Schwierige Aufgabe gegen Chelsea

Schalke: Nicht zum Städtetrip nach London

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Im Hinspiel unterlagen die Schalker mit 0:3.

London - Nach dem Mutmacher in Berlin fühlt sich Schalke auch für die erneute Kraftprobe mit dem FC Chelsea gerüstet. In London wollen die Knappen nach der 0:3-Lehrstunde im Hinspiel die Mourinho-Elf schlagen.

Nach dem Mutmacher in Berlin fühlt sich Schalke auch für die erneute Kraftprobe mit dem FC Chelsea gerüstet. In London wollen die Knappen nach der 0:3-Lehrstunde im Hinspiel vor allem defensiv besser stehen und gegen die Mourinho-Elf mit Kontern zum Erfolg kommen.

London (dpa) - Safety first! Mit neu erwachtem Selbstbewusstsein und der Chelsea-Taktik will der FC Schalke 04 den Gruppenfavoriten an der Stamford Bridge überraschen. „Wir dürfen hier kein frühes Gegentor bekommen, um nicht wieder aufmachen zu müssen. Wir wollen erstmal kompakt und konzentriert in der Defensive stehen“, verriet der Schalke-Coach am Dienstagabend den Matchplan für das Champions-League-Spiel beim Premier-League-Zweiten FC Chelsea.

Kevin-Prince-Boateng betonte vor dem Abschlusstraining, dass man sich cleverer anstellen müsse als beim 0:3 im Hinspiel vor 14 Tagen: „Wir wollen auf jeden Fall etwas mitnehmen. Wir sind nicht zum Sightseeing hier, auch wenn London eine tolle Stadt ist.“

Pünktlich um 14.00 Uhr war der Fußball-Bundesligist am Dienstag in London gelandet. Dort wollen die Königsblauen am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) nicht noch einmal eine solche Lehrstunde wie vor zwei Wochen erleben, als man sich von der taktisch glänzend eingestellten Elf von Trainer José Mourinho auskontern ließ. Chelsea war zwar kaum besser, aber viel cleverer. Der Stachel sitzt noch tief.

„Nach dieser halben Klatsche im Heimspiel möchten wir auch zeigen, dass wir so etwas nicht auf uns sitzen lassen. Wir waren keine drei Tore schlechter“, stellte Benedikt Höwedes klar.

Der Kapitän warnte aber davor, zu offensiv zu Werke zu gehen. Und so gilt der in der Gruppe E punktgleiche Spitzenreiter aus England (6 Zähler) als Vorbild für den Schalker Defensivplan. „Wir sollten nicht anfangen, auf Pressing zu spielen, sondern diesmal eher die Mannschaft sein, die sich im Kontern versucht“, betonte Höwedes.

Dass man mit mannschaftlicher Geschlossenheit, Kompaktheit und hoher Laufbereitschaft einiges erreichen kann, demonstrierte Schalke eindrucksvoll beim 2:0 in der Fußball-Bundesliga bei Hertha BSC. Diese Einstellung vom Samstag muss man auch im Stadion an der Stamford Bridge an den Tag legen, das bislang für deutsche Teams eine uneinnehmbare Festung war. Von sieben Europapokal-Heimspielen gegen Bundesligisten gewannen die Blues sechs, eine Partie endete remis.

Dass Boateng nach seinen zwischenzeitlichen Knieproblemen jetzt wieder einen Schritt weiter ist, macht genauso Mut wie die gute Auswärtsbilanz auf europäischer Ebene. In dieser Saison gewann das Revierteam schon in Saloniki (3:2) und Basel (1:0). In der Vorsaison verlor es von vier Partien keine einzige, ist also seit sechs Auswärtsspielen ungeschlagen.

Boateng, der insgesamt drei Jahre für Tottenham Hotspur und den FC Portsmouth spielte, ist heiß auf seinen Auftritt auf der Insel. „Ich liebe London. Toll, dass ich hier wieder mal spielen kann“, sagte der Mittelfeldstar, auch wenn seine persönliche Bilanz ausbaufähig ist: Mit drei verschiedenen Clubs gelang ihm noch nie ein Sieg gegen Chelsea. „Wir wissen, dass es schwer wird. Sie haben vor allem daheim eine der besten Mannschaften der Welt.“

Keller hat dasselbe Personal zur Verfügung wie zuletzt und wird wohl die Startelf nicht ändern. Auch Stürmer Adam Szalai ist dabei, obwohl er sich nach einem Schlag gegen das Ohr in Berlin sogar einer kleinen Operation unterziehen musste. „Ich sehe absolut kein Problem, denn die Blessur am Ohr behindert mich nicht“, sagte der Ungar.

In Berlin hatte auch Torhüter Timo Hildebrand mit einer überragenden Leistung geglänzt. Der Keeper weiß, wie man bei Chelsea zu Null spielt. Hildebrand stand am 9. März 2004 beim 0:0 des VfB Stuttgart zwischen den Pfosten, als die Schwaben es als bisher einzige deutsche Mannschaft schafften, an der Stamford Bridge einen Punkt zu entführen. Kein schlechtes Omen.

Chelsea zeigte sich beim 0:2 im Ligaspiel in Newcastle am Wochenende durchaus verwundbar. Völlig verärgert über die Leistung seiner Elf kündigte Mourinho personelle Veränderungen für das Schalke-Spiel an, zumal Fernando Torres wegen einer Oberschenkelverletzung ausfällt: „Ich werde einige Wechsel vornehmen. Vielleicht nicht elf, denn das wäre zu viel, aber eine Menge.“

dpa

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