Agassi und Becker mochten sich früher nicht

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Boris Becker und Andre Agassi als Doppel bei den Stuttgarter Eurocard Open im Jahr 1998.

Hamburg - Der ehemalige US-Tennis-Star Andre Agassi hat früher “Abneigung“ gegenüber Boris Becker empfunden. Das galt aber wohl auch im umgekehrten Fall.

Die “Abneigung, die wir füreinander empfunden haben“, sei allerdings “verdammt lange her“, sagte Agassi in einem Interview dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Der Ehemann der deutschen Tennis-Ikone Steffi Graf erinnerte an eine Aussage Beckers nach dessen Halbfinalsieg in Wimbledon 1995. “Dass die anderen mich nicht mögen, dass ich elitär sei, dass ich von Turnier-Direktoren besonders behandelt würde und auf windigen Außenplätzen nicht siegen könne. Es war sehr persönlich, es ließ eine tiefe Wunde zurück“, erklärte Agassi. Das sei am “allerschlimmsten“ gewesen. Er stellte allerdings auch klar: “Ich mag Boris.“

Der 39 Jahre alte Amerikaner, der in seiner Autobiografie die Einnahme der stimulierenden Droge Chrystal Meth im Jahr 1997 zugegeben hatte, erzählte auch, dass er “Tennis hasste, wirklich hasste“. Und er redete über seinen Vater, der ihn zum Tennisspielen angetrieben hatte. Er sei ein “sehr“ gewalttätiger Mensch gewesen. “Und cholerisch“. Doch auch ihn kann Agassi nun verstehen. “Er war immer auch stolz auf mich. Es war ganz einfach: Er ist auf der Straße aufgewachsen, hatte nie eine Wahl gehabt, er wollte uns Kindern die Freiheit schenken, indem er uns den amerikanischen Traum schenkte.“

dpa

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