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Frustrierter Solbakken ohne Angst vor Jobverlust

Köln - Das 1:6-Debakel gegen Dortmund hat Kölns Trainer Stale Solbakken tief verärgert. Angst um seinen Job hat der Norweger nicht, dafür aber eine Idee, wie er den FC-Kader wieder zusammen schweißen kann.

Trainer Stale Solbakken vom Bundesligisten 1. FC Köln war auch noch einen Tag nach dem 1:6-Debakel gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund verägert. „Ich bin pissed“, sagte der Norweger, der sich aber nicht um seinen Job sorgt. „Dieser Verein ist größer als eine Person. Ich habe nicht eine Sekunde gedacht, dass ich nicht der Richtige bin. Aber ich muss das beweisen“, sagte er: „Für mich ist der größte Druck, dass dieser Verein, diese Stadt und diese Fans eine bessere Fußball-Mannschaft haben müssen.“

Den großen Druck aus dem Umfeld will er deshalb auch nicht als Erklärung gelten lassen. „Die schlechteste Entschuldigung ist das Köln-Syndrom“, erklärte Solbakken: „Ein Trainer und ein Kader können immer etwas bewirken. Deshalb ist es keine Entschuldigung, dass wir in Köln spielen.“

Wer kämpft nun eigentlich um was in der Bundesliga?

Wer kämpft nun eigentlich um was in der Bundesliga?

Langeweile gibt's in der Fußball-Bundesliga kaum. Sieben Spieltage vor Saisonende geht es eigentlich für jeden Club noch um etwas. © dpa
Borussia Dortmund: Kämpft um die Titelverteidigung und die direkte Champions-League-Qualifikation. © dpa
FC Bayern München: Kämpft um den 23. deutschen Meistertitel und gegen den neuen Platzhirsch BVB. © dpa
FC Schalke 04: Kämpft um die Champions-League-Teilnahme und das Bleiben von Raúl. © dpa
Borussia Mönchengladbach: Kämpft überraschend um die Champions-League-Teilnahme. © dpa
Bayer Leverkusen: Kämpft um die Europa-League-Teilnahme und zu wenig darum, dass die Geschichte mit Robin Dutt eine Erfolgsstory wird. © dpa
Werder Bremen: Kämpft um die Europa-League-Teilnahme, mit den Verletzungen zahlreicher Spieler und um das Bleiben von Torjäger Claudio Pizarro. © dpa
Hannover 96: Kämpft um die Europa-League-Teilnahme und macht dies mit viel Spielkultur. © dpa
VfL Wolfsburg: Kämpft um die Europa-League-Teilnahme und um den Beweis, dass es nicht nur eine zusammengekaufte Truppe ist. © dpa
VfB Stuttgart: Kämpft auch noch um die Europa-League-Teilnahme und um die Führungsposition im “Ländle“. © dpa
1899 Hoffenheim: Kämpft nur noch theoretisch um die Europa-League-Teilnahme, gegen das graue Image und die Führungsposition im “Ländle“. © dpa
1. FC Nürnberg: Kämpft eigentlich um gar nichts mehr so richtig. © dpa
FSV Mainz 05: Kämpft nach eigener Aussage plötzlich wieder gegen den Abstieg. © dpa
1. FC Köln: Kämpft gegen den Abstieg ausgerechnet im wohl letzten Jahr mit Lukas Podolski. © dpa
SC Freiburg: Kämpft wie beseelt gegen den Abstieg. © dpa
FC Augsburg: Kämpft wacker darum, im ersten Bundesliga-Jahr nicht gleich wieder absteigen zu müssen. © dpa
Hamburger SV: Kämpft gegen den überaus peinlichen Abstieg, den ersten überhaupt des Bundesliga-Gründungsmitglieds. © dpa
Hertha BSC: Kämpft gegen den Abstieg und das Vorurteil, dass 73-Jährige keine guten Bundesliga-Trainer mehr sind. © dpa
1. FC Kaiserslautern: Kämpft mit untauglichen Mitteln gegen den Abstieg. © dpa

Die inzwischen bedrohliche Situation mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz beunruhigt Solbakken noch nicht. „Ein bisschen Abstiegsangst ist vielleicht sogar gut, um die letzten Prozent rauszuholen“, meinte er: „Man muss nur mit dem Druck umgehen können.“

Das Problem, dass die Mannschaft zum wiederholten Male auseinanderbrach, will er mit Teambuilding-Maßnahmen bekämpfen. „Wenn mit verschiedenen Startaufstellungen immer dasselbe passiert, muss man einen Kodex finden“, erklärte der Coach und nahm seine Profis in die Pflicht: „Die Schlüsselspieler haben eine extreme Verantwortung. Und ich als Trainer habe die größte.“

Wie die Maßnahmen aussehen werden, erläuterte Solbakken nicht. Mit Blick auf den Kölner Boulevard meinte er nur schmunzelnd: „Ich fahre mit Express und Bild einen Tag ins Phantasialand.“

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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