HSV selbstbewusst - Hecking ohne Angst

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Rechnet sich gegen den BVB durchaus Chancen aus: c

München - Der 3. Spieltag der Bundesliga verspricht spannende Begegnungen. Dieter Hecking fürchtet sich nicht vor Borussia Dortmund und der HSV glaubt in München gewinnen zu können.

Noch ist viel Luft nach oben, doch nach seinem beruhigenden Erfolg gegen den FC Zürich will der FC Bayern München nun auch den ersten Bundesliga-Heimsieg feiern. “Wir müssen gewinnen, wir wollen gewinnen und wir werden gewinnen“, kündigte Bayerns Fußball-Nationalstürmer Mario Gomez selbstbewusst vor der Partie am Samstag gegen den Hamburger SV an. Anders als der Rekordmeister ist Neuling FC Augsburg noch ungeschlagen, gegen 1899 Hoffenheim hoffen die Schwaben nun auf den Debütsieg im Oberhaus. Seinen Bundesliga-Einstand gibt der 18 Jahre alte Keeper Patrick Rakovsky beim Gastspiel des 1. FC Nürnberg bei Meister Dortmund.


Drei Tage nach dem 2:0 gegen Zürich, mit dem das Team von Bayern-Trainer Jupp Heynckes das Tor zur Champions League weit aufgestoßen hat, hofft der Rekordmeister auf den nächsten Sieg. “Wir gehen nach dem Sieg gegen Zürich mit viel Selbstvertrauen in die Partie gegen den HSV“, sagte Kapitän Philipp Lahm. Abwehrkollege Holger Badstuber betonte: “Wir sind noch nicht auf einem Toplevel. Aber Siege helfen, dieses Level zu erreichen.“ Heynckes sieht zwar eine “Aufwärtstendenz“, räumte am Freitag aber auch ein: “Wir haben noch Luft nach oben.“

