Harte Strafe für Mourinho - Real kündigt Einspruch an

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José Mourinho muss büßen

Hamburg/Madrid - Die UEFA hat gegen Real Madrids Trainer José Mourinho durchgegriffen - und eine harte Sperre gegen den Portugiesen verhängt.

Mit fünf Spielen Sperre ist Real Madrids Trainer José Mourinho von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) für seine Entgleisungen in der Champions League bestraft worden. Die Disziplinarkommission der UEFA reagierte am Freitag mit der harten Sanktion auf das Verhalten des Portugiesen nach dem 0:2 im Halbfinal-Hinspiel gegen den FC Barcelona.

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Mourinho hatte beim Heimspiel am 27. April mit höhnischen Gesten auf den Feldverweis für Abwehrspieler Pepe durch den deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark reagiert und musste dafür auf die Tribüne. Mourinho äußerte nach der Partie Verschwörungstheorien. Die Sperre für das fünfte Spiel wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, allerdings muss Mourinho noch 50 000 Euro Strafe zahlen.

Real Madrid kündigte umgehend Einspruch an, über den ebenfalls die UEFA entscheidet. Mourinho habe sich nicht angemessen verteidigen können, weil man nicht wisse, wegen welcher Aussagen das Verfahren eröffnet worden sei, hieß es in einer Stellungnahme. In letzter Instanz könnte der Internationale Sportgerichtshof CAS über das Urteil befinden.

Bereits beim 1:1 im Rückspiel am Dienstag in Barcelona durfte Mourinho in dieser Woche nicht auf der Bank sitzen, er hat laut UEFA damit das erste Spiel seiner Sperre verbüßt. Der umstrittene Coach hatte das Halbfinal-Aus im Hotel verfolgt und dürfte bei den drei ersten Vorrundenspielen der kommenden Saison seine Mannschaft mit Mesut Özil und Sami Khedira nicht betreuen, falls die Sperre bestehenbleibt.

Verteidiger Pepe erhielt ein Spiel Sperre, die als verbüßt gilt, weil er im Rückspiel nicht dabei war. Dazu kommen 20 000 Euro Strafe für Real wegen des Verhaltens seiner Fans. Aufseiten Barcelonas wurde Ersatztorwart José Pinto für drei Spiele gesperrt, nachdem er in der Halbzeitpause wegen einer Tätlichkeit bei einem Tumult vor dem Spielertunnel die Rote Karte gesehen hatte. Er fehlt damit im Endspiel am 28. Mai gegen Manchester United.

Erst am Donnerstag hatte Real bei der UEFA Einspruch gegen die Abweisung eines Protestes eingelegt, mit dem die Madrilenen gegen den Platzverweis für Pepe sowie das Verhalten von einigen Barcelona-Spielern während der Partie vorgingen. Damit war der Rekordmeister in erster Instanz am Montag bei der UEFA gescheitert. Die Anhörung der Berufungskommission wird am 16. Mai stattfinden.

dpa

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