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Riesch: "Eine Steigerung zum Wintermärchen WM"

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Maria Riesch

München - Maria Riesch sprach im Interview mit dem Münchner Merkur über ihren großen Triump bei Olympia und über das Sturzpech ihrer Schwester.

Maria Riesch, die letzte deutsche Skifahrerin, die bei Olympia Doppel-Gold geholt hat, war 1998 Katja Seizinger. Haben Sie das damals als 14-Jährige mitbekommen?

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Das waren die ersten Olympischen Winterspiele, die ich bewusst wahrgenommen habe. Und unvergesslich ist mir, wie drei deutsche Skimädels in der Kombination auf dem Podium gestanden haben. Ich dachte mir damals: ,Wahnsinn, die deutschen Skifahrerinnen sind so gut.’ Das war wirklich Ansporn, denen nachzueifern. Dass ich jetzt zwölf Jahre später selber auf dem olympischen Siegerpodest stehe, hätte ich mir aber nicht vorstellen können.

Wie nahe ging Ihnen das Sturzpech Ihrer Schwester im Slalom?

Für Susanne war das einer der bittersten Momente in ihrer Karriere. So sehr ich mich über Gold freute, so sehr habe ich auch mit ihr gelitten. Sie hatte nur eine Chance, den Slalom, sie war gut in Form, sie hatte alles dafür getan, um eine Medaille zu holen. Sie war auch nah dran. Und dann fädelt sie ein und alles ist innerhalb einer Zehntelsekunde vorbei . . .

Das Hoch der deutschen Skifahrerinnen, das schon letztes Jahr bei der WM in Val d’Isere begonnen hat, hält an. Wie sehen Sie den enormen Aufwärtstrend?

Letztes Jahr mit dem WM-Gold für Kathrin Hölzl und mich, das war bereits das absolute Wintermärchen. Schon da hatten wir uns gedacht: ,Wahnsinn, besser geht es eigentlich nicht mehr.’ Und jetzt gab es hier in Kanada sogar noch eine Steigerung. Für unser ganzes Team ist das unglaublich: Die letzten fünf Medaillen, die wir bei Großereignissen gewonnen haben, waren alles goldene. Wer hätte denn das vor ein paar Jahren noch gedacht? Das war ein riesiger Befreiungsschlag. Unsere junge Mannschaft kann sich sogar noch entwickeln. Und da ist die Heim-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen eine ganz große Herausforderung für uns alle.

Die Saison wird diesmal direkt vor ihrer Haustür enden, beim Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen ab 9. März. Was haben Sie sich für das Heimspiel vorgenommen?

nommen? Da geht es für mich ja noch um die Kristallkugel im Slalom, um den Disziplin-Gesamtsieg. Das ist das allerletzte Rennen der Saison. Und das vor heimischem Publikum. Darauf freue ich mich schon sehr. Das Weltcup-Finale ist ja auch die Generalprobe für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr. Und da hoffe ich, dass durch meine Olympia-Erfolge die Begeisterung jetzt noch größer geworden ist.

Von Armin Gibis

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