Kritik an Hambüchens Autobiografie

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Fabian Hambüchen sorgt für Umut unter seinen Kollegen.

Berlin - Mit Unverständnis haben Team-Gefährten von Turnstar Fabian Hambüchen auf pikante Details seiner Autobiografie reagiert.

 “Alle, mit denen ich bisher darüber gesprochen habe, finden das alles nur lächerlich“, meinte Mannschafts-Europameister Philipp Boy am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz zu den deutschen Turn- Meisterschaften in Berlin.

Der Cottbuser gilt am Wochenende neben dem Unterhachinger Marcel Nguyen als härtester Rivale Hambüchens im Kampf um die deutsche Mehrkampf-Krone. “Ich selber werde so bald bestimmt keine Autobiografie schreiben. Man sagt ja, wenn man so was macht, geht es mit der Leistung bergab“, fügte der Lausitzer hinzu.

Hambüchen war am Dienstag mit Details seiner Autobiografie an die Öffentlichkeit gegangen. So enthüllte der 22-jährige Ex-Weltmeister und Olympia-Dritte vier Tage vor Beginn der Meisterschaften in der Hauptstadt in einem Vorabdruck des Buches “Fabian Hambüchen ­ Die Autobiografie“ in “Bild“ intime Einzelheiten seines Liebeslebens. So stellt er unter anderem dar, wie ihn seine Mutter beim Sex mit seiner damaligen Freundin erwischte.

Zudem schildert der Wetzlarer, wie Drogen seine Beziehung mit seiner ersten Partnerin bereits nach drei Monaten zerstörten, weil deren Freunde ständig und überall kifften. “Ich ging als unfreiwilliger Passivraucher ein enormes Risiko ein. Cannabis steht auf der Doping-Liste. Selbst minimale Dosen, durch Passivrauchen konsumiert, könnten unter Umständen einen positiven Doping-Test zur Folge haben“, schreibt Hambüchen in seinem Buch. “Plötzlich tauchte da vor meinem inneren Auge wieder die Headline auf: 'Hambüchen positiv getestet'. Das war ein Alptraum, und so weit durfte es nicht kommen lassen. Und so trennte ich mich von Lara, obwohl ich sie liebte“, gesteht Hambüchen.

dpa

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