Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Raul-Poker: Heldt spielt mit verdeckten Karten

+
Rauls Zukunft in Gelsenkirchen ist mehr als ungewiss

Gelsenkirchen - Der Vertragspoker mit den Stars könnte für Schalke 04 in der Schlussphase der Saison zur Belastung werden. Manager Horst Heldt will den Fokus wieder auf das Sportliche richten.

Nachdem Horst Heldt ein paar Sätze zum Viertelfinale in der Europa League gesagt hatte, kam natürlich wieder die Frage nach Raul. Der Manager von Schalke 04 holte weit aus, erzählte vom schönen Wetter, das er schon beim Aufstehen bemerkt habe, und von seinem Gefühl, dass sich der Fokus mittlerweile verschoben habe. „Wir müssen ihn wieder auf das Wesentliche lenken, das sind die Spiele“, sagte er, „ich werde keine Auskunft mehr über offene Personalfragen geben.“

Die besten Fußballer der Geschichte

Die besten Fußballer der Geschichte

puskas
Ferenc Puskas blieb 1954 der große Triumph verwehrt: Er scheiterte mit Ungarn im WM-Finale 1954 mit 2:3 an Deutschland. Dennoch galt Puskas als der beste Fußballer seiner Zeit. Seine größten internationalen Erfolge feierte als Spieler von Real Madrid: Europapokalsieger der Landesmeister 1959, 1960 und 1966, Weltpokalsieger 1960, Olympiasieger mit Ungarn 1952 sowie Vize-Weltmeister 1954. © dpa
charlton_links
Sir Bobby Charlton (l.) war das Aushängeschld des englischen Fußballs in den 60er Jahren. Seine größten internationalen Erfolge: Weltmeister mit England 1966, Europapokalsieger der Landesmeister mit Manchester United 1968, Euopas Fußballer des Jahres 1966. © dpa
garrincha
Garrincha verzauberte den Weltfußball in den 60er und 70er Jahren. Seine größten internationalen Erfolge: Weltmeister mit Brasilien 1958 und 1970. © dpa
pele
Pele. Seine größten Erfolge: Weltpokalsieger mit dem FC Santos 1962 und 1963, Weltmeister 1958, 1962 und 1970. Weltfußballer des 20. Jahrhunderts. © dpa
cruyff
Johan Cruyff (l.) gilt als der beste niederländische Fußballer der Geschichte. Seine größten internationalen Erfolge: 3x Sieger im Europapokal der Landesmeister mit Ajax Amsterdam (1971, 1972, 1973), Vize-Weltmeister mit den Niederlanden (1974), EM-Dritter mit den Niederlanden (1976), Europas Fußballer des Jahrhunderts (1999), 3 Mal Europas Fußballer des Jahres (1971, 1973, 1974). © dpa
bekcenbauer
Franz Beckenbauer gilt für viele als der beste deutsche Fußballer der Geschichte. Als Spieler feierte der "Kaiser" mit der Nationalmannschaft und vor allem als Spieler des FC Bayern seine größten Erfolge: Weltmeister 1974, Vize-Weltmeister 19666, WM-Dritter 1970, Europameister 1972, Europapokalsieger der Landesmeister mit Bayern München 1974, 1975, 1976, Europapokalsieger der Pokalsieger mit dem FC Bayern 1967, Weltpokalsieger 1976 mit Bayern München usw. © dpa
mueller_6
Gerd Müller, der Prototyp des deutschen Stürmers. Seine größten internationalen Erfolge: Europameister 1972, Weltmeister 1974, Europapokalsieger der Landesmeister mit dem FC Bayern 1974, 1975, 1976, Europapokal der Pokalsieger 1967, Weltpokalsieger 1976, Europäischer Torschützenkönig: 1970, 1972, WM-Torschützenkönig: 1970, EM-Torschützenkönig: 1972. Europas Fußballer des Jahres: 1970. WM-Torschützenkönig: 1970 EM-Torschützenkönig: 1972 © dpa
kempes
Mario Kempes (l.) galt bis zu Diego Armando Maradona als bester Fußballer Argentiniens. Seine größten internationalen Erfolge: Weltmeister mit Argentinien 1978, 1978 Südamerikas Fußballer des Jahres, 1980 Europapokalsieger der Pokalsieger mit dem FC Valencia, Torschützenkönig und bester Spieler der Fußballweltmeisterschaft 1978. © dpa
maradona
Diego Armando Maradona gilt für viele als der beste Fußballer der Geschichte. Seine größten internationalen Erfolge: Weltmeister mit Argentinien 1986, Vize-Weltmeister 1990, UEFA-Pokalsieger mit dem SSC Neapel 1989, Südamerikas Fußballer des Jahres: 1979, 1980, 1986, 1989, 1990, 1992, Goldener Ball als bester Spieler der Weltmeisterschaft: 1986. © dpa
