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Trezeguet will sich in der "Hölle" durchbeißen

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David Trezeguet hat zuletzt bei Hercules Alicante gespielt

Buenos Aires/Paris - Der Franzose David Trezeguet verzichtet auf viele Öl-Dollars, um sich in seiner Heimat zu beweisen. Viele behaupten, dass seine neue Liga die "Hölle" ist.

Ein Weltmeister will es mit 34 Jahren noch einmal wissen. Der Franzose David Trezeguet zog in seine Jugendheimat Argentinien zurück, um sich auf die alten Fußball-Tage zu beweisen. “Ich will hier Geschichte schreiben“, sagte der Stürmer am Mittwochabend in Buenos Aires nach seinem ersten Training beim Traditionsclub River Plate. Der Rekordmeister spielt allerdings erstmals in seiner 110-jährigen Geschichte in der 2. Liga. Dort wird mehr getreten als gedribbelt. Schlicht die “Hölle“, sagen viele.

Die besten Fußballer der Geschichte

Die besten Fußballer der Geschichte

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Ferenc Puskas blieb 1954 der große Triumph verwehrt: Er scheiterte mit Ungarn im WM-Finale 1954 mit 2:3 an Deutschland. Dennoch galt Puskas als der beste Fußballer seiner Zeit. Seine größten internationalen Erfolge feierte als Spieler von Real Madrid: Europapokalsieger der Landesmeister 1959, 1960 und 1966, Weltpokalsieger 1960, Olympiasieger mit Ungarn 1952 sowie Vize-Weltmeister 1954. © dpa
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Sir Bobby Charlton (l.) war das Aushängeschld des englischen Fußballs in den 60er Jahren. Seine größten internationalen Erfolge: Weltmeister mit England 1966, Europapokalsieger der Landesmeister mit Manchester United 1968, Euopas Fußballer des Jahres 1966. © dpa
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Garrincha verzauberte den Weltfußball in den 60er und 70er Jahren. Seine größten internationalen Erfolge: Weltmeister mit Brasilien 1958 und 1970. © dpa
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Pele. Seine größten Erfolge: Weltpokalsieger mit dem FC Santos 1962 und 1963, Weltmeister 1958, 1962 und 1970. Weltfußballer des 20. Jahrhunderts. © dpa
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Johan Cruyff (l.) gilt als der beste niederländische Fußballer der Geschichte. Seine größten internationalen Erfolge: 3x Sieger im Europapokal der Landesmeister mit Ajax Amsterdam (1971, 1972, 1973), Vize-Weltmeister mit den Niederlanden (1974), EM-Dritter mit den Niederlanden (1976), Europas Fußballer des Jahrhunderts (1999), 3 Mal Europas Fußballer des Jahres (1971, 1973, 1974). © dpa
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Franz Beckenbauer gilt für viele als der beste deutsche Fußballer der Geschichte. Als Spieler feierte der "Kaiser" mit der Nationalmannschaft und vor allem als Spieler des FC Bayern seine größten Erfolge: Weltmeister 1974, Vize-Weltmeister 19666, WM-Dritter 1970, Europameister 1972, Europapokalsieger der Landesmeister mit Bayern München 1974, 1975, 1976, Europapokalsieger der Pokalsieger mit dem FC Bayern 1967, Weltpokalsieger 1976 mit Bayern München usw. © dpa
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Gerd Müller, der Prototyp des deutschen Stürmers. Seine größten internationalen Erfolge: Europameister 1972, Weltmeister 1974, Europapokalsieger der Landesmeister mit dem FC Bayern 1974, 1975, 1976, Europapokal der Pokalsieger 1967, Weltpokalsieger 1976, Europäischer Torschützenkönig: 1970, 1972, WM-Torschützenkönig: 1970, EM-Torschützenkönig: 1972. Europas Fußballer des Jahres: 1970. WM-Torschützenkönig: 1970 EM-Torschützenkönig: 1972 © dpa
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Mario Kempes (l.) galt bis zu Diego Armando Maradona als bester Fußballer Argentiniens. Seine größten internationalen Erfolge: Weltmeister mit Argentinien 1978, 1978 Südamerikas Fußballer des Jahres, 1980 Europapokalsieger der Pokalsieger mit dem FC Valencia, Torschützenkönig und bester Spieler der Fußballweltmeisterschaft 1978. © dpa
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Diego Armando Maradona gilt für viele als der beste Fußballer der Geschichte. Seine größten internationalen Erfolge: Weltmeister mit Argentinien 1986, Vize-Weltmeister 1990, UEFA-Pokalsieger mit dem SSC Neapel 1989, Südamerikas Fußballer des Jahres: 1979, 1980, 1986, 1989, 1990, 1992, Goldener Ball als bester Spieler der Weltmeisterschaft: 1986. © dpa