Die schönsten und die hässlichsten Trikots: Die Beurteilungen der Jury

Eine Jury aus Studierenden und Professorinnen der Mediadesign Hochschule (MD.H) hat in diesem Jahr den 1. FC Nürnberg zum Trikotmeister für die Bundesligasaison 2011/2012 gekürt. Nach den bisherigen Siegern der Jahre 2007-2010 mit den Vereinen Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, TSG Hoffenheim und dem FC St. Pauli hatten in diesem Jahr zur Saison 2010/2011 die Franken aus Nürnberg vor den Bayern aus München die Nase vorn. Klicken Sie sich durch die (teils sinngemäß gekürzten) Jury-Beurteilungen. © dpa
Platz 1: 1. FC Nürnberg - So sehen Sieger aus!In der Farbpsychologie ist rot eine warme, kräftige Farbe, sie tritt optisch immer stark in den Vordergrund und ist damit definitiv eine Siegerfarbe. Das hier gezeigte Trikot ist jedoch eher Bordeaux-rot. Die weißen Streifen wirken sauber, sachlich und geben dem Trikot die notwendige Helligkeit, um nicht zu düster zu wirken. Positiv anzumerken ist auch, dass das Sponsorenlogo, Das Vereinslogo und der Markenname alle einheitlich in derselben Farbe (Weiß) gehalten sind. Das lässt das Trikot nicht zu bunt wirken.   © dpa
Platz 2: FC Bayern München - In der Farbpsychologie ist Rot eine warme, kräftige Farbe, sie tritt optisch immer stark in den Vordergrund und ist damit definitiv eine Siegerfarbe.  Schnitt: schlanke lange Schnittführung mit klassischem V-Ausschnitt im Retro-Look. In den 1970er Jahren gab es nach Meinung der Fachleute die schönsten Trikots. Dieses hier kombiniert Elemente der damaligen Zeit mit der technischen Machbarkeit (Materialien, Schnitt, Nähte) der heutigen Zeit auf gelungene Art und Weise. © getty
Platz 3: Werder Bremen - Auch hier eine gelungene Linienführung. Ein Trikot kann langweilig und grün sein, oder mit den vorhandenen Möglichkeiten im Rahmen der Vereinsfarben ausnutzen und ein schönes und trotzdem dezentes Trikot entwickeln, wie hier geschehen. Hier begeistert vor allem die spitz zulaufende Linienführung, die mit dem Sponsoren-Logo perfekt harmoniert und somit eine Einheit mit den aufgedruckten Elementen bildet. © getty
Platz 4: Hannover 96 - Die körperbetonte Schnittführung und der elegante Halsausschnitt zeichnen das Trikot von Hannover 96 aus. Sehr gelungen ist der gewählte dunkelrote Farbton. Die feinen Schrägstreifen, die Ton-in-Ton gehalten sind, runden das Gesamtbild ab. © ap
Platz 5: VfL Wolfsburg - Der klassische V-Ausschnitt und der sportive, körperbetonte Schnitt kennzeichnen das Trikot von Wolfsburg. Der angenehme Grünton als Basisfarbe wirkt ruhig und souverän – die weißen Streifen an Schulter und Seite bringen Dynamik ins Spiel. © dpa
Platz 6: Hertha BSC - Eine sehr gelungenen Farbgebung weist das Trikot in dunkelblau mit petrolfarbenen feinen Streifen auf. Der Schnitt ist modern und sportiv. Der weiße Blockstreifen dagegen wirkt etwas dominant.   © getty
Platz 7: Mainz 05 - Schmal und sportlich geschnittenes Trikot mit Rundhalsausschnitt. Die Grundfarbe des Trikots ist rot, die Ärmel sind weiß abgesetzt. Die Sponsorenfarbe und die Farben des Vereinsemblems sind farblich identisch, was ein sehr stimmiges Gesamtbild hervorbringt. © getty
Platz 8: FC Schalke 04 - Körperbetontes Trikot in royalblau mit weißem Polokragen. Auch hier sind Sponsorenfarbe und Vereinsfarben farblich passend, nur die Zierstreifen wirken etwas unruhig. © getty
Platz 9: 1. FC Kaiserslautern - Auberginefarbenes Trikot mit weißen Streifen und weißem Kragen. Leider ist die Schnittführung etwas vernachlässigt worden und das Trikot wirkt weit und kastig. Das Sponsorenlogo in grün sticht sehr stark hervor!  © getty
Platz 10: Hamburger SV - Interessant geschnittenes Trikot mit V-Ausschnitt und Schulterpasse. Das feine Streifendesign in rot-blau macht sich gut auf dem weißen Trikot. Auch Sponsorenschriftzug und Vereinsemblem sind farblich gut aufeinander abgestimmt. © getty
Platz 11: TSG Hoffenheim 1899 - Das hellblaue Trikot ist schnitttechnisch mit wenig Raffinesse ausgestattet. Auch die schrägen Streifen im oberen Bereich wirken unruhig, aber nicht dynamisch. Die Positionierung des Sponsorenlogos unterstützt das unruhige Bild. © dapd
Platz 12: Bayer 04 Leverkusen - Bayer 04 Leverkusen:Das schwarze Trikot mit dem quer verlaufenden roten Blockstreifen wirkt sehr hart und weist einen starken Farbkontrast auf. Das Sponsorenlogo ist überdimensional groß und hebt sich extrem ab. © getty
Platz 13: Borussia Mönchengladbach - Hier geht es bunt zu! Zwar ist das Trikot uni weiß mit kleinen Ringelbündchen gehalten, aber die verschiedenen Elemente wie Marke, Sponsorenlogo und Vereinswappen wurden sehr unstrukturiert platziert und lassen das Gesamtbild etwas überladen erscheinen.  © getty
Platz 14: Borussia Dortmund - Ein schöner Versuch, auch andere Musterelement als nur Streifen auf Trikots aufzubringen. Leider wirkt das gelbe Trikot mit den schwarzen Quadraten unruhig. Außerdem ist der lila Schriftzug sehr kontrastreich. Die körperbetonte Schnittführung mit Raglanarm ist gelungen.  © getty
Platz 15: FC Augsburg - Das weiße Trikot in Polo-Optik ist weder schnitttechnisch spektakulär, noch in Muster und Farbgebung. Der rot-grüne Längsstreifen alleine schafft es nicht, dem Trikot mehr Glanz zu verleihen.  © ap
Platz 16: VfB Stuttgart - Dieser Schnitt ist von gestern. Eher kurz, weiter geschnitten mit schräg angesetzten Ärmeln. Ansonsten macht das Trikot weiter nichts falsch, aber auch nichts richtig. Es ist einfach und ziemlich designfrei.  © dpa
Platz 17: SC Freiburg - Silhouette und Schnitt: ohne weitere Besonderheiten. Gut, Querstreifen sind gerade in Mode und man findet sie fast überall und auf jedem Kleidungsstück. Aber meist in Form schlanker Streifen in Weiß/Marineblau. Die hier gezeigte Kombination in breiten rot-schwarzen Querstreifen zieht sich über das komplette Trikot. Das wirkt aufgrund der hohen Kontraste sehr aggressiv.  © dpa
Platz 18: 1. FC Köln - Ein Trikot kann mehr als ein Basic T-Shirt sein, ohne dadurch in seiner Funktionalität eingeschränkt zu werden. Silhouette und Schnitt: ohne weitere Besonderheiten. Die aktuell schlanke Schnittführung ist hier komplett ignoriert worden. Auch ein weißer Stoff hält hier Möglichkeiten parat, die nicht genutzt worden. Fazit: ideenlos. Trikots bergen kreatives Potential, um die Außenwahrnehmung einer Mannschaft zu optimieren. Man muss es nur nutze. © getty

