ATP-Turnier in München

Zverev und Kohlschreiber nur noch einen Schritt vom Traumfinale entfernt

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Alexander Zverev hat es beim ATP-Turnier in München ins Halbfinale geschafft.

Es wäre der Traum aller Tennis-Fans: Ein Finale zwischen Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber beim ATP-Turnier in München. Nun sind die beiden deutschen Tennis-Stars nur noch einen Schritt davon entfernt.

München - Topfavorit Alexander Zverev und Rekordsieger Philipp Kohlschreiber sind nur noch je einen Erfolg vom gemeinsamen Showdown beim ATP-Turnier in München entfernt. Die deutschen Top-Tennisprofis zogen am Freitag souverän ins Halbfinale des Sandplatzevents ein und wollen den Zuschauern nun am Sonntag das erste Einheimischen-Endspiel seit 2013 bescheren. Nachdem Zverev seinen Davis-Cup-Teamkollegen Jan-Lennard Struff mit 6:3, 6:2 bezwungen hatte, legte Kohlschreiber gegen den Spanier Roberto Bautista Agut ein 6:4, 6:4 nach.

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Zverev trifft im Halbfinale auf den Südkoreaner Hyeon Chung und will Revanche nehmen für das Drittrunden-Aus bei den Australian Open. Kohlschreiber spielt gegen Maximilian Marterer, der Marton Fucsovics aus Ungarn :3, 6:4 bezwang und den größten Erfolg seiner Karriere feierte. Damit stehen erstmals seit 2013 drei deutsche Profis im Halbfinale in München. Nach den Vorstellungen der ersten drei Runden ohne Satzverlust ist Kohlschreiber Favorit. Gegen den an Nummer zwei gesetzten Bautista Agut, immerhin Weltranglisten-14., überzeugte er mit einer konzentrierten Leistung, variablen Schlägen und einem Stopp beim Matchball nach 77 Minuten. Der Augsburger will zum sechsten Mal ins Finale und um seinen vierten Titel spielen. Vor fünf Jahren unterlag er letztmals im Endspiel gegen Tommy Haas.

Zverev von deutschem Mitkonkurrenten nicht zu schlagen

Zverev zeigte vor vollen Rängen auf dem Centre Court von Beginn an eine dominante und in den entscheidenden Phasen fehlerlose Partie. Vor allem beim Return überzeugte der Jungstar und nahm seinem sieben Jahre älteren Rivalen gleich die ersten beiden Aufschlagspiele ab.

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Bei den Matches von Zverev und Struff im Viertelfinale des Vorjahres in München und zuletzt in Monte Carlo hatte stets ein dritter Satz die Partien entschieden. Diesmal aber war der Favorit zu stark, um es gegen den in der Weltrangliste um 59 Plätze schlechter positionierten Warsteiner noch einmal spannend zu machen. „Ich habe meinen Aufschlag nicht sieben oder achtmal verloren. Das hilft“, resümierte Zverev im Rückblick auf Monaco, als er beim Service noch maßlos enttäuschte.

Struff adelt Zverev mit Djokovic-Vergleich

Nach 62 Minuten war die Partie vorbei und die Revanche im Halbfinale gegen Chung perfekt. Der beste deutsche Tennisspieler stellt sich auf eine harte Partie ein und verglich seinen Kontrahenten sogar mit Superstar Djokovic: „Er macht keine Fehler und ist ein bisschen wie Novak in dessen besten Zeiten. Er spielt gut von der Grundlinie.“

Chung setzte sich derweil wie schon 2017 im Viertelfinale in München gegen Martin Klizan aus der Slowakei durch. Dank des 6:3, 6:4 darf der 21-Jährige von seinem ersten ATP-Finale träumen. Der Sieg beim Abschlussturnier der besten Nachwuchsspieler 2017, den sogenannten NextGen Finals, war sein bislang einziger internationaler Erfolg.

Immerhin: Der Asiate hat seine beiden bisherigen Duelle mit Zverev für sich entschieden, nämlich 2017 auf Sand in Barcelona und bei den Australian Open in Melbourne im Januar dieses Jahres in der dritten Runde auf dem Weg ins Sensations-Halbfinale.

dpa

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