Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

"Lama-Boy" vor dem Prinzen

OVB
+
Respektable Leistung: Der 16-jährige Manfred Oettl de Reyes startet in Whistler Creekside.

Vancouver - Mit den Medaillengewinnern Tobias Angerer oder Evi Sachenbacher-Stehle oder Stars wie Anni Friesinger-Postma, Isabella Laböck und Andi Birnbacher ist der Chiemgau bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver bereits sehr gut vertreten - aber auch bei den "Exoten" hat die Region ihre Finger mit im Spiel.

Erstmals stellt Peru eine Mannschaft bei Olympischen Winterspielen - ihren Sitz hat das Team aus dem Andenstaat allerdings in Gengham bei Palling. Die Geschwister Ornella (19) und Manfred (16) Oettl de Reyes sind dort aufgewachsen und können aufgrund der Herkunft der Mutter für Peru starten. Seit Sommer besitzen sie selbst die peruanische Staatsangehörigkeit. Geboren sind die Geschwister in München, aktuell besuchen sie das Ski-Gymnasium in Innsbruck und im Verein starten sie für den SC Bergen - eine kuriose Geschichte, die mit der Olympia-Teilnahme einen neuen Höhepunkt erfährt.

"Es war sehr schwierig. Ein Jahr lang haben wir auf diesen Augenblick hingearbeitet", meinte Manfred Oettl de Reyes senior und beschreibt damit auch organisatorische Probleme, "weil Peru keinen eigenen Skiverband hat". In Vancouver war ein Start im Riesenslalom und im Slalom für die beiden Geschwister vorgesehen.

Ornella Oettl de Reyes startet heute erneut.

Der 16-jährige Manfred hatte sein erstes Rennen am Dienstag hinter sich gebracht. "Nur nicht Letzter werden", war sein Ziel - Aufgabe erfüllt. Von 81 Startern, die am Ende ins Klassement kamen, belegte er im Riesenslalom Platz 67 mit 24,22 Sekunden Rückstand auf den Olympiasieger Carlo Janka aus der Schweiz - immerhin lag der Youngster mit dem wallenden Haar bei seiner Premiere vor dem Olympia-Urgestein Hubertus von Hohenlohe, der seine fünften Winterspiele erlebt. Ärgerlich war für ihn nur der Verlust eines Skistocks während der Fahrt: "Do hob i gmoant, i stirb", meinte der "Lama-Boy" in bestem Bairisch nach seinem Auftritt und stellte fest, "dass ich für Sotschi lernen muss, die Stöcke besser festzuhalten".

Für Aufsehen sorgte nicht nur sein couragierter Auftritt (Ex-Slalom-Weltmeister Frank Wörndl: "Ich würde gegen ihn momentan kein Land sehen"), sondern auch seinen Rennanzug. Der ist kunterbunt mit aufgedruckten Lamas. "Alle denken, der ist gestrickt, in Südtirol wollten sie ihn mir sogar schon mal abkaufen", erzählt Manfred junior. Sein zweites Rennen bestreitet er im Slalom am Samstag. Schwester Ornella musste am Mittwoch im Nebel von Whistler Creekside im Riesenslalom ran und belegte nach dem ersten Durchgang Rang 61 von 69 Teilnehmerinnen in der Wertung - 12,13 Sekunden hinter der Führenden Elisabeth Görgl aus Österreich. Gestern Abend sollte sie den zweiten Durchgang bestreiten, bereits am heutigen Freitagabend stand ihr nächster Auftritt im Damenslalom auf dem Plan.

kk/tn/Oberbayerisches Volksblatt

Kommentare