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Rehhagel will weiterarbeiten: "Fühle mich noch fit"

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Er kann es noch und ans aufhören denkt er noch lange nicht: Otto Rehhagel.

Durban - Auch nach dem Rückzug als griechischer Nationalcoach sieht Otto Rehhagel das Ende seiner Trainerkarriere noch nicht gekommen. "Ich höre nicht auf, ich habe keine Sekunde daran gedacht, aufzuhören. Ich fühle mich fit."

"Ich kann mich aufregen. Ich mache nur eine kurze Pause", sagte der 71 Jahre alte Fußball-Lehrer in einem Interview der "Bild am Sonntag" vier Tage nach dem Vorrunden-Aus der Griechen bei der Fußball-WM in Südafrika.


Es habe in den vergangenen zwei Monaten schon Anfragen gegeben, berichtete Rehhagel weiter. "Aber darüber spreche ich jetzt nicht." Selbst eine Rückkehr in die Bundesliga hält der Trainer-"Oldie" für möglich. "Ich schließe überhaupt nichts aus. Ich habe mich ja selbst in die Freiheit entlassen und mache nur das, was mir passt. Ich will meine immense Erfahrung weitergeben. Wenn die einer braucht, stehe ich zur Verfügung."

Die größten WM-Sensationen seit 1990

WM 2010: Frankreich sorgte für die erste große Blamage des Turniers: Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen gegen Uruguay und Mexiko benötigte die Equipe Tricolore in der abschließenden Partie gegen Gastgeber Südafrika unbedingt einen Sieg, um die Chancen aufs Weiterkommen zu wahren. Doch Ribéry & Co. unterlagen sang- und klanglos 1:2. Aus in der Vorrunde! © AP
WM 2010: Neuseeland trotzte dem Titelverteidiger Italien in der Vorrunde ein 1:1 ab. © AP
Und es kam sogar noch schlimmer für Italien: Das Aus für den Titelverteidiger in der Vorrunde! Und das als Tabellenletzter hinter Paraguay, der Slowakei und Neuseeland! Eine der größten Sensationen bei WM-Turnieren. © AP
WM 2010: Die Schweiz besiegte völlig überraschend im ersten Gruppenspiel Europameister Spanien mit 1:0. In den vorangegangenen 54 Spielen hatten die Iberer nur einmal verloren. © AP
WM 2006: Die Party-Boys von Trinidad & Tobago feierten ihr WM-Debüt mit einem sensationellen Unentschieden gegen Schweden. Nach dem 0:0 zum Auftakt gab es dann aber gegen England und Paraguay (jeweils 0:2) nicht viel zu holen. © Getty
WM 2002: Der Senegal war eine der großen Überraschungen bei der WM in Japan und Südkorea. Erst besiegten die Afrikaner im Auftaktspiel den Titelverteidiger Frankreich mit 1:0 ... © Getty
... später gab es im Achtelfinale einen 2:1-Sieg n.V. gegen die favorisierten Schweden. Im Viertelfinale kam das Aus gegen die Türkei (0:1 n.V.). © Getty
Auch Co-Gastgeber Südkorea war eine der Überraschungen bei der WM 2002. Das Weiterkommen im Achtelfinale gegen Italien (2:1 n.V.) kam einer Sensation gleich, wenngleich die Asiaten das eine oder andere Mal krass vom Schiedsrichter bevorzugt wurden. © Getty
Auch gegen Spanien im Viertelfinale gab es so manch zweifelhafte Schiedsrichter-Entscheidung. Südkorea kam ins Elfmeterschießen und gewann dort nach torlosen 120 Minuten mit 5:3. Der Halbfinaleinzug der Südkoreaner - sicher eine der bisher größten Sensationen bei Weltmeisterschaften. © Getty
WM 1998: Schon wieder eine Sensation, bei der die Spanier beteiligt waren: Nigeria besiegte die haushoch favorisierten Iberer im ersten Gruppenspiel mit 3:2 - auch der damalige Kölner Sunday Oliseh (l.) gehörte zu den Torschützen. Nigeria kam später ins Achtelfinale, Spanien schied aus. © Getty
WM 1994: Die WM in den USA hatte gleich in den ersten Tagen ihre ganz große Sensation, als Italien den tapferen Iren mit 0:1 unterlag (Tor: Ray Houghton). Irland scheiterte später im Achtelfinale an Holland, Italien verlor das Fionale gegen Brasilien im Elfmeterschießen. © Getty
Saudi-Arabien sorgte nicht nur für eine der größten Sensationen des Turniers 1994, sondern auch für das schönste Tor: Ali Owairan erzielte im Vorrundenspiel gegen Belgien einen Traum-Treffer nach einem Alleingang über gefühlte 100 Meter. Die Saudis zogen ins Achtelfinale ein (Aus gegen Schweden), genau dort war auch für Belgien Schluss (2:3 gegen Deutschland). © Getty
Ein Jahrhundert-Spiel mit sensationellem Ausgang war das Achtelfinale zwischen Argentinien und Rumänien. Die Osteuropäer zauberten gegen Batistuta & Co. und gewannen 3:2. Ilie Dumitrescu (Bild) erzielte zwei Tore. Rumänien schied dann im Viertelfinale gegen Schweden nach Elfmeterschießen aus. © Getty
Eine Sensation, auf die wir gerne verzichtet hätten: Bulgarien warf die deutsche Nationalmannschaft im Viertelfinale 1994 mit 2:1 aus dem Turnier. Bundesliga-Legionär Yordan Letchkov (Hamburger SV) köpfte die Stars um Stoichkov, Balakov und Kostadinov ins Halbfinale, wo aber gegen Italien Endstation war (1:2). © Getty
WM 1990: Paukenschlag zum Auftakt der WM 1990 in Italien! Kamerun besiegte Weltmeister Argentinien durch einen Kopfballtreffer von Francois Omam-Niyik mit 1:0. Argentiniens Keeper Nery Pumpido durfte nach seinem kapitalen Patzer im Turnier nicht mehr ran. Argentinien kam ins Endspiel - scheiterte dort aber an Deutschland (0:1). © Getty
Kamerun sorgte für weitere Sensationen und zog als erste afrikanische Mannschaft überhaupt ins Viertelfinale einer WM ein. Roger Millas zwei Treffer gegen Kolumbien (2:1 n.V.) ebneten den Weg dazu. Im Viertelfinale schieden die "Unzähmbaren Löwen" dann unglücklich gegen England aus (2:3 n.V.) © Getty