lothar_9
Lothar Matthäus führte die deutsche Nationalmannschaft 1990 zum WM-Titel in Italien. Seine weiteren internationalen Erfolge: Europameister 1980, Vize-Weltmeister 1982 und 1986, UEFA-Pokalsieger 1991 mit Inter Mailand und 1996 mit dem FC Bayern, Weltfußballer der Jahre 1990 und 1991, Europas Fußballer des Jahres 1990. © dpa
romario_1
Romario. Seine größten Erfolge: Weltmeister mit Brasilien 1998, Weltfußballer des Jahres: 1994, Bester Spieler der WM: 1994. © dpa
baggio_mitte
Der Italiener Roberto Baggio (m.). Seine größten internationalen Erfolge: WM-Dritter 1990, Vize-Weltmeister 1994, UEFA-Pokal-Sieger mit Juventus Turin 1993, Weltfußballer des Jahres 1993, Europas Fußballer des Jahres 1993. © dpa
vb
Marco van Basten (Niederlande). Seine größten internationalen Erfolge u.a.: Europapokal der Pokalsieger mit Ajax Amsterdam 1987, Europapokal der Landesmeister mit dem AC Mailand 1989 und 1990, Weltpokalsieger mit dem AC Mailand 1989 und 1990, Europäischer Supercupsieger mit dem AC Mailand 1989 und 1990, Goldener Schuh der UEFA als bester Torjäger Europas 1986,Torschützenkönig und bester Spieler der Europameisterschaft 1988... © dpa
maldini
Paolo Maldini gilt als der beste italienische Abwehrspieler der Geschichte. Seine größten internationalen Erfolge: WM-Dritter 1990, Vize-Weltmeister 1994, Vize-Europameister 2000, Europapokalsieger der Landesmeister/Champions League mit dem AC Mailand 1989, 1990, 1994, 2003 und 2007, Europäischer Supercup 1989, 1990, 1994, 2003, 2007. Weltpokalsieger 1989 und 1990. © dpa
weah
George Weah gilt als der beste afrikanische Fußballer der Geschichte. Die internationalen Erfolge des Liberianers: Weltfußballer, Europas Fußballer des Jahres und Afrikas Fußballer des Jahres 1995, bester afrikanischer Spieler des 20. Jahrhunderts. © dpa
rivalod
Rivaldo wurde 2002 Weltmeister mit Brasilien, Vize-Weltmeister 1998. Champions-League-Sieger 2003 mit dem AC Mailand, Europäischer Supercup: 1998 mit Barca und 2003 mit dem AC Mailand, Weltfußballer des Jahres 1999 und Europas Fußballer des Jahres 1999. © dpa
ronaldo_10
Ronaldo: Seine größten Erfolge u.a.: Weltmeister 1994 und 2002, FIFA-Klub-Weltmeisterschaft mit Milan 2007, Europapokal der Pokalsieger 1997 mit dem FC Barcelona, UEFA-Cup-Sieger Inter Mailand 1998, Europäischer Supercup: 2002 mit Real Madrid und 2007 mit Milan, Weltpokalsieger mit Real Madrid 2002, Weltfußballer des Jahres: 1996, 1997, 2002, Europas Fußballer des Jahres: 1997, 2002, 1997 Europas Torschützenkönig, 2002 WM-Torschützenkönig. © dpa
zidane_dpa
Zinedine Zidane. Seine größten Erfolge: Weltmeister 1998, Europameister 2000, Champions-League-Sieger mit Real Madrid 2002, Europäischer Supercup mit Juventus 1996 und Real Madrid 2002, Weltpokal 1996 mit Juve und 2002 mit Real, Weltfußballer des Jahres: 1998, 2000, 2003, Europas Fußballer des Jahres: 1998, Weltsportler des Jahres: 1999, Wertvollster Spieler der WM („Goldener Ball“): 2006. © dpa
ronaldinho_5
Ronaldinho. Seine größten Erfolge: Weltmeister mit Brasilien 2002, UEFA Champions League mit dem FC Barcelona 2006, Weltfußballer des Jahres: 2004, 2005, Europas Fußballer des Jahres: 2004, UEFA Club Football Awards Stürmer des Jahres: 2005, UEFA Club Football Awards Spieler des Jahres: 2006, World Soccer Spieler des Jahres: 2004, 2005. © dpa
messi_4
Lionel Messi (r.) ist gegenwärtig eines der größten Talente im Weltfußball. Seine internationalen Erfolge: Champions-League-Sieger 2006 mit dem FC Barcelona, Olympiasieger 2008 mit Argentinien. © dpa
cronaldo
Cristiano Ronaldo gilt als einer der derzeit besten Fußballer der Welt. Seine größten internationalen Erfolge: Vize-Europameister 2004 mit Portugal, WM-Vierter mit Portugal 2006, Champions-League-Sieger 2008 mit Manchester United. © dpa
xavi_2
Xavi Hernandez. Der kleine Spanier gewann mit Spanien 2008 die Europameisterschaft und 2006 mit dem FC Barcelona die UEFA Champions League. © dpa

