Davis-Cup: Kohlschreiber bringt Deutschland in Führung

Stuttgart - Philipp Kohlschreiber hat seine Tennis-Pflicht erfüllt und dem deutschen Davis-Cup-Team beim Abstiegsspiel gegen Südafrika einen erfolgreichen Start beschert. 

Im Eröffnungseinzel in Stuttgart sorgte die deutsche Nummer eins am Freitag mit 6:4, 6:4, 6:4 gegen den Weltranglisten-205. Rick de Voest für die 1:0-Führung. Kohlschreiber feierte damit in seinem zwölften Davis-Cup-Einzel bereits den achten Sieg.

“Ein Davis-Cup-Match ist immer etwas Spezielles. Nicht unterschätzen, alles geben - das war die Devise“, sagte Kohlschreiber. Nach der Partie kündigte der Augsburger an, künftig mit Andy Murrays Ex-Coach Miles Maclagan zusammenarbeiten zu wollen: “Ich glaube, es ist gut mit jemanden zu arbeiten, der einen Spieler weit gebracht“, sagte Kohlschreiber. Anschließend traf Florian Mayer auf Izak van der Merwe, der anstelle des verletzten Weltranglisten- 67. Kevin Anderson Südafrikas Nummer eins ist.

Bei Sonne, Wolken und Wind bot Kohlschreiber vor nur 1500 Zuschauern auf dem Weissenhof eine solide, aber keine überragende Vorstellung. Der klar favorisierte Augsburger spielte auf dem roten Sand seine Stärken von der Grundlinie aus und hatte bei längeren Ballwechseln zumeist das bessere Ende für sich. Zwischenzeitlich streute der Weltranglisten-31. effektive Stoppbälle ein. De Voest setzte außer viel Kampfgeist einen guten ersten Aufschlag und sichere Volleys dagegen, kam aber zu selten dazu, ans Netz aufzurücken.

Nach einem schnellen Break zum 2:1 hätte sich Kohlschreiber bereits bei einer 5:3-Führung den ersten Durchgang holen können, de Voest wehrte aber drei Satzbälle ab. Die vierte Chance nutzte der 26 Jahre alte Bayer dann nach etwas Mühe mit dem eigenen Aufschlag. Im zweiten Satz lag Kohlschreiber sofort wieder vorn, musste nach dem zweiten Break zum 5:2 aber erstmals sein eigenes Service abgeben. Im zweiten Versuch machte er es dann besser und brachte den Durchgang mit aggressivem Tennis von der Grundlinie unter Dach und Fach.

Während Kohlschreiber auch mit seiner einhändigen Rückhand Druck ausübte, konnte de Voest den Ball auf der Rückhandseite meist nur ins Feld spielen, ohne Kohlschreiber in Bedrängnis zu bringen. Ein weiteres schnelles Break zum 2:1 im dritten Satz sorgte auf der Bank bei Teamchef Patrik Kühnen endgültig für Beruhigung. Nach knapp zwei Stunden beendete Kohlschreiber mit seinem dritten Matchball die Partie.

dpa

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