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Robben im Jubelrausch: "Schmeckt nach mehr!"

Arjen Robben feierte gegen Kamerun ein gelungenes Comeback
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Arjen Robben feierte gegen Kamerun ein gelungenes Comeback

Kapstadt - Vor drei Wochen sah es noch schlecht aus mit der WM-Teilnahme. Nach 19-tägiger Leidenszeit aber gab Arjen Robben ein umjubeltes Kurz-Comeback. Jetzt hofft er auf ein Finale gegen Deutschland.

Er kam mit Tränen und ging mit Applaus. Das Ende seiner Leidenszeit genoss Arjen Robben in vollen Zügen. Auch lange nach dem Schlusspfiff hatte der vom Glück berauschte Bayern-Star noch immer nicht genug. Als einer der letzten Profis verließ er den Rasen - mit Kusshand Richtung Publikum. “Für solche Momente habe ich in den vergangenen Wochen all die Arbeit auf mich genommen“, schwärmte das bisher größte Sorgenkind der Niederländer nach dem 2:1 über Kamerun und seinem emotionalen Kurzcomeback. “Es war kein leichter Weg, aber das ist eine schöne Belohnung.“

So schlagen sich die FC-Bayern-Stars in Südafrika

So schlagen sich die FC-Bayern-Stars in Südafrika

13 Bayern-Spieler sind bei der WM in Südafrika dabei. © Getty
Sehen Sie hier, wie diese die ersten Tage im WM-Land verbracht haben © Getty
Holger Badstuber (Deutschland) bei der Anreise © Getty
Im ersten Spiel gegen Australien (4:0) spielte der Youngster als Linksverteidiger gut, wurde aber auch wenig gefordert. © Getty
Gegen Serbien kam's dann knüppeldick: Über Badstubers Seite wurde das 0:1 eingeleitet © Getty
Edson Braafheid (Niederlande) im Training © dpa
Edson Braafheid (Niederlande) im Training © Getty
Jörg Butt (Deutschland) bei der Anreise © Getty
Jörg Butt (Deutschland) im Training © dpa
Jörg Butt (Deutschland) im Training © dpa
Jörg Butt (Deutschland) im Training © dpa
Martin Demichelis (Argentinien) im Training © Getty
Demichelis zeigt sich mal bester Stimmung. © Getty
Und mal nachdenklich. © Getty
Beim 1:0 gegen Nigeria hielt Demichelis den Laden dicht. © Getty
Im Spiel gegen Südkorea (4:1) patze der Abwehrmann böse: Er legte Südkorea den einzigen Treffer auf © Getty
Danach gab's aber Trost von Teamkollegen und Trainer © Getty
Mario Gomez (Deutschland) bei der Anreise © Getty
Mario Gomez (Deutschland) im Training © Getty
Im ersten ... © Getty
... und im zweiten Spiel wurde Gomez eingewechselt und blieb torlos. © Getty
Miroslav Klose (Deutschland) bei der Anreise © AP
Miroslav Klose (Deutschland) im Training © Getty
Im ersten Spiel wurde Klose zum Held: Beim 4:0 über Australien erzielte er das 2:0. © Getty
Klose rutscht über den Rasen © Getty
Dann erlebte er gegen Serbien einen bitteren Nachmittag: Klose sah Gelb-Rot! © Getty
Und das schon in der ersten Halbzeit. © Getty
Toni Kroos (Deutschland) ist auch ein Münchner - auch wenn er zuletzt zum Bayer Leverkusen ausgeliehen war © dpa
Toni Kroos (Deutschland) im Training © Getty
Philipp Lahm (Deutschland) bei der Anreise © AP
Philipp Lahm (Deutschland) im Training © Getty
Philipp Lahm (Deutschland) wird bespaßt. © AP
Im ersten Spiel durfte der Kapitän kräftig jubeln. © Getty
Im zweiten konnte er die Niederlage auch nicht verhindern. © Getty
Thomas Müller (Deutschland) im Training © dpa
Thomas Müller (Deutschland) im Training - der Stinkefinger war übrigens nur Spaß © Getty
Müller erzielte gegen Australien das 3:0 - in echter Gerd-Müller-Manier © Getty
Gegen Serbien blieb er glücklos © Getty
Mark van Bommel (Niederlande) im Training © AP
Mark van Bommel (Niederlande) im Training © AP
Mark van Bommel (Niederlande) im Training © AP
Mark van Bommel (Niederlande) beim Autogrammeschreiben © AP
Im Spiel gegen Dänemark überzeugte die Niederlande zwar nicht. © Getty
Aber das Team gewann mit 2:0. Und Mark van Bommel war auch da der Agressivleader. © Getty
Franck Ribéry (Frankreich) bei der Anreise © AP
Franck Ribéry (Frankreich) im Training © AP
Franck Ribéry (Frankreich) im Training © AP
Weder im ersten Spiel gegen Uruguay (0:0) ... © Getty
... noch gegen Mexiko (0:2) konnte er überzeugen. © Getty
Er ließ seine Klasse zwar aufblitzen. © Getty
Daheim musste er sich trotzdem eine Menge Medienschelte gefallen lassen. © Getty
Bastian Schweinsteiger (Deutschland) bei der Anreise © AP
Bastian Schweinsteiger (Deutschland) bei der Anreise © Getty
Im ersten Spiel war Schweinsteiger überragend. © Getty
Doch auch ihm kauften die Serben den Schneid ab. © Getty
Schweinsteiger zeigte sich als Chef - diskutierte mit dem Schiedsrichter über die gelb-rote Karte für Miroslav Klose. © Getty
Die Niederlande musste zunächst ohne Arjen Robben nach Südafrika fliegen. Nach seinem Muskelfaserriss ließ er sich in Rotterdam behandeln, um dann nachzureisen. © dpa
Da ist er, der Arjen! © AP
Endlich in Südafrika angekommen © AP
Doch fürs Dänemark-Spiel reichte es nicht. © AP
Nun will er seinem Team so schnell wie möglich helfen. © Getty

