Brite Thomas gewinnt Bayern-Rundfahrt

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Geraint Thomas (r) vom Team Sky hat die 32. Auflage der Bayern-Rundfahrt gewonnen.

Moosburg - Der Brite Geraint Thomas hat die 32. Auflage der Bayern-Rundfahrt gewonnen. Der Rad-Profi vom Team Sky ließ sich am Sonntag den Gesamtsieg nicht mehr nehmen.

Radprofi Geraint Thomas vom Team Sky hat die 32. Auflage der Bayern-Rundfahrt gewonnen. Vier Tage nach seinem 25. Geburtstag ließ der britische Meister am Sonntag bei der Schlussetappe über 162,1 Kilometer von Friedberg ins oberbayerische Moosburg nichts anbrennen und hielt den dänischen Gesamt-Zweiten Nicki Sörensen auf Distanz. Als bester Deutscher belegte Andreas Klier im Gesamtklassement den fünften Platz. Der Thüringer John Degenkolb verpasste am Ende der Tour quer durch den Freistaat hinter dem Italiener Giacomo Nizzolo nur knapp seinen zweiten Etappensieg.

Mit einem starken fünften Platz beim Einzelzeitfahren über 26 Kilometer hatte Thomas am Samstag die Führung übernommen. “Wir sind hergekommen, um zu gewinnen, daher bin ich sehr glücklich“, sagte der 25-Jährige nach dem Sprung in Gelb. “Die Gesamtführung zu übernehmen, das hatte ich trotzdem nicht erwartet.“ Am Ende profitierte Thomas bei seinem Gesamtsieg von der turbulent verlaufenen dritten Etappe: Am Freitag hatte sich bei Regen und Wind eine Spitzengruppe um den späteren Gesamtsieger absetzen und entscheidende fünf Minuten auf alle Favoriten herausfahren können.

Die deutschen Radprofis enttäuschten bei der Rundfahrt. Lediglich Degenkolb (Team HTC Highroad) konnte sich mit seinem Etappenerfolg in die Siegerliste eintragen. Degenkolbs zweiten Sieg verhinderte am Sonntag der Italiener Nizzolo vom Team Leopard Trek.

Am Samstag hatte der Brite Bradley Wiggins (Team Sky) das Zeitfahren gewonnen und Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara überraschend deutlich auf den zweiten Rang verwiesen. “Fabian ist für mich der beste Zeitfahrer der Welt und eigentlich unschlagbar. Von diesem Sieg werde ich wohl noch meinen Enkeln erzählen“, jubelte Wiggins. Cancellara nahm die Niederlage gelassen: “Klar fehlt ein Sieg, den wir eigentlich wollten. Aber auf dem, was wir hier gemacht haben, kann ich und auch das Team aufbauen für die nächsten Rennen.“

Lange bestimmte am Schlusstag der Pole Jaroslaw Marycz das Geschehen. Der Profi vom Team Saxo Bank SunGard setzte sich schon nach wenigen Kilometern ab und fuhr einen Vorsprung von vier Minuten heraus. Doch acht Kilometer vor dem Ziel wurde der wackere Ausreißer geschluckt.

dpa

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