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Lothar Matthäus führte die deutsche Nationalmannschaft 1990 zum WM-Titel in Italien. Seine weiteren internationalen Erfolge: Europameister 1980, Vize-Weltmeister 1982 und 1986, UEFA-Pokalsieger 1991 mit Inter Mailand und 1996 mit dem FC Bayern, Weltfußballer der Jahre 1990 und 1991, Europas Fußballer des Jahres 1990. © dpa
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Romario. Seine größten Erfolge: Weltmeister mit Brasilien 1998, Weltfußballer des Jahres: 1994, Bester Spieler der WM: 1994. © dpa
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Der Italiener Roberto Baggio (m.). Seine größten internationalen Erfolge: WM-Dritter 1990, Vize-Weltmeister 1994, UEFA-Pokal-Sieger mit Juventus Turin 1993, Weltfußballer des Jahres 1993, Europas Fußballer des Jahres 1993. © dpa
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Marco van Basten (Niederlande). Seine größten internationalen Erfolge u.a.: Europapokal der Pokalsieger mit Ajax Amsterdam 1987, Europapokal der Landesmeister mit dem AC Mailand 1989 und 1990, Weltpokalsieger mit dem AC Mailand 1989 und 1990, Europäischer Supercupsieger mit dem AC Mailand 1989 und 1990, Goldener Schuh der UEFA als bester Torjäger Europas 1986,Torschützenkönig und bester Spieler der Europameisterschaft 1988... © dpa
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Paolo Maldini gilt als der beste italienische Abwehrspieler der Geschichte. Seine größten internationalen Erfolge: WM-Dritter 1990, Vize-Weltmeister 1994, Vize-Europameister 2000, Europapokalsieger der Landesmeister/Champions League mit dem AC Mailand 1989, 1990, 1994, 2003 und 2007, Europäischer Supercup 1989, 1990, 1994, 2003, 2007. Weltpokalsieger 1989 und 1990. © dpa
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George Weah gilt als der beste afrikanische Fußballer der Geschichte. Die internationalen Erfolge des Liberianers: Weltfußballer, Europas Fußballer des Jahres und Afrikas Fußballer des Jahres 1995, bester afrikanischer Spieler des 20. Jahrhunderts. © dpa
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Rivaldo wurde 2002 Weltmeister mit Brasilien, Vize-Weltmeister 1998. Champions-League-Sieger 2003 mit dem AC Mailand, Europäischer Supercup: 1998 mit Barca und 2003 mit dem AC Mailand, Weltfußballer des Jahres 1999 und Europas Fußballer des Jahres 1999. © dpa
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Ronaldo: Seine größten Erfolge u.a.: Weltmeister 1994 und 2002, FIFA-Klub-Weltmeisterschaft mit Milan 2007, Europapokal der Pokalsieger 1997 mit dem FC Barcelona, UEFA-Cup-Sieger Inter Mailand 1998, Europäischer Supercup: 2002 mit Real Madrid und 2007 mit Milan, Weltpokalsieger mit Real Madrid 2002, Weltfußballer des Jahres: 1996, 1997, 2002, Europas Fußballer des Jahres: 1997, 2002, 1997 Europas Torschützenkönig, 2002 WM-Torschützenkönig. © dpa
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Zinedine Zidane. Seine größten Erfolge: Weltmeister 1998, Europameister 2000, Champions-League-Sieger mit Real Madrid 2002, Europäischer Supercup mit Juventus 1996 und Real Madrid 2002, Weltpokal 1996 mit Juve und 2002 mit Real, Weltfußballer des Jahres: 1998, 2000, 2003, Europas Fußballer des Jahres: 1998, Weltsportler des Jahres: 1999, Wertvollster Spieler der WM („Goldener Ball“): 2006. © dpa
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Ronaldinho. Seine größten Erfolge: Weltmeister mit Brasilien 2002, UEFA Champions League mit dem FC Barcelona 2006, Weltfußballer des Jahres: 2004, 2005, Europas Fußballer des Jahres: 2004, UEFA Club Football Awards Stürmer des Jahres: 2005, UEFA Club Football Awards Spieler des Jahres: 2006, World Soccer Spieler des Jahres: 2004, 2005. © dpa
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Lionel Messi (r.) ist gegenwärtig eines der größten Talente im Weltfußball. Seine internationalen Erfolge: Champions-League-Sieger 2006 mit dem FC Barcelona, Olympiasieger 2008 mit Argentinien. © dpa
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Cristiano Ronaldo gilt als einer der derzeit besten Fußballer der Welt. Seine größten internationalen Erfolge: Vize-Europameister 2004 mit Portugal, WM-Vierter mit Portugal 2006, Champions-League-Sieger 2008 mit Manchester United. © dpa
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Xavi Hernandez. Der kleine Spanier gewann mit Spanien 2008 die Europameisterschaft und 2006 mit dem FC Barcelona die UEFA Champions League. © dpa

