Langläufer starten durch - Frauen deprimiert

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Tobias Angerer (Archivfoto)

Drammen - Hoffnungsschimmer zum rechten Zeitpunkt: Die deutschen Langläufer kommen rechtzeitig vor den Weltmeisterschaften in Oslo doch noch in Form.

Hoffnungsschimmer zum rechten Zeitpunkt: Die deutschen Langläufer kommen rechtzeitig vor den Weltmeisterschaften in Oslo doch noch in Form. Beim Weltcup in Drammen schaffte Axel Teichmann aus Bad Lobenstein am Samstag über 15 Kilometer klassisch Platz acht. Der Schwede Daniel Rickardsson gewann souverän. Tobias Angerer aus Vachendorf und Jens Filbrich (Frankenhain) belegten die Plätze 16 und 18. “Jetzt können wir etwas optimistischer auf die WM schauen. Aber wir müssen auch noch etwas machen“, meinte Teichmann.

Das müssen auch die Frauen, die ein deprimierendes Ergebnis hinnehmen mussten. Nicole Fessel (Oberstdorf) wurde beim Sieg der Norwegerin Marit Björgen als 22. beste Deutsche, hatte aber über zwei Minuten Rückstand. Noch härter traf es Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl), die sich mit Platz 51 abfinden musste.

“Ich wusste nicht, wo ich stehe. Es waren schwere Wochen daheim. Eine gezielte Vorbereitung auf einen Saisonhöhepunkt sieht anders aus“, sagte Teichmann, der einmal mehr schwer ins Rennen fand. “Dann kam aber Martin Johnsrud Sundby von hinten. Er ist stark gelaufen, ich konnte mich anhängen und sein Tempo mitgehen. Am Ende habe ich mich revanchiert und ihm geholfen“, erzählte der Olympia-Zweite über 50 km. In Top-Form befinde er sich noch nicht. “Der Abstand nach vorn war noch sehr groß. Aber die Platzierung und die Leistung geben Hoffnung“, sagte Teichmann.

Zufrieden war auch Tobias Angerer. “Ich musste alles allein laufen, hatte keinen Kontakt zu anderen starken Läufern. Das Ergebnis zeigt, dass es wieder einen Schritt nach vorn ging. Jetzt freue ich mich auf Oslo und werde mich auf die Massenstart-Rennen und die Staffel konzentrieren“, meinte der Vachendorfer.

Gerade die wiedergewonnene Mannschaftsstärke stimmt optimistisch. “Da wollen wir natürlich glänzen, aber nicht ausschließlich. Es gibt einige wichtige Einzelentscheidungen zuvor“, betonte Teichmann.

Von solchen Hoffnungen sind die Frauen weit entfernt. Die Krankheiten bei drei der vier etablierten Läuferinnen seit Jahresbeginn haben ihre Spuren hinterlassen. “Das kann man nicht wegdiskutieren. Wir können nicht plötzlich vorn mitmischen. Aber die Zeitabstände sind schon eine extreme Hausnummer“, sagte Bundestrainer Jochen Behle. Evi Sachenbacher-Stehle fühlt sich gesundheitlich zwar wieder okay, doch von ihrer Zeit war die Teamsprint-Olympiasiegerin deprimiert. Sie flüchtete sich in Galgenhumor: “Die Hoffnung stirbt zuletzt“, meinte sie.

Doch keiner weiß, wo plötzlich die Leistungsexplosion herkommen soll. Daher konzentriert man sich ganz auf die Staffel und hofft, dass die Kraft der 30-Jährigen vielleicht für fünf Kilometer reichen möge. Eine Medaille wie bei den letzten Großereignissen scheint in Oslo jedoch illusorisch.

dpa

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