Gold für Schild - Blech für Riesch

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Für Maria Riesch war beim WM-Slalom in Garmisch-Partenkirchen nur Blech drin.

Garmisch-Partenkirchen - Maria Riesch hat zum Abschluss der Frauen-Wettbewerbe bei der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen eine Medaille verpasst.

Hier können Sie den Live-Ticker nachlesen.

Die Titelverteidigerin und Olympiasiegerin kam im Slalom am Samstag nicht über Platz vier hinaus. Riesch fehlten am Gudiberg 69/100 Sekunden auf eine Medaille. Weltmeisterin wurde die Österreicherin Marlies Schild. Sie verteidigte ihren Vorsprung aus dem 1. Lauf und lag 34/100 vor ihrer Teamkollegin Kathrin Zettel. Die Schwedin Maria Pietilae-Holmner wurde Dritte. Maria Riesch hatte zuvor jeweils Bronze in Super-G und Abfahrt geholt.


Nach Platz fünf im ersten Lauf attackierte Riesch im Finale mit neuem Ski, doch erneut unterliefen ihr Fehler. “Ich habe versucht alles zu geben. Es war schwer zu fahren. Die Technikspezialistinnen hatten mehr Zeit sich vorzubereiten. Das soll keine Ausrede sein“, sagte Riesch. “Dass jeder hier die Goldmedaille erwartet hat, fand ich übertrieben. Ich habe nur einen Slalom die Saison gewonnen. Zweimal Bronze ist keine totale Pleite.“