Aber nicht nur die Treterei, auch der Druck ist immens. Der von den Fans geforderte Wiederaufstieg ist kein Selbstgänger. Obwohl River Plate Ex-Nationalspieler wie Fernando Cavenaghi und Adolfo Dominguez in seinen Reihen hat, liegt man kurz vor Ende der Hinrunde von vielen bedrängt nur auf Platz zwei. Trezeguet freut sich auf die Herausforderung. Er wuchs in Buenos Aires auf, ist eingefleischter River-Fan. “Ich habe mit Frankreich die WM 1998 und die EURO 2000 gewonnen. Mit Juventus habe ich in Italien vier Titel geholt. Aber das, was ich hier erleben darf, ist unvergleichlich, das Beste, ein Traum“, versicherte er.

Die Zeitung “Clarin“ (Donnerstag) stellte fest, Trezeguet habe sich beim ersten Training im legendären Monumental-Stadion, dem Schauplatz des WM-Finales 1978, “wie ein fünfjähriges Kind gefreut“. Für die Operation “Zurück zu den Wurzeln“ verzichtet Trezeguet auf viele Öl-Dollars. Nach nur vier Monaten beim Abu-Dhabi-Club Baniyas kündigte er im Dezember seinen 1,6-Millionen-Euro-Einjahresvertrag. Damals führte er eine Knieverletzung als Grund an. Von der war beim ersten Training in Buenos Aires aber nicht mehr viel zu spüren. Baniyas-Coach Gabriel Calderón, ein Argentinier, wusste, was Sache war: “David war hier nicht glücklich, er hat andere Pläne“.

David wurde im französischen Rouen als Sohn des argentinischen Spielers Jorge Trezeguet geboren, bestritt in Argentinien fünf Ligaspiele für Platense, bevor er 1995 nach Monaco zog. Dort bildete er mit Thierry Henry einen Sturm, der den AS 1997 zum Meister machte. Michel Platini taufte David “Trezegol“. Der Stürmer traf im Fürstentum (52 Tore in 93 Spielen) ebenso oft wie für Juventus (138/245), Frankreich (34/71) oder zuletzt 2010/11 für Hercules Alicante (12/31). Nun will Trezeguet im weißen Trikot mit dem roten Querstreifen den heruntergekommenen “Millonarios“ mit seinen Toren helfen. Auch französische Journalisten waren dabei, als er am Rio de la Plata sagte: “Das ist ein Abenteuer, ich bin sehr motiviert.“

dpa

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