Trotz Verletzung: Löw plant mit Khedira

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Sami Khedira leidet derzeit noch unter einem Muskelriss.

München - Bundestrainer Joachim Löw hofft auf ein Comeback des verletzten Fußball-Nationalspielers Sami Khedira von Real Madrid in der EM-Qualifikation.

Bundestrainer Joachim Löw hofft auf ein Comeback des verletzten Fußball-Nationalspielers Sami Khedira in den womöglich vorentscheidenden EM-Qualifikationsspielen zum Saisonende. “Wir planen, Khedira für die drei Länderspiele im Mai und Juni zu nominieren“, teilte Löw am Dienstag mit. Khediras rechtzeitige Genesung von einer Oberschenkelblessur könnte auch Auswirkungen auf eine Rückkehr von Kapitän Michael Ballack in die DFB-Auswahl haben.

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Die Nationalmannschaft spielt am 3. Juni in Wien gegen Österreich sowie vier Tage später in Baku gegen Aserbaidschan um wichtige Punkte in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Zuvor bestreitet die DFB-Auswahl als Vorbereitung am 29. Mai ein Testspiel gegen Uruguay in Sinsheim.

Khedira hatte sich im spanischem Pokalfinale, das Real am 20. April mit 1:0 nach Verlängerung gegen den FC Barcelona gewann, einen Muskelriss im rechten Adduktorenbereich zugezogen. “Die Mediziner werden alles tun, damit er fit wird“, kündigte Löw an.

Khedira ist in Kooperation mit den Ärzten von Real Madrid auch bei Nationalmannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München in Behandlung. So ist Löw über den Genesungsprozess bestens informiert. Khedira selbst hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass er “alles daran setzen möchte, so schnell wie möglich wieder fit zu werden“. Wegen der Verletzung verpasste der Nationalspieler auch das Halbfinalspiel-Rückspiel mit Real am Dienstagabend beim FC Barcelona.

Löw will den Kader für die abschließenden Länderspiele der Saison 2010/11 vor dem letzten Bundesliga-Spieltag in der kommenden Woche benennen. Der Bundestrainer will unbedingt mit dem bestmöglichen Mannschaft antreten. Denn als souveräner Tabellenführer der Gruppe A mit 15 Punkten aus fünf Spielen kann die deutsche Elf womöglich in den Partien gegen Österreich (7 Punkte) und die vom ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts betreute Auswahl Aserbaidschans (3) bereits vorzeitig als Gruppensieger das EM-Ticket lösen.

Khedira hat sich seit der WM 2010 an der Seite von Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld etabliert. In allen bisherigen fünf EM-Qualifikationsspielen kam er über die komplette Spielzeit zum Einsatz.

Ein Ausfall des 24-Jährigen könnte auch ein Comeback von Michael Ballack in der DFB-Auswahl beeinflussen. Der 34 Jahre alte Kapitän kommt nach seinen Verletzungen bei Bayer Leverkusen wieder regelmäßig zum Einsatz. Khedira hatte nach Ballacks WM-Ausfall dessen Position im Mittelfeld beim Turnier in Südafrika mit überzeugenden Leistungen erobert.

Ballack hat sein letztes von bislang 98 Länderspielen vor 14 Monaten in München gegen Argentinien (0:1) bestritten. Eine Klärung der Zukunft des langjährigen Kapitäns in der verjüngten deutschen Nationalmannschaft steht weiterhin aus. Ballack hatte bisher immer die EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine als persönliches Ziel formuliert.

dpa

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