DSV-Nachwuchs sorgt für Aufsehen

Kurioses Rennen: Riesch wird Zweite

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Maria Höfl-Riesch beendete den ersten Saisonslalom als Zweite

Levi - Gelungener Slalom-Saisonstart für Maria-Höfl Riesch: Die Doppelolympiasiegerin schaffte den Sprung aufs Podest. Siegerin Mikaela Shiffrin legt eine Fabelzeit hin.

Am Ende eines ziemlich verrückten Rennens konnte Maria Höfl-Riesch mit sich und der Welt zufrieden sein - und tatsächlich: Sie lächelte zufrieden. Beim ersten Weltcup-Slalom des Olympia-Winters fuhr sie auf der Piste „Black“ im finnischen Levi, die so etwas wie ihr Wohnzimmer geworden ist, auf den zweiten Rang. Und sie war beileibe nicht die einzige Deutsche, die nördlich des Polarkreises einen bemerkenswerten Tag erwischt hatte.

Schneller als Höfl-Riesch war lediglich die Weltmeisterin, das allerdings deutlich: Mikaela Shiffrin aus den USA lag 1,06 Sekunden vor der deutschen Slalom-Olympiasiegerin, die dafür im zweiten Lauf aber noch die am Ende drittplatzierte Gesamtweltcup-Siegerin Tina Maze (Slowenien) überholte. Für Höfl-Riesch bedeutet dies nach dem Ausscheiden beim Weltcup-Auftakt in Sölden vor drei Wochen auch die Qualifikation für Olympia in Sotschi.

„Maria auf dem Podium, zwei unter den Top 10, sechs im Finale - ich bin mehr als zufrieden“, betonte Alpindirektor Wolfgang Maier. Das galt zunächst auch für Christina Geiger (Oberstdorf): Im April am Knie operiert, verbesserte sie sich im Finale von Rang acht auf Rang sechs - die 23-Jährige hat damit die Norm für Sotschi erfüllt. Dann war da auch Barbara Wirth (Lenggries), die mit Startnummer 43 auf Rang 12 fuhr - ihr bestes Ergebnis im Weltcup brachte der 24-Jährigen immerhin die halbe Olympia-Norm ein.

Und dann waren da noch: Marina Wallner (Inzell), Maren Wiesler (Münstertal) und Marlene Schmotz (Leitzachtal). Das Trio nutzte in Levi die Gunst der Stunde, als nach den ersten 30 Läuferinnen im ersten Lauf der böige Wind nachließ. Wallner fuhr mit Startnummer 63 zunächst auf Rang drei, die Weltcup-Debütantin lag gleichauf mit Höfl-Riesch (!). Wiesler war Zwölfte, Schmotz, bei ihrem einzigen Weltcup-Start im Januar 2013 ausgeschieden, lag auf Rang 13.

„Das war sicher für alle überraschend“, sagte Maier. Wallner, Wiesler und Schmotz fuhren im Finale bei gleichen Bedingungen für alle dann etwas verhaltener, eher auf Sicherheit. Sie holten sich aber die ersten Weltcup-Punkte ihrer Karriere: Wallner auf Rang 16, Wiesler und Schmotz zeitgleich auf Rang 23. „Im ersten Lauf haben sie die Gunst der Stunde genutzt, aber das musst du im zweiten Lauf auch erst mal noch runterbringen“, sagte Maier anerkennend.

Leidtragende der kuriosen Bedingungen waren Susanne Riesch (Partenkirchen) und Lena Dürr (Germering). Beide waren nach den ersten 30 Starterinnen um Rang 20 platziert, für den zweiten Lauf hätte dies unter normalen Umständen locker gereicht. Vor allem für Susanne Riesch wäre das Erreichen des Finaldurchgangs bereits ein großer Erfolg gewesen - 974 Tage nach ihrem letzten Rennen, einer fürchterlichen Verletzung, Rücktrittsgedanken und Reha-Kampf.

Dann aber ging es plötzlich los - und unter den ersten 30 und somit im Finallauf befanden sich mit einem Mal die Startnummern 71, 67, 66, 64, 63, 58, 53, 48, 45 und 43. Riesch und Dürr wurden nach hinten durchgereicht, auf den Rängen 33 und 34 verfehlten sie den Finallauf am Ende knapp.

SID

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