WM-Aus für Westermann!

+
Auch für ihn ist der WM-Traum unverschuldet vorbei: Heiko Westermann (r.) verletzte sich im Testspiel gegen Ungarn schwer.

Girlan - Nächster Schock für Bundestrainer Joachim Löw! Mit Heiko Westermann fällt der fünfte deutsche Nationalspieler für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika aus.

Schock in der Abendstunde: 20 Stunden nach dem geglückten WM-Probelauf in Ungarn war es mit der guten Stimmung bei Joachim Löw schlagartig vorbei. Der Schalker Heiko Westermann erlitt beim 3:0 in Budapest in letzter Minute einen Kahnbeinbruch im linken Fuß und fällt als bereits fünfter DFB-Akteur für die WM aus. „Da werden die Sorgenfalten natürlich noch größer“, erklärte Löw am Sonntagabend: „Heiko hätte bei der WM eine wesentliche Rolle in unserem Team gespielt. Er wäre auf Grund seiner Vielseitigkeit für uns wichtig gewesen“, sagte der Bundestrainer über den Mann, den er am Samstag in Budapest erstmals als linken Verteidiger eingesetzt hatte.

Verletzt und verschmäht: Diese Superstars fehlen bei der WM

Verletzt und verschmäht: Diese Superstars fehlen bei der WM

Kapitän Ballack, Torwart Adler, die „Sechser“ Träsch und Rolfes – die unheimlich anmutende Verletzungsserie setzte sich zwei Wochen vor dem WM-Ernstfall gegen Australien fort. „Natürlich bin ich total enttäuscht, denn es war ein großes Ziel von mir, bei der WM dabei zu sein“, kommentierte Westermann sein Pech, von dem zunächst niemand etwas geahnt hatte. Das Unglück war kurz vor dem Abpfiff bei einem eigentlich harmlosen Zweikampf geschehen. Im Laufe der Nacht wurden die Schmerzen immer stärker.

Nach der Rückkehr nach Südtirol brachte eine Kernspin- und Computertomographie gestern im Krankenhaus von Bozen die niederschmetternde Diagnose für Westermann: „Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig, als der Mannschaft alles Gute zu wünschen.“ Der Ausfall des Schalkers überschattete nicht nur die vielen positiven Aspekte beim vorletzten WM-Test, sondern beeinflusst auch die letzte Personalentscheidung für Löw. Bis spätestens Dienstagmittag um 12.00 Uhr muss der Bundestrainer nun nur noch einem Spieler aus seinem vorläufigen Kader den Traum von Südafrika zerstören. „Wir werden uns zusammensetzen und genau überlegen, wie die beste Zusammensetzung aussieht. Es wird auf jeden Fall weh tun“, sagte Löw und sprach vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montagabend im Teamhotel Weinegg in Girlan von einer „brutalen Entscheidung, nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Trainer“.

An Spekulationen wollte sich Löw vor den „intensiven Gesprächen“ mit seinem Stab am Sonntag und Montag nicht beteiligen. Besonders gefährdet sind aber Verteidiger Andreas Beck (Hoffenheim) und Torjäger Stefan Kießling (Leverkusen), die im Ferenc-Puskas-Stadion nicht zum Einsatz kamen. Der lange Zeit verletzte Marcell Jansen ist wegen seiner fehlenden Fitness ebenso ein Wackelkandidat.

Löws Kommentar: „Eine WM ist ein hohes Level an Belastung. Da muss ich auch nochmal mit den Ärzten sprechen und mit ihm reden. Er konnte noch keine 90 Minuten spielen.“

Zurück zur Übersicht: Fußball

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT