Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schiedsrichter-Affäre: Zwanziger greift Koch an

+

Frankfurt/Main - DFB-Boss Theo Zwanziger hat im Zuge der Affäre um den früheren Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell seinen Vize-Präsidenten Rainer Koch angegriffen. Er fühlt sich hintergangen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unter Führung von Theo Zwanziger bezichtigt den eigenen Vize-Präsidenten Rainer Koch in der Affäre um den früheren Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell der Lüge. Nachdem Koch, Präsident des bayerischen Fußball-Verbandes, behauptet hatte, Zwanziger über sein umstrittenes Treffen mit Amerell informiert zu haben, versandte der DFB am Mittwochmittag eine gegenteilige Pressemitteilung.

„Der DFB legt großen Wert auf die Feststellung, dass unser Präsident Dr. Zwanziger weder im Vorfeld noch im Anschluss von Herrn Koch über dessen Treffen mit Herrn Amerell informiert wurde“, ließ Mediendirektor Ralf Köttker mitteilen: „Das Treffen wurde dem DFB erst durch einen Medienbericht bekannt und dann auf unsere Rückfrage bei Herrn Koch von ihm bestätigt.“

Koch hatte sich in der vergangenen Woche mit Amerell getroffen und nach eigenem Bekunden versucht, die Wogen zwischen dem Verband und dem früheren DFB-Schiedsrichter-Obmann zu glätten. „Das Treffen war im Interesse des Verbandes. Eine Kurzschlussreaktion von Herrn Amerell kann nur durch Kommunikation verhindert werden. Ich habe den Präsidenten auch kurz nach dem Gespräch mit Amerell informiert“, sagte Koch der Sport Bild.

Promille-Grenze im Stadion: So handhaben es die 18 Bundesligisten

Promille-Grenze im Stadion: So handhaben es die 18 Bundesligisten

Torkelnde und lallende Fans sind unerwünscht. Wer zu viel trinkt, kommt nicht ins Stadion. Das gilt bei allen 18 Fußball-Bundesligisten. Doch die Grenze ist ganz unterschiedlich. Sehen Sie hier, welcher Verein wieviel Promille erlaubt. © dpa
VfL Wolfsburg: 0,0 Promille
Werder Bremen: 0,0 Promille
SC Freiburg: 0,0 Promille
FSV Mainz 05: 0,0 Promille
1. FC Kaiserslautern: 0,0 Promille
Borussia Dortmund: 0,0 Promille
FC Augsburg: 0,0 Promille
Bayer Leverkusen: 0,0 Promille
FC Bayern München: 0,0 Promille
1. FC Nürnberg: 0,8 Promille
Hertha BSC: 0,8 Promille.
Borussia Mönchengladbach: 1,1 Promille
1. FC Köln: 1,1 Promille
1899 Hoffenheim: 1,2 Promille
VfB Stuttgart: 1,4 Promille
Hamburger SV: 1,5 Promille
FC Schalke 04: 1,6 Promille
Hannover 96: 1,6 Promille

Unabhängig davon, dass Zwanziger über Köttker diese Aussage Kochs ins Reich der Fabeln verwiesen ließ, scheint für den DFB-Präsidenten allein der Versuch einer Vermittlung den Tatbestand des Verrats zu erfüllen. Dies ließ er Koch, der aus seinen Ambitionen für einen weiteren Aufstieg innerhalb des DFB nie einen Hehl gemacht hatte, auch persönlich spüren.

„Ich habe von der Beziehung Amerell und Kempter nichts geahnt. Ich war damals für das Schiedsrichterwesen nicht unmittelbar zuständig, dieser Bereich war Rainer Koch zugeordnet. Ich sehe in dieser Beziehung von Amerell zu jungen Schiedsrichtern und in der Tatsache, dass dies nicht bemerkt wurde, den eigentlichen Skandal“, sagte Zwanziger der Rhein-Zeitung.

Koch, der im Februar 2010 seinen Aufgabenbereich im Schiedsrichterwesen aufgegeben hatte, weil er sich unzureichend über die Vorgänge im Fall Amerell/Kempter informiert gefühlt hatte, muss nun bereits vor der Präsidiumssitzung Anfang Dezember Stellung zu seinem verbandsintern nicht abgestimmten Treffen beziehen. Amerell wird vom DFB vor allem wegen der Sex-Affäre mit dem ehemaligen FIFA-Referee Michael Kempter als „unerwünschte Person“ geführt.

sid

Kommentare