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French Open: Görges verpasst Achtelfinal-Einzug

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Julia Görges hat es nicht ins Achtelfinale geschafft.

Paris - Julia Görges hat den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers verpasst. Überraschend ausgeschieden ist auch Vorjahresfinalistin Samantha Stosur.

Die 22 Jahre alte Julia Görges unterlag am Freitag bei den French Open in ihrem Drittrunden-Spiel der Französin Marion Bartoli 6:3, 2:6, 4:6. Die Bad Oldesloerin verlor nach starkem Beginn Mitte des zweiten Satzes ihren Rhythmus und verpasste nach 2:02 Stunden die große Chance auf den Sprung in die zweite Turnierwoche. Damit ist in Paris von den deutschen Damen nur noch Andrea Petkovic im Wettbewerb. Die Darmstädterin spielt an diesem Samstag gegen die Australierin Jarmila Gajdosova um den Einzug ins Achtelfinale.

Görges startete furios. Die Schleswig-Holsteinerin zog im ersten Satz schnell auf 4:0 davon und gestattete der einstigen Wimbledon-Finalistin bis zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwei Punkte. Ehrfürchtiges Staunen des Publikums begleitete den Sahne-Auftakt der Aufsteigerin der vergangenen Wochen.

Erst nach 14 Minuten gelang der Französin der erste Spielgewinn zum 1:4. Görges setzte die Lokalmatadorin immer wieder mit ihrer Vorhand unter Druck. Nach 33 Minuten verwandelte sie ihren vierten Satzball zum 6:3. Die Faust geballt, ein lauter “Come on“-Schrei - die Welt für Görges war in perfekter Ordnung. Auch in ihrer Box strahlten Trainer Sascha Nensel und Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner Zuversicht aus. Die dunklen Wolken über der Anlage schienen zu dieser Zeit allein über Bartoli zu schweben.

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Doch die Nummer elf der Welt wurde ihrem Ruf als “französischer Kampfzwerg“ wieder einmal gerecht. Im fünften Spiel des zweiten Satzes drehte sich die Partie. Einen ersten Breakball von Bartoli wehrte Görges noch mit einem Ass ab. Doch danach folgten ein Doppelfehler und eine Vorhand ins Aus - Bartoli hatte ihr Break und glich nach insgesamt 1:09 Stunden Spielzeit nach Sätzen zum 1:1 aus.

Görges, die zwischenzeitlich die Turnierärztin auf den Platz kommen ließ, weil sie Probleme mit dem rechten Auge hatte, brauchte eine ganze Weile, um sich wieder zu sammeln. Die Vor- und Rückhand beidhändig spielende Bartoli nahm ihr zweimal den Aufschlag ab, beim Stand von 4:1 für die Französin vergab die Deutsche gleich vier Breakbälle. Achtmal ging das Aufschlagsspiel von Bartoli über Einstand, dann lag Görges 1:5 zurück.

Mit dem Mute der Verzweiflung stemmte sich die 1,80 Meter große deutsche Tennis-Hoffnung aber gegen das drohende Aus. Plötzlich kam ihre gefürchtete Vorhand wieder, gelangen auch wieder ein paar Stopps. Görges kam auf 4:5 heran und schöpfte noch einmal Hoffnung. Ihr Coach Nensel pushte sie mit geballter Faust - aber vergebens. Bartoli blieb cool und verwandelte ihren ersten Matchball, mit dem sie bei ihrem Heim-Grand-Slam zum zweiten Mal nach 2007 das Achtelfinale erreichte.

Im Vorjahr im Finale, dieses Jahr bereits raus: Samantha Stosur.

Überraschend ausgeschieden ist auch Vorjahresfinalistin Samantha Stosur. Die an Nummer acht gesetzte Australierin unterlag der Argentinierin Gisela Dulko mit 4:6, 6:1, 3:6. Bereits am Donnerstag hatte die Weltranglisten-Zweite Kim Clijsters sensationell gegen die 20 Jahre alte Niederländerin Arantxa Rus verloren.

Daraufhin geht das Favoritinnensterben weiter. Nun schied auch die topgesetzte Caroline Wozniacki überraschend aus. Die Weltranglistenerste aus Dänemark verpasste durch ein 1:6, 3:6 gegen Daniela Hantuchova (Slowakei/Nr. 29) den Einzug ins Achtelfinale. “Sie war heute einfach besser als ich. Ich werde jetzt hart trainieren und dann stärker zurückkommen“, sagte die 20-Jährige

Es ist das schwächste Abschneiden von Wozniacki bei einem Grand-Slam-Turnier seit exakt zwei Jahren. 2009 war die 20-Jährige ebenfalls in der dritten Runde von Roland Garros gescheitert. Damit muss Wozniacki, die in diesem Jahr bereits vier Turniere gewonnen hat, weiter auf ihren ersten Triumph bei einem Major-Tournament warten.

Titelverteidigerin Francesca Schiavone hat bei den French Open das Achtelfinale erreicht. Die italienische Tennisspielerin profitierte am Freitag in Paris von der Aufgabe ihrer Gegnerin Peng Shuai. Die Chinesin musste beim Stand von 6:3, 1:2 aus Sicht von Schiavone nach 1:16 Stunden wegen einer Verletzung passen.

Keine Blöße gab sich indes Roger Federer: Der Schweizer zog ohne Probleme ins Achtelfinale ein und bleibt beim diesjährigen Sandplatz-Highlight weiter ohne Satzverlust. Der ehemalige Weltranglistenerste und Grand-Slam-Rekordsieger bezwang den Serben Janko Tipsarevic 6:1, 6:4, 6:3. In der Runde der letzten 16 wartet auf den 29-jährigen Federer entweder sein Landsmann Stanislas Wawrinka oder der Franzose Jo-Wilfried Tsonga.

Dafür erreichten Andrea Petkovic und Julia Görges (Darmstadt/Bad Oldesloe) bei den French Open in Paris das Achtelfinale im Doppel-Wettbewerb. Die beiden Fed-Cup-Spielerinnen besiegten die an Position sechs gesetzte Paarung Bethanie Mattek-Sands/Meghann Shauhnessy (USA) mit 6:1, 1: 6, 7:6 (8:6).

Petkovic/Görges wehrten im Tiebreak des entscheidenden Satzes sogar einen Matchball ab, ehe sie nach 2:02 Stunden das Match für sich entschieden. In der Runde der letzten 16 treffen die beiden derzeit besten deutschen Spielerinnen auf Nadia Petrowa/Anastasia Rodionowa (Russland/Australien), die beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres an Nummer neun gesetzt sind.

Petkovic und Görges, die erst zum zweiten Mal gemeinsam Doppel spielen, haben bereits ein Preisgeld von ingesamt 22.000 Euro sicher.

dpa/sid

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