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Dreikampf um den Tour-Sieg - Andy Schleck in Gelb

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Andy Schleck geht im Gelben Trikot ins Herzschlagfinale der 98. Tour de France.

Alpe d'Huez - Die verzweifelte Attacke von Alberto Contador verpuffte, Andy Schleck geht im Gelben Trikot ins Herzschlagfinale der 98. Tour de France:

Nach einer turbulenten 19. Etappe mit dem umjubelten Tagessieg des Franzosen Pierre Rolland in Alpe d'Huez werden die Luxemburger Andy und Frank Schleck sowie der Australier Cadel Evans am Samstag im Einzelzeitfahren den Gesamterfolg unter sich ausmachen.


Rolland holte nach 109 km im Skiort Alpe d'Huez den ersten Tagessieg für die Grande Nation bei der Tour 2011. Sein Europcar-Teamkollege Thomas Voeckler musste das Gelbe Trikot an Andy Schleck abgeben, der das „maillot jaune“ zum siebten Mal in seiner Karriere trägt und nun 53 Sekunden vor seinem älteren Bruder Frank liegt. Evans folgt auf Rang drei mit 57 Sekunden Rückstand. Ein Herzschlagfinale beim Kampf über 42,5 km gegen die Uhr am Samstag in Grenoble ist damit garantiert.

Tour de France: Mit 33 Stichen genäht und immer noch im Sattel

Johnny Hoogerland verletzte sich auf der 9. Etappe der Tour schwer. Nachdem ein Auto Juan Antonio Flecha gerammt hatte, fuhr der Spanier in das Rad von Hoogerland und kegelte den Holländer in hohem Bogen vom Rad. Er landete in einem Stacheldraht und musste minutenlang behandelt werden. Trotzdem beendete er die Etappe und wurde anschließend im Krankenhaus mit 33 Stichen genäht. Klicken Sie sich durch die Bilder. © getty
Johnny Hoogerland verletzte sich auf der 9. Etappe der Tour schwer. Nachdem ein Auto Juan Antonio Flecha gerammt hatte, fuhr der Spanier in das Rad von Hoogerland und kegelte den Holländer in hohem Bogen vom Rad. Er landete in einem Stacheldraht und musste minutenlang behandelt werden. Trotzdem beendete er die Etappe und wurde anschließend im Krankenhaus mit 33 Stichen genäht. Klicken Sie sich durch die Bilder. © getty
Johnny Hoogerland verletzte sich auf der 9. Etappe der Tour schwer. Nachdem ein Auto Juan Antonio Flecha gerammt hatte, fuhr der Spanier in das Rad von Hoogerland und kegelte den Holländer in hohem Bogen vom Rad. Er landete in einem Stacheldraht und musste minutenlang behandelt werden. Trotzdem beendete er die Etappe und wurde anschließend im Krankenhaus mit 33 Stichen genäht. Klicken Sie sich durch die Bilder. © getty
Johnny Hoogerland verletzte sich auf der 9. Etappe der Tour schwer. Nachdem ein Auto Juan Antonio Flecha gerammt hatte, fuhr der Spanier in das Rad von Hoogerland und kegelte den Holländer in hohem Bogen vom Rad. Er landete in einem Stacheldraht und musste minutenlang behandelt werden. Trotzdem beendete er die Etappe und wurde anschließend im Krankenhaus mit 33 Stichen genäht. Klicken Sie sich durch die Bilder. © getty
Johnny Hoogerland verletzte sich auf der 9. Etappe der Tour schwer. Nachdem ein Auto Juan Antonio Flecha gerammt hatte, fuhr der Spanier in das Rad von Hoogerland und kegelte den Holländer in hohem Bogen vom Rad. Er landete in einem Stacheldraht und musste minutenlang behandelt werden. Trotzdem beendete er die Etappe und wurde anschließend im Krankenhaus mit 33 Stichen genäht. Klicken Sie sich durch die Bilder. © getty
Johnny Hoogerland verletzte sich auf der 9. Etappe der Tour schwer. Nachdem ein Auto Juan Antonio Flecha gerammt hatte, fuhr der Spanier in das Rad von Hoogerland und kegelte den Holländer in hohem Bogen vom Rad. Er landete in einem Stacheldraht und musste minutenlang behandelt werden. Trotzdem beendete er die Etappe und wurde anschließend im Krankenhaus mit 33 Stichen genäht. Klicken Sie sich durch die Bilder. © getty
Johnny Hoogerland verletzte sich auf der 9. Etappe der Tour schwer. Nachdem ein Auto Juan Antonio Flecha gerammt hatte, fuhr der Spanier in das Rad von Hoogerland und kegelte den Holländer in hohem Bogen vom Rad. Er landete in einem Stacheldraht und musste minutenlang behandelt werden. Trotzdem beendete er die Etappe und wurde anschließend im Krankenhaus mit 33 Stichen genäht. Klicken Sie sich durch die Bilder. © getty

