Kehrer darf nicht gehen

Schalke schickt Farfan in die Wüste (nach Abu Dhabi)

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Jefferson Farfan wird nicht mehr im Schalker Trikot zu sehen sein.

Gelsenkirchen - Der Wechsel des peruanischen Fußball-Nationalspielers Jefferson Farfan (30) von Schalke 04 zu Al-Jazira Abu Dhabi ist in trockenen Tüchern. Thilo Kehrer hingegen muss bleiben.

Wie der Klub aus den Vereinigten Arabischen Emiraten am Donnerstag via Twitter bekanntgab, erhält Farfan einen Dreijahresvertrag. Zuletzt hatte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt den Transfer bereits angekündigt. „Der Spieler ist auf uns zugekommen und hat uns mitgeteilt, dass er den Verein verlassen will“, sagte Heldt. Farfan, dessen Vertrag noch ein Jahr gültig war, habe ein „finanziell enormes Angebot bekommen“.

Der Peruaner war 2008 von der PSV Eindhoven zu den Königsblauen gewechselt. Als Ablösesumme standen zuletzt rund zehn Millionen Euro im Raum. Mit dem Abgang Farfans könnte Schalke nun auch der Verpflichtung von Xherdan Shaqiri (Inter Mailand) näherkommen. Die Ablöse für den früheren Bayern-Profi, der in den Planungen von Inter-Trainer Roberto Mancini keine Rolle mehr spielt, soll rund 15 Millionen Euro betragen.

Der Bundesligist ist jedoch nicht bereit, Junioren-Nationalspieler Thilo Kehrer abzugeben. Der 18 Jahre alte Innenverteidiger fehlt derzeit unentschuldigt und möchte wohl zu Inter Mailand wechseln. "Der Spieler hat anscheinend einen Vertrag bei Inter unterschrieben. Das war nicht klug, da man nicht gleichzeitig bei zwei Vereinen unter Vertrag stehen darf. Wir sind auf keinen Fall bereit, Thilo abzugeben", sagte Manager Horst Heldt am Donnerstag dem Schalker Vereinsportal.

Man sei im Austausch mit den Italienern, die keine juristische Auseinandersetzung wollen, erklärte Heldt. "Wir lassen uns sicherlich von keinem Spieler diktieren, was wir zu machen haben", sagte Schalkes Manager.

Im Falle Julian Draxler, an dem Juventus Turin Interesse bekundet hat, ist die Lage weiterhin offen. "Es gibt kein Angebot von Juventus. Wir haben noch nicht entschieden, ob wir bereit sind, uns mit Juve wegen dieser Personalie an einen Tisch zu setzen. Jetzt müssen wir erstmal abwarten", sagte Heldt.

dpa/SID

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