Bier, Plomben und Käse: Die besten Sprüche der Ski-WM

“Ich versuche anständig zu essen und habe aufgehört, Bier zu trinken.“ (Alpin-Exot Jean Pierre Roy, Skirennfahrer aus Haiti, über einen Punkt seiner WM-Vorbereitung) © dpa
“Wegen der Absage bin ich sehr enttäuscht, aber das Leben geht weiter.“ (Die amerikanische Skirennfahrerin Lindsey Vonn frei nach Dragoslav “Stepi“ Stepanovic, früherer Trainer etwa von Eintracht Frankfurt und den Stuttgarter Kickers, über ihren Verzicht für den Rest der WM) © dpa
“Ich freue mich schon auf das Bild, wie der Polizist in der Mitte steht und die Athleten anhält und ihnen ein Ticket gibt...“ (FIS-Präsident Gian Franco Kasper auf die Frage, ob Geschwindigkeiten im Skirennsport ein Ansatzpunkt für Sicherheit wären) © dpa
“Ich komme sicher jedes Jahr wieder her zum Wallfahrten.“ (Die österreichische Doppel-Weltmeisterin Elisabeth Görgl) © dpa
“Ich glaube, dass ihr das Singen, der Auftritt sehr viel Lockerheit gegeben hat. Sie hat die Leute begeistert.“ (Österreichs Sportdirektor Hans Pum über Doppel-Weltmeisterin Elisabeth Görgl und deren WM-Song) © dpa
“Er ist unkompliziert und einfach - fast so wie die Traumfrau sein sollte.“ (Christof Innerhofer am Montag in Garmisch-Partenkirchen nach Silber in der Kombination über seinen drittplatzierten Teamkollegen Peter Fill) © dpa
“Es war klar, dass kein Kraut gegen den Aksel gewachsen ist, wenn der durchkommt.“ (Der Vierte der Kombinations, Benjamin Raich (Österreich), am Montag in Garmisch-Partenkirchen über Aksel Lund Svindal (Norwegen), der ihn vom Podest verdrängte) © dpa
“In meiner bisherigen sportlichen Betreuung habe ich eine solche Kombination einer grandiosen sportlichen und charakterlichen Leistung noch nicht erlebt. Sie ist ein wahrer Profi und Champion.“ (Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes, über die Leistung von Maria Riesch) © dpa
“Wenn es ein bisschen länger gedauert hätte, wäre ich pinkeln gegangen, denn ich hatte Druck.“ (Der Schweizer Silbermedaillengewinner Didier Cuche über die Unterbrechungspause vor seinem Start) © dpa
“Das interessiert mich null und nix, das ist für mich völlig uninteressant.“ (Der österreichische Cheftrainer Mathias Berthold über die sechsjährige Wartezeit seiner Abfahrer auf eine Medaille) © dpa
“Das stand noch auf meiner To-do-Liste.“ (Abfahrts-Weltmeister Erik Guay) © dpa
“Wenn die Lindsey meint, sie fährt rückwärts runter, dann soll sie rückwärts runter fahren.“ (Der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier auf die Frage zur möglichen Renntaktik der Amerikanerin Lindsey Vonn in der Super-Kombination am Freitag) © dpa
“Es ist so schwierig, ich habe oben gedacht, dass ich schon zwei Jahre nicht mehr auf Skiern gestanden habe.“ (Der Oberstdorfer Tobias Stechert nach dem Abfahrtstraining am Donnerstag zur herausfordernden Kandahar-Piste) © dpa
“Es schüttelt einen richtig durch. Der Kopf wackelt im Ziel weiter. Zum Glück sind meine Plomben alle noch drinnen.“ (Der Österreicher Michael Walchhofer zum gleichen Thema) © Getty
“Als Athlet muss man schauen, dass man mit allen Verhältnissen zurecht kommt. Aber diese Piste ist eigentlich ein Wahnsinn.“ (Walchhofers Teamkollege Benjamin Raich) © Getty
“Wir müssen uns auf Silber und Bronze konzentrieren. Gold holt der Innerhofer.“ (Der Schweizer Didier Cuche nachdem Super-G-Sieger Christof Innerhofer die überlegene Bestzeit im Training zur Abfahrt gefahren war) © Getty
“Er ist ein alter Fuchs. Er hat schon so oft bei Rennen auf den Podium gestanden und ich nur im Training.“ (Innerhofer schiebt die Favoritenrolle an Cuche zurück) © Getty
„Mein Kopf fühlte sich an wie in einem Schraubstock.“ (Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn zu den Nachwirkungen ihres Sturzes) © Getty
„In der Hölle ist es so eisig, da spiegelt man sich fast selber.“ (Gina Stechert am Montag nach der Hangbefahrung für den Super-G auf der Kandahar-Piste) © Getty
„Die beste Eröffnungsfeier war damals in Saalbach. Die wurde abgesagt, das war äußerst angenehm und schnell.“ (Gian Franco Kasper, Präsident des Ski-Weltverbands FIS, über Eröffnungsfeiern bei Weltmeisterschaften) © dpa
„Heute haben wir sehr viel Energie verbrannt wie eine Nuklearzentrale.“ (Der kroatische Bronzemedaillengewinner Ivica Kostelic nach dem Super-G) © dpa
„Sex ist doch immer gut“ (Die US-Amerikanerin Julia Mancuso zu einem ORF-Reporter, der sie zu Platz sechs in der Abfahrt befragte) © dpa
„Ich kann mir keinen Käse über meinen Kopf machen, das ist ja kein Schienbein.“ (Lindsey Vonn zu ihrer in der vorvergangenen Woche erlittenen Gehirnerschütterung. Mit Quarkwickeln hatte die Amerikanerin vor Olympia ihre Schuhrandprellung behandelt) © Getty
“Ich war der Älteste in der Mannschaft - so schnell geht's.“ (Der 26 Jahre alte Felix Neureuther, der 2005 beim WM-Sieg im Team-Wettbewerb noch der jüngste in der deutschen Mannschaft war) © dpa

Die anderen deutschen Slalomfahrerinnen enttäuschten. Susanne Riesch stürzte im zweiten Durchgang bei einem Torfehler. Fanny Chmelar wurde 15., für Katharina Dürr reichte es nur zu Platz 23. Christina Geiger war mit großem Zeitrückstand im ersten Lauf ausgeschieden.

dpa

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