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IOC: Keine Spritzen mehr im Olympischen Dorf

Durban - Im Kampf gegen Doping will das IOC ein weitere Lücke schließen. In London 2012 sollen keine Infusionen und Injektionen mehr erlaubt werden. Das bedeutet keine Spritzen mehr im Olympischen Dorf.

Im Kampf gegen Doping will das Internationale Olympische Komitee (IOC) bei Olympia 2012 in London eine weitere Lücke schließen. Infusionen und Injektionen sind im Olympischen Dorf oder an den Wettkampfstätten nur dann erlaubt, wenn diese Form der Behandlung zuvor angemeldet wurde. „Ansonsten müssen die Athleten mit harten Sanktionen rechnen“, erklärte Prof. Arne Ljungqvist als Chef der Medizinischen Kommission am dritten Tag der 123. IOC-Session.

„Wir werden weder Spritzen noch Geräte für Infusionen an Wettkampfstätten oder medizinischen Behandlungsräumen erlauben“, erklärte der Schwede, der sich ähnlich wie bei Winter-Olympia 2006 in Turin Unterstützung durch die Strafverfolgungsbehörden wünschen würde. „Ohne die Razzia im Haus der Österreicher wäre das alles nicht ans Licht gekommen“, sagt Ljungqvist, nach dessen Angaben Reinigungstrupps bei vergangenen Spielen in den Olympischen Dörfern häufig gebrauchte Spritzen oder Nadeln gefunden hätten.

Ljungqvist kündigte zudem an, im Nachgang zum „Fall Caster Semenya“ werde das IOC „binnen Wochen“ seine Regel zum künftigen Umgang mit dem Hyperandrogenismus ausarbeiten und den Fachverbänden zuzustellen. Sie soll sichern, dass künftig keine dubiosen Frauen mit einem zu hohen Anteil an männlichen Merkmalen mehr bei Wettkämpfen starten.

„Wir brauchen klar formulierte Regeln, damit nicht jeder Fachverband etwas anders mit dem Thema umgeht“, hatte zuvor der Schweizer Denis Oswald gefordert, der Präsident des Ruder-Weltverbandes FISA und Mitglied der IOC-Exekutive ist. Diese hatte im April in London die neue Lösung auf den Weg gebracht.

Ljungqvist machte deutlich, der Leichtathletik-Weltverband IAAF und der Fußball-Weltverband FIFA würden die neue Regel bei ihren Weltmeisterschaften 2011 bereits befolgen, auch bei Olympia 2012 werde diese angewendet.

Olympia skurril

Olympia skurril

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Künftig sollen Athletinnen, die einen offensichtlich hohen Anteil männlicher Merkmale haben, durch ihre nationalen Verbände überprüft bzw. medizinisch untersucht werden. Falls angesagt, soll der zu hohe Anteil an männlichen Hormonen durch geeignete Maßnahmen gesenkt werden. Über die Notwendigkeit dieser Maßnahmen wird ein internationales Expertengremium aus dem Bereich Hyperandrogenismus entscheiden. Ist die Athletin nicht einverstanden, verliert sie ihr Startrecht. In jedem Fall soll die Athletin anonym bleiben und nicht wie bei Semenya geschehen weltweit diskutiert werden.

„Hätten wir die künftige Regel vor zwei Jahren schon gehabt, hätte es keinen Fall Semenya gegeben“, sagte Ljungqvist mit Blick auf Südafrikas 800-m-Weltmeisterin, die nach einer Hormonbehandlung und elfmonatiger Zwangspause im Juli 2010 von der IAAF wieder zum Start zugelassen wurde.

Im Bereich Doping bestätigte Ljungvist, dass es bei Olympia in London die Rekordzahl von 5000 Dopingkontrollen (Urin und Blut) geben soll. 2008 in Peking waren es 4770 Kontrollen gewesen.

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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