Andy Schleck gibt sich siegessicher: „Meine Form und meine Motivation sind super. Ich bin davon überzeugt, dass Trikot verteidigen zu können.“ Sein Bruder Frank ergänzte, dass „wir hier sind, um die Tour zu gewinnen“, und dafür würden er und sein Bruder, die beide für das Team Leopard Trek fahren, ihr „Bestes geben“. Doch auch Evans, der wohl beste Zeitfahrer des Trios, meinte: „Ich werde versuchen, so schnell wie möglich zu fahren - ich hoffe, es wird schnell genug sein.“

In Alpe d'Huez verwies Rolland bei seinem ersten Tour-Etappensieg den Spanier Samuel Sanchez (Euskaltel) auf Platz zwei, dahinter folgte mit 23 Sekunden Rückstand Alberto Contador (Saxo Bank), der nun 3:55 Minuten Rückstand auf Andy Schleck hat. Der vierte Tour-Sieg ist somit praktisch unmöglich.

Noch am Donnerstag hatte Contador eine der schwärzesten Stunden seiner Karriere erlebt, am Freitag schien er wie Phoenix aus der Asche aufzusteigen und sich mit einer waghalsigen Attacke zu revanchieren. Doch die Kräfte verließen ihn. Verbissen stampfte der Titelverteidiger mit hoher Frequenz dem Ziel entgegen, die Schleck-Brüder und Evans keuchend im Nacken. 10 Kilometer vor dem Gipfel hatte Contador bereist 39 Sekunden herausgefahren, zwei Kilometer später war es schon fast eine Minute. Doch viel mehr konnte der Spanier nicht herausfahren, am Ende lagen seine Herausforderer noch ganze etwa 30 Sekunden hinter ihm. Zu wenig für Contador, um im Klassement noch etwas zu verändern.

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

1989: Greg LeMond (USA, auf dem ersten Platz stehend) © Getty Images
1990: Greg LeMond (USA) © Getty Images
1991: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1992: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1993: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1994: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1995: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1996: Bjarne Riis (Dänemark) Riis gab später zu, gedopt zu haben . Die Disqualifikation ist nicht möglich, da die Verwendung von Doping nach acht Jahren verjährt. Die Organisatoren der Tour de France hatte Riis zunächst aus ihrer Siegerliste gestrichen. Mittlerweile wird er dort wieder geführt. © Getty Images
1997: Jan Ullrich (Deutschland) © Getty Images
1998: Marco Pantani (Italien) © Getty Images
1999: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2000: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2001: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2002: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2003: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2004: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2005: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2006: Floyd Landis (USA). Landis wurde aber am 21. September 2007 der Titel aberkannt. Er war positiv auf Testosteron getestet worden. © Getty Images
Dafür wurde Oscar Pereiro nachträglich zum Gewinner der Tour de France 2006 erklärt. © Getty Images
2007: Alberto Contador (Spanien) © Getty Images
2008: Carlos Sastre (Spanien) © Getty Images
2009: Alberto Contador (Spanien) © Getty Images
2010: Alberto Contador (Spanien) © dpa
2011: Cadel Evans (Australien) © ap
2012: Bradley Wiggins (Großbritannien) © ap

„Ich habe versucht, die Etappe zu gewinnen. Das war mein großes Ziel, nachdem es gestern richtig schlecht gelaufen ist. Ja oder nein habe ich mir gesagt, versuch's. Leider hat es nicht ganz gereicht“, sagte Contador.

Cadel Evans hatte sofort am Einstieg hinauf nach Alpe d'Huez attackiert, bei der 12,5-km-Marke gab Contador dann aber den Startschuss zu einem spektakulären Etappenfinale. Die Energieanzeige des französischen Lieblings Voeckler war da längst im roten Bereich, aber Landsmann Rolland sprang in die Bresche. Ein ums andere Mal erhöhte Contador das Tempo, bis auch die Schlecks und Evans passen mussten.

„Thomas Voeckler hat mir gesagt: 'Zieh los, such' deine Chance'. Ich habe mich ein halbes Jahr auf diese Etappe vorbereitet. Ich kann es aber trotzdem kaum fassen, dass ich in Alpe d'Huez wirklich gewonnen habe“, sagte Etappensieger Rolland.

Nach einem zuvor wechselhaften und spannenden Verlauf waren 15 km vor dem Ziel alle Favoriten zusammengerollt und nahmen zunächst die 21 Serpentinen, die wieder von vielen tausend Fans gesäumt waren, gemeinsam in Angriff. Vor dem Finale gab es damit eine Pattsituation, nach der es lange nicht aussah.

Zuvor hatte Evans kurz vor dem Galibier-Gipfel attackiert, und Voeckler war mit seinen Kräften am Ende. Hilflose Schreie stieß der Franzose aus, als er sogar Probleme hatte, seine Helfern zu folgen. Wutentbrannt warf der 32-Jährige eine Trinkflasche auf den Asphalt. Seine Teamkollegen fuhren Voeckler noch einmal nach vorn. Doch es half nichts, Voeckler wachte im Mekka des Radsports aus seinem Traum in Gelb auf.

Von Ruben Stark und Emanuel Reinke

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