Erster Golfer wegen Dopings gesperrt

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Doug Barron wurde von der WADA des Dopings überführt.

Shanghai - Als erster Golfprofi überhaupt wurde Doug Barron des Dopings überführt. Weil er ein leistungssteigerndes Mittel einnahm, wurde er ein Jahr von der US-PGA-Tour suspendiert.

Vier Wochen nach den Olympia-Comeback hat auch das Profigolf seine erste Dopingsperre. Der 40 Jahre alte Doug Barron ist als erster Golfprofi überhaupt wegen der Einnahme eines leistungssteigernden Mittels von der US-PGA-Tour für ein Jahr suspendiert worden. Den Namen der verbotenen Substanz und wann Barron überführt worden ist, gab die US-Dachorganisation nicht bekannt. „Ich möchte mich für die ganzen negativen Folgen für das Ansehen der Tour und der Spieler entschuldigen“, erklärte Barron, „ich möchte aber auch klarstellen, dass ich mir keinen unfairen Vorteil verschaffen oder meine Leistung steigern wollte.“

Doping: Die dümmsten Ausreden

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Erst seit dem 1. Juli 2008 werden im Profigolf Dopingtests durchgeführt. Die Anerkennung der Richtlinien der Welt-Anti-Doping- Agentur (WADA) war Bedingung für eine Olympia-Rückkehr. Am 9. Oktober hatte die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Golf ins olympische Programm für die Spiele 2016 in Rio de Janeiro aufgenommen.

Barron ist seit 1992 Profi, war insgesamt acht Jahre auf der US- PGA-Tour und hat dabei knapp 2,2 Millionen Euro Preisgeld erspielt. In dieser Saison startete er nur bei vier Turnieren der zweitklassigen Nationwide Tour - zuletzt ohne großen Erfolg im September bei der Mexico Open. Sein bestes Ergebnis war ein geteilter dritter Platz auf der US-Tour 2005. „Ich bin überrascht, das zu hören“, meinte British Open-Sieger Stewart Cink (USA), „ich kenne ihn ein bisschen. Er hat aus verschiedenen Gründen, immer wieder Medikamente nehmen müssen. Das hat bestimmt was damit zu tun.“ 

„Er gehört nicht wirklich zur PGA Tour“

US-Profi Pat Perez wollte den Fall runterspielen. „Es ist ja nicht so, als ob ein Spieler aus den Top 20 Steroide genommen hat, um Tiger Woods zu schlagen“, sagte Perez, “auf der einen Seite spielt es eine Rolle, auf der anderen nicht. Er gehört nicht wirklich zur PGA Tour.“

Bereits 2007 hat die südafrikanische Golf-Legende Gary Player mit Doping-Vermutungen für Furore gesorgt. Zahlreiche Spieler würden dopen, hatte Player erklärt, ohne Namen zu nennen. Forderungen der WADA und des IOC nach Doping-Kontrollen bei Turnieren und angekündigten Tests im Training waren immer wieder aufgeschoben und erst vor 16 Monaten endgültig eingeführt worden.

dpa

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