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Abrahams Kampf um Titel und gegen Katastrophen

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Arthur Abraham.

Helsinki - Arthur Abraham war Weltmeister im Mittelgewicht. Jetzt will er den Gürtel im Supermittelgewicht. Gegner am Samstag in Helsinki ist der Brite Carl Froch. Der sagt, der Berliner boxt eindimensional. Abraham: “Der wird schon sehen.“

Seit sieben Jahren ist Arthur Abraham Profi-Boxer, aber das hat er noch nicht erlebt. Der 30 Jahre alte Berliner stemmt sich mit aller Macht gegen die Gefahr, zweimal nacheinander zu verlieren. “Eine weitere Niederlage wäre eine Katastrophe“, meint der schlaggewaltige 76-Kilo-Mann, für den Stolz eines der größten Antriebsmittel schlechthin ist. “Es geht um meine Zukunft als Sportler.“ Den Menschen am Fernseher eine erneute Schlappe zuzumuten, sieht er als ehrverletzend an. Die einzige Abfuhr in bislang 32 Profi-Kämpfen hat er sich vor acht Monaten vom Amerikaner Andre Dirrell abgeholt.

Am Samstag (23.15 Uhr/ARD) verspricht er Wiedergutmachung. In der Hartwall-Arena in Helsinki will er sich gegen den Briten Carl Froch den vakanten Gürtel des World Boxing Council (WBC) im Supermittelgewicht holen. Damit wäre er der zweite Deutsche nach Graciano Rocchigiani mit WM-Titeln in zwei Gewichtsklassen. Vor 17 Monaten war er noch IBF-Champion im Mittelgewicht. Wie ernst es ihm ist, sagt Manager Wilfried Sauerland: “Arthur hat zum ersten Mal in seiner Karriere richtig trainiert. Er ist in der Form seines Lebens.“

“König Arthur“ will siegen, er will den Titel und er will das Super-Six-Turnier der sogenannten weltbesten Supermittelgewichtler gewinnen. Am Samstag wird die Vorrunde abgeschlossen. WBA-Weltmeister Andre Ward führt die Wertung mit drei Siegen (6 Punkte) an. Abraham und Glenn Johnson (Jamaika) haben jeweils drei Zähler auf den Konto, Froch zwei. Die vier sind für das Halbfinale qualifiziert. Am liebsten wäre es Abraham, im Finale auf Ward zu treffen und auch noch den WBA-Titel zu holen. “Das wäre ein Traum“, gesteht der Berliner.

Ursprünglich sah das Super Six, in dem es um die stattliche Summe von 50 Millionen Dollar gehen soll, anders aus. Zum Sechserfeld gehörten der Däne Mikkel Kessler sowie die Amerikaner Jermain Taylor und Andre Dirrell. Zwei gaben im laufenden Betrieb wegen gesundheitlicher Probleme auf, Taylor flüchtete nach einer K.o.- Niederlage gegen Abraham. Es kamen Johnson und Allan Green als Ersatz. Das Geschehen wurde unübersichtlich, Boxer und Zuschauer klagten, das Turnier ziehe sich wie malträtierter Kaugummi hin. Was im Oktober 2009 begann, soll im Sommer 2011 beendet sein. Wenn denn nicht wieder Verschiebungen eintreten.

Von geplatzten Terminen kann Abraham ein Lied singen. Zweimal wurde der Kampf gegen Froch verschoben, der zuletzt eine Verletzung als Grund angab. Ursprünglich sollte das Duell im August stattfinden; als Ort war Monaco vorgesehen. Jetzt ist November, geboxt wird in Helsinki, nachdem sich beide Seiten lange über den neutralen Austragungsort gestritten hatten. “Wir mussten uns dreimal vorbereiten. Arthur immer neu zu motivieren, das war die Kunst“, berichtet Trainer Ulli Wegner.

Froch, der von 27 Kämpfen auch nur einen verloren hat, gilt wie Abraham als K.o.-Schläger. Der 33-jährige Brite rümpft die Nase und sieht den Deutschen als “rohen, eindimensionalen Kämpfer“. “Das wird ein Krieg, ein hochexplosiver Fight“, meint Ex-Turniermitglied Kessler, der Froch vor sieben Monaten besiegt und den

WBC

-Titel abgenommen hatte. Diesmal will Abraham nicht wie gewohnt hinter der Doppeldeckung abwarten, sondern ab der ersten Runde Druck machen. “Es geht um alles“, prophezeit Trainer Wegner.

dpa

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