Rekordkulisse winkt

Showdown vor EM: DFB-Damen fordern Weltmeister

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Die "alte Generation": Simone Laudehr (l) und Fatmire Bajramaj (r) gratulieren Celia Okoyino da Mbabi bei einem Länderspiel in 2011.

München - Europameister Deutschland gegen Weltmeister Japan. Zur EM-Generalprobe hat sich das DFB-Team einen der stärksten Konkurrenten in die Münchner Allianz Arena eingeladen. Eine Rekordkulisse winkt.

Japan - da war doch was? Ausgerechnet den Gegner, gegen den die deutschen Fußballerinnen im Viertelfinale der Heim-WM 2011 die bitterste Niederlage ihrer Länderspielgeschichte erlitten, haben sie sich zum Abschluss der EM-Vorbereitung eingeladen. Europameister Deutschland gegen Weltmeister Japan, der Zweite der Frauenfußball-Welt gegen den Weltranglisten-Dritten - das Duell füllt am Samstag (17.45 Uhr/ARD) sogar fast die riesige Allianz Arena in München.

Die bisherige Rekordmarke für Freundschafts-Länderspiele hierzulande - 44.825 Zuschauer bei der Partie der DFB-Elf gegen Brasilien 2009 in Frankfurt - wird geknackt. Jetzt noch ein Sieg - und der EM-Titelverteidiger kann am 7. Juli beruhigt und selbstbewusst zum Turnier in Schweden (10. bis 28. Juli) fliegen.

Von einer Revanche für das deprimierende 0:1 nach Verlängerung gegen die flinken Japanerinnen am 9. Juli 2011 in Wolfsburg - die bisher einzige Schlappe in elf Vergleichen - kann allerdings kaum die Rede sein. Zu unterschiedlich sind inzwischen beide Teams. Zudem drehte die DFB-Elf bereits mit dem 2:1 im Algarve-Cup-Finale 2012 den Spieß um.

Maximal sechs deutsche Spielerinnen aus der Startelf des WM-Viertelfinals könnten am Samstag in München beginnen: Torhüterin Nadine Angerer, die Innenverteidigerinnen Annike Krahn und Saskia Bartusiak, die Mittelfeldspielerinnen Simone Laudehr und Melanie Behringer sowie Sturmspitze Celia Okoyino da Mbabi gehören nach dem Verjüngungsprozess noch zum EM-Kader von Trainerin Silvia Neid.

Längst drängen junge Talente wie Linksverteidigerin Jennifer Cramer (Turbine Potsdam), Spielmacherin Dzsenifer Marozsan (1. FFC Frankfurt), Lena Lotzen (Bayern München) und Leonie Maier (Bad Neuenahr) nach vorn. Das Quartett wird nach dem guten Auftritt beim 1:0 gegen Kanada auch gegen Japan in der Anfangsformation erwartet. Nicht nur für Lotzen wird der Auftritt gegen die „Nadeshiko“ in der Allianz Arena ein Heimspiel, auch für ihre künftige Teamkollegin beim FC Bayern, Leonie Maier.

Neid hält richtig viel von der erst 20 Jahre alten, vielseitigen Rechtsverteidigerin. „Leonie muss man sich merken. Sie hat eine große Zukunft vor sich“, schwärmte die 49-Jährige. Maier, die gegen Kanada vor zwei Wochen mit ihrem ersten Länderspieltor nach einem frechen Solo den 1:0-Erfolg herausschoss, ist manchmal selbst überrascht von ihrer sportlichen Entwicklung. „Natürlich ist man bei Spielen gegen große Gegner anfangs nervös, aber gerade gegen solche Topmannschaften wie die USA oder jetzt Japan hat man doch nichts zu verlieren. Da kann man nur gewinnen“, betonte die gebürtige Stuttgarterin.

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Dass sie vor ihrem Wechsel nach München in der Arena in Fröttmaning auflaufen darf, ist für den Shootingstar „eine Art Traum, der sich da erfüllt. Ich meine, das ist eines der besten Stadien in Deutschland“. Die ehrgeizige Maier ist froh, den Sprung in den EM-Kader geschafft zu haben. „Diese Chancen zu bekommen, wie ich sie jetzt bekomme, das ist toll. Und vor allem: Ich möchte sie nutzen.“

dpa

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