Real und Barça schießen sich warm für El Clasico

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José Mourinho (Archivfoto)

Hamburg - Real Madrid und der FC Barcelona feierten am Samstag jeweils klare Siege in La Liga. Die Königlichen führen die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung an.

Zum Clasico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona ist es zwar noch eine Woche hin, doch die Torfabriken der beiden überragenden spanischen Fußballvereine laufen bereits auf Hochtouren. „Barca und Real haben ihre Revolver geladen“, schrieb die Tageszeitung Marca. „Der Clasico wird zu einem stratosphärischen Duell der beiden Tormaschinen“, urteilte AS nach den klaren Siegen von Champions-League-Sieger Barcelona und Real Madrid.


Rekordmeister Madrid gab sich beim 3:0 (1:0) bei Sporting Gijon keine Blöße und behauptete die Tabellenführung in La Liga mit drei Zählern Vorsprung auf den Erzrivalen aus Katalonien, bei einem Spiel weniger auf dem Konto. „Die Mannschaft gewinnt, und wir spielen gut“, sagte Real-Trainer Jose Mourinho. Für Madrid war es bei 54:9 Toren der 14. Pflichtspielsieg in Serie.

Mit seinem dritten Saisontor leitete der argentinische WM-Fahrer Angel di Maria den Auswärtssieg ein und bereitete das 2:0 durch Ex-Weltfußballer Cristiano Ronaldo mustergültig vor. „Di Maria hat gezeigt, warum er bei Real ist“, sagte Mourinho. In der Nachspielzeit gelang Marcelo noch das 3:0. Da waren die Gäste nach einer Gelb-Roten-Karte gegen Sebastian Eguren (80.) aber nur noch zu zehnt.


Die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira standen in der Anfangsformation und boten eine solide Partie. Allerdings wurde Özil in der 81. Minute gegen den Brasilianer Kaka ausgewechselt.

Für den FC Barcelona war das 5:0 (3:0) gegen das Überraschungsteam UD Levante der letzten ernsthafte Test für den Showdown am kommenden Samstag im Bernabeu-Stadion. Denn im abschließenden Spiel der Champions-League-Gruppenphase gegen BATE Borissow am Dienstag schont Barcelona seine Starriege um Weltfußballer Lionel Messi, Xavi und Andres Iniesta. Das Team von Trainer Josep Guardiola ist wie Madrid bereits für das Achtelfinale qualifiziert.

Gegen den Tabellenvierten Levante eröffnete Welt- und Europameister Cesc Fabregas mit einem Doppelpack den Torreigen (4. und 33.). Der 20-jährige Isaac Cuenca (37.) machte bereits vor der Pause alles klar. „Cuenca ist kein Typ, der den Mädchen gefällt. Aber auf seiner Position spielt er unglaublich gut“, sagte Guardiola über seinen Nachwuchsstürmer, den er aus der B-Mannschaft geholt hat. Superstar Lionel Messi (55.) und Alexis Sanchez (61.) steuerten die übrigen Treffer bei. Durch seinen 17. Saisontreffer liegt der argentinische Nationalspieler Messi im Kampf um die Torjägerkrone gleich auf mit Ronaldo.

sid

Diese Deutschen spielten bei Real Madrid

Nach Sami Khedira (links) ist Mesut Özil der zweite Deutsche im aktuellen Starensemble von Real Madrid. Vor ihnen standen schon sechs Profis aus Deutschland bei den “Königlichen“ unter Vertrag. Zeitraum © dpa
Günter Netzer spielte von 1973 bis 1976 in Madrid. Er absolvierte 85 Spiele und schoß 9 Tore. Netzer gewann mit Real 1975 das "Double" und 1976 die Meisterschaft. © dpa
Paul Breitner spielte von 1974 bis 1977 bei Real. Seine Bilanz: 84 Spiele und 9 Tore. Breitner gewann mit den "Königlichen" 1975 die spanische Meisterschaft und den Pokal. 1976 verteidigte er mit Real die Meisterschaft. © dpa
Uli Stielike spielte von 1977 bis 1985 bei den Königlichen. In dieser Zeit stand er 215 mal auf dem Platz und traf 41 mal. Mit Real Madrid wurde er 3 mal Spanischer Meister (1978, 1979, 1980) und 1985 UEFA-Pokalsieger. © Getty
Bernd Schuster spielte von 1988 bis 1990 für die "Königlichen". Seine Bilanz: 61 Einsätze und 13 Tore. Als Spieler gewann er mit Real 1989 und 1990 die spanische Meisterschaft. Von 2007 bis 2008 trainierte er den Verein später. Er holte mit Real einmal die spanische Meisterschaft sowie den spanischen Supercup. © dpa
Bodo Illgner spielte von 1996 bis 2001 bei Real. Er brachte es dort auf 91 Einsätze. Der Keeper schoss kein Tor. Er wurde mit den Madrilenen zweimal (1997 und 2001) spanischer Meister, holte zweimal die Champions League (1998 und 2000). Außerdem gewann Illgner mit Real 1998 auch den Weltpokal. © dpa
Christoph Metzelder spielte von 2007 bis 2010 bei Real. Er brachte es in dieser Zeit auf 23 Einsätze, schoss aber kein Tor. Er holte mit dem Verein 2008 sowohl die spanische Meisterschaft als auch den Supercup. © dpa
Sami Khedira wechselte im Kuli 2010 zu Real. er absolvierte dort noch kein Pflichtspiel. Sein Debüt für seinen neuen Verein gab er am 13. August 2010 gegen den FC Bayern München in einem Testspiel (im Duell gegen Franck Ribéry, rechts). © dpa
Mesut Özil gab am 17. August seinen Wechsel zu Real Madrid bekannt. Er verließ den Verein im Sommer 2013 und wechselte für 50 Millionen Euro zum FC Arsenal. © dpa
Und gleich der nächste Deutsch-Türke aus dem Ruhrpott, den es zu den Königlichen zog: Nuri Sahin gab am 9. Mai 2011 bekannt, dass er in Madrid einen Vertrag bis 2017 unterschrieben hat. Nach einem Jahr ließ er sich aber schon wieder nach Liverpool verleihen. Auch dort wurde er nicht glücklich und wechselte im Januar 2013 zu Borussia Dortmund. © dpa
Toni Kroos, Real Madrid
Am 17. Juli 2014 wurde der Wechsel von Toni Kroos vom FC Bayern zu Real Madrid bekannt gegeben. Der Weltmeister erhält bei den Königlichen einen Sechs-Jahres-Vertrag. © dpa

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