Nach Niederlage gegen Bremen

Wolfsburg trennt sich von Trainer Valérien Ismaël

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Valérien Ismaël ist seinen Job bei Wolfsburg los.

Wolfsburg - Es sah nicht gut aus für Wolfsburgs Trainer Valérien Ismaël. Nach dem 1:2 gegen Bremen vom Freitag stand er auf der Kippe. Jetzt ist er seinen Job los.

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat sich von Trainer Valérien Ismaël getrennt. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Verein am Abend. Damit zogen die Niedersachsen die Konsequenzen aus der sportlichen Misere. Nach dem 1:2 am Freitag gegen Werder Bremen liegen die Wolfsburger nur noch zwei Zähler vor dem Relegationsplatz.

"Nach Abwägung aller Fakten und Umstände sind wir überein gekommen, dass die Trennung die richtige Maßnahme ist, um die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen", sagte Sportdirektor Olaf Rebbe: "Wir haben uns in der Entscheidungsfindung nicht in erster Linie von dem jüngsten Ergebnis gegen Bremen leiten lassen, sondern vor allem auch die Eindrücke und Resultate aus den letzten Wochen und Monaten in die Bewertung miteinfließen lassen."

Der zweite entlassene Trainer in diese Saison für Wolfsburg

Ismaël hatte erst am 18. Oktober vergangenen Jahres die Nachfolge von Dieter Hecking angetreten, eine Trendwende aber nicht einleiten können. In 15 Spielen kassierten die Wolfsburger neun Niederlagen. „Es geht um Ergebnisse, und die stimmen gerade nicht. Wir müssen bewerten, wie wir die nächsten Wochen erfolgreich gestalten können“, hatte Sportchef Olaf Rebbe nach der Niederlage gegen Bremen bereits gesagt.

Schon zuvor stand der 41 Jahre alte Franzose zwei Mal kurz vor der Entlassung. Im November rettete ihn aber ein Sieg beim SC Freiburg, kurz vor Weihnachten hielten ihn zwei Erfolge gegen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach im Amt.

Doch obwohl die Niedersachsen den Kader im Winter noch einmal mit vielen Millionen verstärkten, steckt der Pokalsieger von 2015 weiter mitten im Abstiegskampf. Von den vergangenen sechs Pflichtspielen wurde nur eines gewonnen, zuletzt gab es am Freitagabend trotz drückender Überlegenheit ein 1:2 gegen Werder Bremen. Mit 22 Punkten und Platz 14 ist die Situation für Wolfsburg sehr prekär.

dpa/afp

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