbildlich, aber hundertprozentig verhindern könne man Unfälle nicht, sagte Wasmeier. Fangnetze, Sturzräume, Rückenprotektoren oder Helme - vieles werde schon getan. “Mehr haben wir halt nicht und dann ist da nur noch dieser dünne Rennanzug“, sagte Wasmeier.

Alle ließ die Kunde aus Innsbruck am Freitag erst einmal aufatmen, dass Grugger außer Lebensgefahr sei. Nun wird gehofft, dass der zur Zeit im künstlichen Koma liegende Sportler keine langfristigen Schäden davonträgt. Nach dem Sturz Gruggers hatte eine “gewisse Schockstarre“ geherrscht, wie der frühere Skirennfahrer und jetzige TV-Experte Armin Assinger im ORF berichtete.

Auch der Österreicher wies aber auf das bewusst eingegangene Risiko der Ski-Asse hin. “Schlussendlich weiß jeder, auf was er sich einlässt, wenn er am Start einer Strecke steht, auch an der Streif“, sagte Assinger. “Solche Stürze werden sich nie verhindern lassen, und man darf jetzt auch nicht mit der Analyse übers Knie brechen. Wir müssen festhalten, dass es für den Sport ausgebildete und trainierte Athleten sind. Sie arbeiten acht Monate darauf hin und sind auf alle Eventualitäten geschult. Aber keiner ist vor Fehlern gefeit.“

Die bis zu 85 Prozent steile Mausefalle, in der Grugger verunglückt war, sei in diesem Jahr nicht gefährlicher gewesen als in vergangenen Jahren, sagte Günter Hujara, Renndirektor vom Internationalen Skiverband FIS. “Ich will die Sache jetzt beileibe nicht in irgendeiner Form bagatellisieren, es ist schlimm genug, was passiert ist. Wir sind alle noch ziemlich mitgenommen. An der Vorbereitung der Strecke oder diesem Sprung hat es aber sicher nicht gelegen.“  

dpa

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