Bericht: Hamilton sollte Armstrong verteidigen

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Tyler Hamilton hat jüngst im TV über Doping-Praktiken ausgepackt

New York - Der frühere Radsport-Star Lance Armstrong wollte Tyler Hamilton laut eines Medienberichts vor dessen Doping-Geständnis für seine Verteidigung gewinnen.

Armstrongs Anwälte hätten Kontakt zu seinem Klienten aufgenommen, sagte Hamiltons Anwalt Chris Manderson der Internetseite “AmLaw Daily“. Als Hamilton das Angebot jedoch ablehnte, hätten Armstrongs Berater alles getan, um “Tyler durch den Schmutz zu ziehen“.

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“Bevor Tyler vor der Grand Jury ausgesagt hat, wollte die Anwälte von Lance ihn für eine gemeinsame Verteidigung gewinnen“, sagte Manderson. “Ich habe ihnen jedoch mitgeteilt, dass mein Klient sich nicht wirklich für die Verteidigung eigne.“

Seit Hamilton in dem renommierten TV-Magazin “60 Minutes“ umfassend über die Doping-Praktiken im früheren Armstrong-Team berichtet hat, haben sich die Attacken aus Richtung des siebenmaligen Siegers der Tour de France noch verschärft. Manderson betonte, dass Hamilton die Wahrheit gesagt habe und es nichts gebe, womit Armstrongs Leute ihn mundtot machen könnten.

Sonderermittler Jeff Novitzky hatte Hamilton im vergangenen Jahr nach dem umfassenden Geständnis von Floyd Landis kontaktiert. Manderson habe für Hamilton die Anhörung arrangiert, die schließlich im Juli vergangenen Jahres stattfand.

dapd

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