Guter Tour-Start: Teichmann Dritter, Gössner Fünfte

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Axel Teichmann

Oberhof - Fulminanter Start der deutschen Langläufer ins Olympia-Jahr: Mit dem besten Mannschaftsergebnis der Saison, haben die Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) am Neujahrstag beim Start der Tour de Ski in Oberhof neue Hoffnungen geweckt.

Axel Teichmann (Bad Lobenstein) wurde Dritter, Biathletin Miriam Gössner (Garmisch) Fünfte. Zwar konnten die Prolog-Erfolge der vergangenen Tour nicht wiederholt werden, doch die Ergebnisse stimmen optimistischer als die der Weltcups zum Jahresende. Die Siege gingen an Weltcup-Spitzenreiter Petter Northug (Norwegen) und Petra Majdic (Slowenien).


"Ich wollte bei den drei Rennen zu Hause zweimal auf das Podium. Das ist mir mit Rang drei zur Hälfte schon gelungen", sagte Teichmann, der sich diesmal nicht so spritzig fühlte. "Es ging etwas zäher. Aber morgen soll es noch kälter sein und die Techniker werden mir wieder einen guten Ski präparieren. Ich greife wieder an", sagte der Thüringer, der in Andreas Katz aus Baierbronn überraschend einen jungen Mann als Adjudanten an seiner Seite hatte. Mit Rang elf schaffte er schon die halbe Olympia-Norm. "Wir brauchen die jungen Leute, um Ausfälle der Arrivierten kompensieren zu können", befand Bundestrainer Jochen Behle.

Miriam Gössner startet eigentlich für das Biathlon-Team.

Gleiches trifft auf die Damen zu, die sich langsam aus ihrem Leistungstief herauszuarbeiten scheinen. Miriam Gössner schaffte die Olympia-Norm, auch Claudia Nystad (Oberwiesenthal) sicherte sich als Zwölfte das Ticket nach Vancouver. Besonders Gössner bekam viel Anerkennung. "Sie hat gezeigt, dass die Leistung in der WM-Staffel keine Eintagsfliege war. Sie hat voll überzeugt und mich über alle Maßen überzeugt", sagte Damen-Coach Janko Neuber. Die Gelobte selbst nahm es gelassen. "Ich wollte ganz einfach ein gutes Rennen laufen und es mir selbst beweisen, dass es besser geht als vor Weihnachten", sagte die Biathletin, die aber nicht restlos zufrieden war.


"Ich hatte großen Respekt vor der Strecke. Deshalb bin ich langsam angegangen, zu langsam. Mit der Erfahrung jetzt würde ich das Rennen gern noch mal laufen", sagte sie. Ihre offene Zukunft klärte sich direkt nach Rennende. "Sie wird hier bleiben und am Samstag wieder an den Start gehen", sagte Behle, der nur noch Klassik-Ski für die Bayerin besorgen musste. Denn solche hat sie als Biathletin nicht im Schrank, auch wenn sie schon klassisch trainiert hat.

Von Gerald Fritsche, dpa

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