Zwanziger: Löw hielt mich vom Rücktritt ab

Joachim Löw (l.) hat Theo Zwanziger zum Weitermachen überredet
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Joachim Löw (l.) hat Theo Zwanziger zum Weitermachen überredet

Koblenz - Eigentlich war die Entscheidung zum Rücktritt schon gefallen. Doch dann hat Joachim Löw den DFB-Präsidenten Theo Zwanziger nach dessen Worten zum Weitermachen überredet.

“Die Entscheidung war schon längst gefallen, nicht mehr zu kandidieren“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in der “Rhein- Zeitung“ (Mittwoch).


Damit sprach er die Situation Mitte Juli an, als er beim Verbandstag des Fußball-Verbandes Rheinland in Altenkirchen überraschend “Amtsmüdigkeit“ eingeräumt hatte. Damals habe jedoch sein Handy geklingelt, während des Gesprächs mit Löw sei dessen Vertragsverlängerung geregelt worden. “Ich möchte aber auch, dass Sie bleiben“, soll der DFB-Cheftrainer damals zu Zwanziger gesagt haben.

Jogi gestern, Jogi heute


Jogi gestern, Jogi heute

Der 65-Jährige aus Altendiez hatte sich dann entschlossen, sich beim kommenden DFB-Bundestag am 22. Oktober in Essen für weitere drei Jahre wählen lassen. “Das ist das beste Amt, das in Deutschland zu vergeben ist“, sagte Zwanziger nun.

Im Streit um die Zukunft der Regionalligen favorisiert Zwanziger das “bayerische Modell“. Die Amateure haben für den Bundestag eine Reform angekündigt, die von den 36 Profivereinen abgelehnt wird. Ein vom Bayerischen Fußball-Verband vorgeschlagenes Modell sieht vor, die dreigeteilte Regionalliga in einer Oberliga mit acht Staffeln aufgehen zu lassen. “Fernsehgelder sind in der Regionalliga gar nicht mehr zu erreichen“, sagte Zwanziger und mahnte, “sich mit der Realität zu befassen“.

dpa

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