Ehemaliger IOC-Chef Samaranch im Krankenhaus

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Der frühere Präsident des Internationalen Olympischen Komitees IOC, Juan Antonio Samaranch, bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking.

Paris - Der frühere Präsident des Internationalen Olympischen Komitees IOC Juan Antonio Samaranch ist ins Krankenhaus gebracht worden. Seine Sekretärin dementiert Meldungen, es sei ernsthaft.

Sie hat Berichte zurückgewiesen, der 89-Jährige habe einen Herzanfall erlitten. Es habe sich lediglich um eine “unbedeutende Erschöpfungsreaktion“ gehandelt, sagte Annie Inchauspe nach spanischen Presseberichten vom Mittwoch. “Er war nur einige Minuten im Krankenhaus.“ Die Pariser Sportzeitung “L'Équipe“ hatte am Dienstagabend in ihrer Online-Ausgabe berichtet, der langjährige Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sei nach einem Herzanfall in Monaco ins Krankenhaus gebracht worden. Samaranch war beim Festival Sportel zusammengebrochen.

Die spanische Presse schrieb am Mittwoch, die Ärzte hätten bei Samaranch eine Herzinsuffizienz festgestellt. Ihm sei geraten worden, angesichts seines Alters drei bis vier Tage im Krankenhaus zu bleiben. Der 89-Jährige sei aber in sein Hotel zurückgekehrt. Zuletzt hatte Samaranch im Dezember 2007 bei einer Veranstaltung in Madrid einen Schwächeanfall erlitten.

Vor knapp zwei Wochen hatte er sich als IOC-Ehrenpräsident in Kopenhagen leidenschaftlich für Madrid als Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2016 eingesetzt. “Ich bin jetzt 89 Jahre alt, und mein Leben ist fast zu Ende. Darf ich sie bitten, meinem Land die Ehre und die Verpflichtung zu geben, die Spiele 2016 zu organisieren“, sagte der Katalane damals. Madrid unterlag in der Abstimmung jedoch Rio de Janeiro. Samaranch hatte das IOC von 1980 bis 2001 geleitet.

dpa

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