Am vergangenen Donnerstag hatte Rehhagel nach neun Jahren einen Schlussstrich unter seine Tätigkeit als Coach der Hellen zugezogen, die er 2004 sensationell zum Europameistertitel geführt hatte. Bei der WM hatte sein Team nach 0:2-Niederlagen gegen Südkorea und Argentinien sowie einem Sieg gegen Nigeria (2:1) das Achtelfinale verpasst. Rehhagels Bilanz fällt trotzdem positiv aus. "Wir haben mehr erreicht, als uns viele zugetraut haben. Ich hatte ja schon vor der WM gesagt, dass bei uns alles stimmen muss. Das war gegen Südkorea nicht der Fall."

Man sei "in Freundschaft" auseinandergegangen. Verbandspräsident Sofoklis Pilavios habe ihn noch einmal umstimmen wollen, sagte Rehhagel. "Aber für mich war der Zeitpunkt des Abschieds gekommen. Die Mannschaft ist intakt und wir haben etliche junge Spieler ans Team herangeführt. Aber Griechenland braucht einen Neuanfang."

Für den gebürtigen Essener war es ein Abschied mit Wehmut: "Griechenland ist ein Stück meines Lebens. Ich hatte ein außergewöhnliches Verhältnis zu den Menschen in Athen", betonte Rehhagel. "Sie haben mich immer mit viel Respekt und großer Herzlichkeit behandelt. Das vergisst man nicht."

dpa

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