Der dritte WM-Erfolg und der Gruppensieg des Oranje-Teams geriet angesichts der Rückkehr von Robben zur Randnotiz. Bei seiner Einwechslung in der 73. Minute nur 19 Tage nach einem Muskelfaserriss kämpfte er vor Rührung mit den Tränen: “Da schüttelt es dich schon einmal komplett durch, wenn du an der Seitenlinie stehst. Die Leute verstehen vielleicht nicht immer, dass es nicht leicht ist, verletzt zu sein und zugucken zu müssen. Das ist ein Leidensweg.“ “Robben unter Tränen“ titelte die Zeitung “De Telegraaf“.

Kaum auf dem Rasen schlug er in altbekannter Manier zu: Seinen Lattenkracher aus 20 Metern nutzte Klaas Jan Huntelaar (83.) per Abstauber zum Siegtreffer. Lächelnd und bereitwillig meisterte Robben den anschließenden Interview-Marathon: “Ich habe ernsthaft gedacht, dass ich die WM vergessen kann. Dann ist es fantastisch, wenn man reinkommen darf und der Mannschaft doch noch helfen kann. Das schmeckt nach mehr.“

Mit einem Einsatz als Vollzeitkraft kann Robben jedoch auch im Achtelfinale seiner Mannschaft am Montag in Durban gegen die Slowakei nicht rechnen. “Wir wollen ihn langsam aufbauen. Ich hoffe, dass er beim nächsten Mal länger spielen kann“, sagte Bert van Marwijk. Nach langem Zögern hatte sich der Bondscoach zu einem Kurzeinsatz des angeschlagenen Angreifers entschlossen. Erleichtert nahm der ehemalige Dortmunder Trainer die frohe Kunde der Mediziner zur Kenntnis, dass seinem Problemfall kein Rückschlag droht: “Schön, dass er schon wieder so weit und so wichtig für uns ist.“

Liebend gern würde der Rekonvaleszent schon im Duell mit Italien-Bezwinger Slowakei von Beginn an stürmen. Doch seine von zahlreichen Verletzungen begleitete Karriere hat Robben Geduld gelehrt: “Ich muss schon ehrlich zu mir selbst sein. Ich weiß, dass ich noch nicht bei 100 Prozent bin.“ Für die Absicht des Trainers, nichts zu überstürzen, bringt er deshalb Verständnis auf: “Das wichtigste ist, jetzt Spielpraxis zu sammeln. Der erste Schritt ist getan. Wir werden es jetzt weiter Schritt für Schritt angehen.“

Die Niederländer sind guter Dinge, dass die WM-Safari in Südafrika auch nach dem Achtelfinale weitergeht und Robben spätestens im Viertelfinale in die Startformation zurückkehren kann. Schließlich überstand die “Elftal“ die Gruppenphase erstmals in ihrer WM-Historie ohne Verlustpunkt. Zudem stellte sie mit dem siebten Länderspiel-Sieg in Serie den bisherigen Landesrekord ein. “Wir sind natürlich für die ganze Welt der Favorit im Achtelfinale. Aber wir müssen am Montag dennoch alles geben“, sagte Wesley Sneijder.

Trainer van Marwijk äußerte nach dem Spiel gegen Kamerun zwar erstmals Kritik an seiner Mannschaft, gewährte ihr aber einen freien Tag zur Entspannung. Den will auch Robben zur weiteren Genesung nutzen. Damit sein Traum von einem Endspiel gegen die DFB-Elf doch noch wahr wird: “Ich traue den Deutschen alles zu. Sie können alles gewinnen - nur nicht das Finale.“

dpa

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