Hitzfeld weiterhin gesperrt

Shaqiri bereitet Schweizer Siegtor vor

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Haris Seferovic (l.) jubelt mit Xherdan Shaqiri (2.v.l.) und den Kollegen

Genf - Ohne den wegen der „Stinkefinger-Affäre“ gesperrten Trainer Ottmar Hitzfeld hat die Schweizer Nationalmannschaft mit dem vierten Sieg im sechsten Spiel Kurs auf die Fußball-WM 2014 in Brasilien genommen.

Die Eidgenossen, bei denen mit Xherdan Shaqiri (Bayern München), Diego Benaglio, Ricardo Rodriguez (beide Wolfsburg) und Johan Djourou (Hannover 96) vier Bundesliga-Legionäre in der Startformation standen, gewannen ihr Qualifikationsspiel in Genf gegen Zypern mit 1:0 (0:0).

Hitzfeld verfolgte das Spiel in der VIP-Loge des Stade de Geneve, durfte allerdings keinen Kontakt zu den Spielern und seinem Trainerkollegen Michel Pont aufnehmen. Zuletzt auf Zypern (0:0) hatte der ehemalige Erfolgscoach von Borussia Dortmund und Bayern München das WM-Quali-Spiel im Fernsehen im Hotel verfolgt.

Den Treffer erzielte Haris Seferovic erst in der 90. Minute nach Vorarbeit von Bayerns Triple-Gewinner Shaqiri. Der Schütze des 1: 0-Siegtores im U17-WM-Endspiel 2009 gegen Nigeria Er war zum ersten Mal für die Eidgenossen in einem A-Länderspiel erfolgreich. „Hoffentlich ist es nicht mein letztes Tor“, äußerte der Siegtorschütze: „Ich freu mich aber vor allem fürs Team. Das war ein schwerer Match, der Ball wollte und wollte nicht rein. Als ich ins Spiel kam, wollte ich alles geben und das Tor schießen, was mir auch gelungen ist - eine Riesenfreude fürs ganze Team.“

Schalkes Tranquillo Barnetta wurde erst kurz vor Schluss (77.) eingewechselt. Nach dem Erfolg beträgt der Vorsprung der Schweizer in der Tabelle der Gruppe E auf die Verfolger Albanien und Island vier Punkte. Vor den Gastspielen in Oslo (10. September) und in Tirana (11. Oktober) hat sich die „Nati“ damit eine vielversprechende Ausgangsposition verschafft.

Hitzfeld saß während der Partie sein zweites und letztes Spiel Sperre ab. Der langjährige Coach von Borussia Dortmund und Bayern München hatte im Spiel gegen Norwegen (1:1) am 12. Oktober zweimal den Mittelfinger in die Luft gereckt.

sid

Ottmar Hitzfelds Trainerkarriere in Bildern

Ottmar Hitzfelds Trainerkarriere in Bildern

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