Ganz offensichtlich nervt der Vertragspoker mit dem spanischen Weltstar, der sich seit Jahresanfang wie Kaugummi zieht, den Schalker Sportvorstand. Bislang hat der Ex-Profi sich stets ausführlich zum Stand der Dinge geäußert. Jedes Treffen, jedes Angebot - ob für Raul, Toptorjäger Klaas-Jan Huntelaar oder Flügelflitzer Jefferson Farfan - war in irgendeiner Zeitung nachzulesen.

Heldt spielte mit offenen Karten. Die Erfolge indes blieben aus. Während in Sachen Raul nach nach drei Monaten Hickhack endlich eine Entscheidung naht, weil sein Berater Gines Carvajal am Donnerstagabend zum Hinspiel gegen Athletic Bilbao einflog, ließ Huntelaar den Manager erst mal abblitzen. Erst nach der EM wolle er über seine Zukunft entscheiden, sagte der Torjäger vom Dienst, den Heldt so schnell wie möglich länger als bis 2013 an den Klub binden möchte.

Und Farfan? Von einem nicht ganz so geheimen Geheimtreffen mit einem seiner Berater war zuletzt zu lesen, weil sich der Peruaner mit seiner Handgeld-Forderung von angeblich 14 Millionen Euro verzockt habe. Anscheinend sind die großen Klubs Europas doch nicht so sehr an dem Zehn-Millionen-Einkauf, der zum Saisonende ablösefrei ist, interessiert.

Heldt schweigt nun und will sich nicht mehr in die Karten gucken lassen. Ein bisschen gerät er wohl auch ins Grübeln, wenn er sieht, wie der Erzrivale Borussia Dortmund seine offenen Personalfragen erledigt. „In Dortmund läuft das anscheinend geräuschloser ab als bei uns“, stellte er mit Blick auf die Vertragsverlängerung mit Jungstar Mario Götze fest - und fügte schnell noch süffisant an: „Vielleicht liegt es auch daran, dass es nicht so viele Leute interessiert wie bei uns.“

Gut ein Jahr nach dem Rauswurf des allmächtigen Trainers und Managers Felix Magath und seiner eigenen Beförderung steht Heldt vor seiner bislang größten Bewährungsprobe. Zwar verpflichtete der ehemalige Stuttgarter Manager in Marco Höger, Christian Fuchs oder Timo Hildebrand Leistungsträger und holte die unter Magath ausgeliehenen Lewis Holtby und Jermaine Jones zurück. Doch im Wesentlichen profitieren die Schalker noch von den Stars, die Magath für viel Geld und mit zahllosen Fehleinkäufen drumherum verpflichtete (Huntelaar, Raul), und den jungen Talenten, die der Ex-Trainer und -Manager entdeckt hatte (Julian Draxler, Joel Matip, Kyriakos Papadopoulos).

Die schwierige Aufgabe für Heldt ist es nun, aus dem aufgeblähten Kader mit 94,6 Millionen Euro Personalkosten im vergangenen Jahr die Leistungsträger wie Huntelaar zu halten und Ladenhüter wie den fast genauso teuren Jose Manuel Jurado loszuwerden. Das Horrorszenario, in der nächsten Saison in der Champions League ohne Huntelaar, Raul und Farfan dazustehen, ist noch nicht abgewendet. Dass Teemu Pukki, Ciprian Marica und Chinedu Obasi, die Heldt verpflichtete, nicht annähernd gleichwertiger Ersatz sind, weiß der Schalker Manager selbst. Jetzt pokert er mit verdecktem Blatt.

sid

Kommentare