Rassismus-Skandal: Frankreich erzittert

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Frankreichs Sportministerin Chantal Jouanno.

Paris - Frankreichs Sportministerin Chantal Jouanno hat wegen der Rassimus-Vorwürfe den betroffenen Fußball-Funktionären mit rechtlichen Konsequenzen gedroht.

 „Falls sich herausstellt, dass Quoten für Spieler mit doppelter Staatsbürgerschaft geplant waren, ist das eine strafbare Handlung. In diesem Fall werden wir den Fall an die Staatsanwaltschaft weiterleiten“, sagte Jouanno der Tageszeitung "Le Parisien".

Der erste Schritt müsse aber sein, die „wahren Fakten zu ermitteln“. Die Untersuchungen des französischen Fußball-Verbandes FFF und des Sportministeriums sollen noch in dieser Woche abgeschlossen werden.

Legendäre Fußballer-Weisheiten

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Das Internetportal "Mediapart" hatte vergangene Woche gemeldet, dass der Verband offenbar die Einführung einer Quote für Spieler mit afrikanischen und arabischen Wurzeln plane. Am Samstag hatte die Online-Zeitung den wörtlichen Bericht eines Treffens von Nationaltrainer Laurent Blanc mit dem mittlerweile suspendierten technischen Direktor Francois Blaquart sowie zwei Jugendtrainern des Verbandes publiziert.

Ein Diskussionspunkt sollen Spieler mit doppelter Nationalität gewesen sein, die trotz der Ausbildung in Frankreichs renommierten Jugend-Akademien für die Auswahl ihres Herkunftslandes spielen könnten.

sid

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