In schlechter Erinnerung ist bei den Gästen noch die 0:6-Klatsche der vergangenen Saison. “Ich schließe aus, dass wir noch mal abgeschossen werden“, betonte aber HSV-Kapitän Heiko Westermann. Torhüter Jaroslav Drobny rechnet sich sogar Zählbares aus: “Sie haben eine Supermannschaft, aber sie haben gegen Mönchengladbach verloren. Warum sollen sie nicht auch gegen uns verlieren?“

Ausgerechnet bei Meister Dortmund gibt der Ex-Schalker Patrick Rakovsky im Tor des 1. FC Nürnberg am Samstag sein Bundesliga-Debüt. Der erst 18 Jahre alte Neuzugang muss Stammkeeper Raphael Schäfer vertreten, der nach seiner Operation mindestens zehn Wochen ausfällt. “Club“-Coach Dieter Hecking traut dem Youngster, der von der U 19-Auswahl des FC Schalke gekommen war, eine Menge zu: “Er ist ein spielender Torwart, der sehr gut auf der Linie ist.“ Sportvorstand Martin Bader betonte: “Wir werden jetzt nicht hektisch. Wir haben zwei Torhüter und die genießen unser volles Vertrauen.“

Hecking ohne Angst vor dem BVB

Nach der Heimniederlage gegen Hannover 96 rechnet sich Hecking beim Meister durchaus etwas aus. “Man hat in Hoffenheim gesehen, dass sie doch nicht so übermächtig sind“, sagte der Coach mit Blick auf die jüngste Auswärtsniederlage der Westfalen. “Wir wollen aus der Kompaktheit kommen. Es geht nicht darum, wie Dortmund spielt, sondern wie wir spielen.“

Aufsteiger Augsburg kann in seinem zweiten Bundesliga-Heimspiel wieder auf Stamm-Innenverteidiger Gibril Sankoh zurückgreifen. Der 28-Jährige hat seine Rot-Sperre wegen einer Notbremse im letzten Zweitliga-Spiel der vergangenen Saison abgesessen. “Wir dürfen uns gegen diesen Gegner keine Schwächen erlauben“, warnte Trainer Jos Luhukay. Sein Team müsse als Kollektiv dagegenhalten. “Wir müssen die geringere Qualität als Mannschaft wettmachen, müssen mutig sein, um bei jeder sich bietenden Möglichkeit den Weg nach vorne zu suchen.“

Gäste-Coach Holger Stanislawski hofft nach dem Wirbel um die Lärm-Attacke gegen Dortmunder Fans auf eine sportliche Antwort seiner Mannschaft. “Wir haben den deutschen Meister geschlagen, doch vier Tage hat niemand über Fußball gesprochen“, ärgerte sich der Trainer. “Wir wollen wieder positive Schlagzeilen schreiben.“

dpa

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